„Heute dagegen, ist der Wissensstand ein ganz anderer, die durchschnittliche Lebenserwartung im Delphinarium ist höher als in der freien Wildbahn.“
Das ist eine Behauptung, die Herr Klinckert nicht belegen kann! Es gibt keine einsehbare und geführte Statistik, wie viele Delfine in Gefangenschaft gehalten wurden und werden und wie alt diese Tiere tatsächlich wurden. Zudem gibt es keine weltweiten Bestandserhebungen, die belegen, welches Durchschnittsalter freilebende Delfine erreichen.
Das Importverbot für Delfine in die Schweiz wird gesetzlich beschlossen.
Herzlichen Dank an die Schweizer Politiker, Parteien und weiteren Organisationen und Initiativen, die sich für dieses längst notwendige Gesetz eingesetzt haben!
Dieses Importverbot für Cetaceen wird international als vorbildlich angesehen werden und wird ganz sicher auch weit über die Schweizer Grenzen hinaus positive Folgen für den Schutz der Delfine haben.
Großer Dank auch an die Teilnehmer und Unterstützer der zweitätigen ProWal/WDSF-Hungerstreik-Demo an der Schweizer Grenze in Konstanz, an der wir 2011 dieses Importverbot gefordert hatten. Vieles kam seitdem in Bewegung und Großartiges wurde erreicht.
Gemäss der Thurgauer Staatsanwaltschaft sind Shadow und Chelmers an Antibiotika gestorben. Jetzt werden Zweifel an dieser Version laut: In ihrem Urin wurden Heroin-ähnliche Stoffe gefunden. - http://www.20min.ch/schweiz/news/story/11268358
Radolfzell – 14.03.2012 - Während sich andere Tierschutzorganisationen und viele Tierschützer über den gestrigen Entscheid des Nationalrates darüber freuen, dass die Delfin- und Walhaltung in der Schweiz verboten werden soll und damit schon das Aus der Delfinhaltung im ConnyLand bejubeln, hat die Deutsche Delfin- und Walschutzorganisation ProWal erhebliche Bedenken und fürchtet eine nie endende Delfinhaltung in dem Freizeitpark.
Andreas Morlok, Geschäftsführer von ProWal: „Wir begrüßen es sehr, dass es eine politische Mehrheit und den Willen in der Schweiz gibt, die Delfinhaltung zu verbieten. Dennoch haben wir Zweifel, ob dies wirklich auch das endgültige Aus für das letzte Delfinarium in der Schweiz bedeuten wird. Auch wenn es im Ständerat ebenfalls eine Mehrheit für ein Verbot für die Haltung der Meeressäuger geben sollte, die Delfine des ConnyLands wären davon ausgenommen, denn sie dürften bis zu ihrem Tod dort bleiben. Die beiden männlichen Jungtiere (7 und 1 Jahr alt) könnten durchaus 50 Jahre alt werden. Delfine, die in Gefangenschaft leben, erreichen in der Regel zwar kein hohes Alter, dennoch gibt es seltene Ausnahmen, wie zum Beispiel der Delfin „Moby“ im Nürnberger Delfinarium, der laut deren Betreiber über 50 Jahre alt sein soll.“
ProWal befürchtet die Nutzung eines Schlupfloches, wie das ConnyLand seinen Delfinbestand immer wieder aufstocken könnte.
Andreas Morlok: „Das ConnyLand ist im Oktober 2011 Mitglied im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Delfine geworden, welches ein Zusammenschluss von Delfinarien ist, die sich an der Zucht von Delfinen beteiligen. Dieses Zuchtprogramm sehen wir zwar insgesamt als gescheitert an, weil es in ganz Europa keine Delfine in 3. Generation gibt und damit nicht nachhaltig ist, aber es gelingen doch immer wieder einzelne Zuchterfolge. Um Inzucht zu vermeiden, werden bei diesem Programm nicht nur Delfine innerhalb dieser Zuchtgemeinschaft getauscht, es finden darüber hinaus auch künstliche Befruchtungen statt, die durchaus auch Erfolg haben können. Ein reger Austausch von Genmaterial von Delfinbullen ist gängige Praxis und selbst wenn das ConnyLand keine neuen Delfine anschaffen dürfte, so könnte der Import von Genmaterial in die Schweiz durch das EEP möglich bleiben und das letzte verbliebene Weibchen des ConnyLands würde als Zuchtmaschine missbraucht werden. Wir hoffen sehr, dass der Schweizer Gesetzgeber dieses Schlupfloch erkennt und ein Importverbot von Delfin-Genmaterial beschließt oder deren Nutzung verbietet und in seiner Gesetzgebung berücksichtigt, damit die Schweiz wirklich ein delfinfreies Land werden kann.“
Nach Angaben von ProWal soll schon in den nächsten Tagen eine Delegation des „European Association for Aquatic Mammals (EAAM)“ - http://www.eaam.org/ - aus Holland das ConnyLand inspizieren, um den Freizeitpark als Mitglied aufzunehmen. Damit wäre, laut ProWal, der Weg für das ConnyLand frei, sich am EEP für Delfine und damit am Import von weiteren Delfinen oder der Einführung von Genmaterial für die künstliche Befruchtung zu beteiligen.
