Schutzprojekte für bedrohte Arten, wie bei Wisent, Urpferde und Antilopen sind notwendige Projekte. Jedoch sind sie keine Rechtfertigung für die Notwendigkeit einer Delfinhaltung.
Das Argument der wissenschaftlichen Ergebnisse, welche die Zoos hervorbringen, ist kaum haltbar. Fast alle der wenigen "Forschungsarbeiten", welche in der 40-jährigen Geschichte der Delfinhaltung in Deutschland entstanden, sind wissenschaftlich kaum haltbar und erst recht nicht anerkannt. Zudem sind sie auf freilebende Tiere nicht übertragbar und damit wertlos.
Direkte Projekte des Delfinariums Nürnberg, die der Arterhaltung dienen, gibt es keine. Sie wildern die Tiere ja schließlich nicht aus. Durch die erfolglose Zucht benötigen sie weitere Importe. Woher die max. 14 Tiere für die Lagune kommen sollen, darüber schweigt sich der Tiergarten aus. Zwei der Delfine sind aus Soltau und angeblich auch nur vorrübergehend in Nürnberg. Der Nachwuchs der Delfinweibchen, die momentan in Holland untergebracht ist, funktioniert selbst auch dort nicht (Totgeburt vor ein paar Wochen). Gäbe es die Tiere aus den Schließungen anderer Delfinarien nicht, wie z.B. Soltau, dann müsste der Tiergarten noch viel mehr Tiere, womöglich auch Wildfänge, importieren.
Die jahrzehntelangen Steigerungen von Besucherzahlen sollte der TG einmal belegen. Der millionste Besucher wird immer später im Jahr vermeldet. Kein Wunder, denn die Aufklärungsarbeiten in Sachen Delfinarien zeigen Wirkung und auch, dass der TG erneut die