Schon vor dem Bau der "Delfin-Lagune" warnten wir davor, dass der Tiergarten den immensen Kredit, den er bei der Stadt Nürnberg aufgenommen hat, nicht zurückbezahlen kann. Der Tiergarten hatte in den letzten Jahren immer ein Defizit von ca. 3 Millionen Euro, welche die Nürnberger Steuerzahler zu berappen hatten. Jetzt äußert sich ein Stadtrat, dass es evtl. einen städtischen Rettungsschirm geben könnte, falls der Zoo seinen Kredit nicht tilgen kann - Das ist skandalös! - Entgegen allen wirtschaftlichen, ethischen und tierrechtlichen Aspekten, wird auf Teufel komm raus, an der Delfinhaltung in Nürnberg festgehalten. Wir erinnern auch daran, dass sich der Tiergarten Nürnberg mit seinen Zuchterfolgen rühmt. Die Wahrheit ist, dass es in Nürnberg seit 13 Jahren keinen Zuchterfolg mehr gab!
Fall ConnyLand - ProWal wurde ein brisantes Schreiben vom ConnyLand an den Kantonsveterinär Dr. Witzig zugespielt, welches noch für heftigen Wirbel sorgen wird!
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Sehr geehrter Herr Dr. Witzig
Die Gruppe unserer verbliebenen Delphine ist in ihrer jetzigen Zusammenstzung mittel- und langfristig nicht haltbar. Der fünfjährige Angel ist wie das Jungtier Secret eine Nachzucht vom momentan einzigen Weibchens Chicky.
Angel befindet sich bereits im Teenageralter. Er beginnt bereits jetzt mit den ersten sexuellen Verhaltensmustern, und dies bei seiner eigenen Mutter. Ausserdem hat er grosse Mühe mit der gegenwürtigen Situation. Er scheint das Leitmännchen Chelmers sowie seinen Kumpel Shadow sehr zu vermissen. Er ruft ständig nach ihnen und sucht sie in der Aussenlagune. Obschon er vorher sehr zutraulich war, zeigt er sich uns gegenüber abweisend und teilweise sogar aggressiv.
Wenn die Tiere in ihrer jetzigen Zusammensetzung bei uns bleiben würden, wird Angel bald anfangen zu versuchen, sich mit seiner Mutter zu paaren. Da Chicky ein Jungtier hat, wird sie aber während den nächsten 1 - 1 1/2 Jahren kein Interesse daran haben. Das könnte zwischen den beiden zum Konflikt führen, worunter vor allem auch der halbjährige Secret zu leiden hätte.
Der Idealfall wäre, die jetzt bei uns bestehende Gruppe mit je einem erwachsenen Männchen und Weibchen zu ergänzen, damit wären die Probleme in der Entwicklung unserer Tiere gelöst.
Wir bitten Sie, unser Anliegen als Vorabklärung zu prüfen und stehen Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Fall ConnyLand - ProWal informiert 800 Betriebe im Kanton Thurgau, die auf den Tourismus setzen.
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Fall ConnyLand – zu Ihrer Information
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie wir und andere Tierschutzorganisationen bereits schon letztes Jahr angekündigt haben, sind im Moment die Vorbereitungen für einen länderübergreifenden Tourismusboykottaufruf gegenüber dem Kanton Thurgau und seinen touristischen Betrieben im vollen Gange.
Seit letztem Sommer steht der Freizeitpark ConnyLand wegen seiner umstrittenen Delfinhaltung massiv in der Kritik. Acht tote Delfine hat das ConnyLand seit 2008 zu beklagen. Wir kennen weltweit kein Delfinarium, welches eine so hohe Sterblichkeit von Tieren in so kurzer Zeit aufweist.
Wir möchten betonen, dass wir nicht gegen das ConnyLand im Allgemeinen sind. Wir lehnen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ab und fordern, dass das letzte Delfinarium in der Schweiz geschlossen wird. Die Delfine könnten schon nach kurzer Vorbereitungszeit in menschenbetreute Meerwasserbuchten nach Israel oder Florida transferiert werden.
Im Moment leben nur noch drei Delfine im ConnyLand. Eine nachhaltige Zucht konnte in den letzten Jahrzehnten nicht aufgebaut werden. Ohne weitere Delfin-Importe kann die Zucht nicht fortgesetzt werden.
Wir kennen einige ehemalige Mitarbeiter, welche wegen den Zuständen im ConnyLand ihren Arbeitsplatz gekündigt haben. Zum ersten Mal kamen brisante Details über die Haltung der Delfine an die Öffentlichkeit, die Sie auf unserer Webseite nachlesen können:
Bei unseren Demonstrationen und Aktionen im Deutsch-Schweizer-Grenzgebiet stellten wir fest, dass große Teile der Bevölkerung die Delfinhaltung im ConnyLand ablehnt. Sie würden gerne den Freizeitpark besuchen, aber erst dann, wenn es dort keine Delfine mehr gibt. Nach unserer Einschätzung haben das ConnyLand und auch die touristischen Betriebe im Kanton Thurgau mit einem zusätzlichen Kundenpotenzial zu rechnen, wenn das Delfinarium geschlossen wäre.
Heute verkündete das ConnyLand, dass die Delfin-Shows fortgesetzt werden sollen.
Für uns ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. In Deutschland wurden von neun Delfinarien bereits sechs Anlagen geschlossen. Der Zoo Münster beendet dieses Jahr seine Delfinhaltung. Auch in der Schweiz wurde bereits ein Delfinarium geschlossen und in England gar alle 30 Anlagen. Luxemburg und Kroatien haben die Haltung von Delfinen bereits ganz verboten. Der Trend in West-Europa geht eindeutig in Richtung Schließungen. Neue geplante Anlagen, wie auf der Insel Rügen, wurden nach massiven Protesten erst gar nicht verwirklicht.
Wir werden in Kürze mit einem Deutsch-Schweizer-Team in die Ukraine reisen und uns auch dort für die Schließungen von Delfinarien einsetzen. Danach soll entschieden werden, wann und in welcher Breite der Tourismusboykott gegenüber dem Kanton Thurgau ausgerufen werden soll. Bisher sind mehr als 800 Betriebe, die in der Tourismusbranche tätig sind, in der Boykottliste erfasst.
Wir hoffen, dass die Geschäftsleitung des ConnyLand bis zu unserer Rückkehr aus der Ukraine einsieht, dass die Delfinhaltung keine Zukunft mehr hat und die Schließung seines Delfinariums bekanntgibt, damit ein Tourismusboykottaufruf verhindert und kein Betrieb mit massiven Umsatzeinbußen in diesem Geschäftsjahr zu rechnen hat.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Morlok
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Projekt Walschutzaktionen (ProWal) Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft gUG (haftungsbeschränkt) – St-Nr.: 18158/02431 Amtsgericht Freiburg HR B 704171 Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok
11.01.12 - Schon am 29.11.2011 stellten wir uns diese Fragen - Delfinarium ConnyLand in der Schweiz – Was geschah wirklich nach der Techno-Party im Delfinarium im ConnyLand? Warum mussten die beiden Delfine „Shadow“ und „Chelmers“ sterben? Starben sie durch Stress, ausgelöst durch die Techno-Party? Wurden sie durch unsachgemäße Medikamentenbehandlungen oder kontaminierten chinesischen Aufputschmitteln getötet? Starben sie durch chemisch verunreinigtes Wasser? Warum dauern die Obduktionen so lange und warum werden keine Ergebnisse dazu veröffentlicht? Soll hier etwas vertuscht werden? Absurde Unterstellungen, wie militante Tierschützer könnten die Delfine vergiftet haben, machten die Runde. Viele Fragen sind offen. Bis heute äußert sich der Betreiber und die hinzugezogene Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen nicht, woran die Delfine wirklich gestorben sind. In vier Wochen wisse man mehr, hieß es damals. Das war vor zwei Monaten! Liegen die Obduktionsberichte wirklich noch nicht vor? Sicher ist: seit 2008 starben im ConnyLand acht Delfine! Wir fordern die Schließung des letzten Delfinariums in der Schweiz und werden uns weiterhin dafür einsetzen.
10.01.12 - Der Fall Conny-Land ist weiterhin ungeklärt und der Tod der beiden Delfine sorgt weltweit für Empörung. Aus Schweden kommt eine Petition mit über 100 000 Unterschriften. -http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/18547836
Ende Januar 2012 - ProWal-Aktion zur Schließung von 14 Delfinarien in der Ukraine - Delfinarien Ukraine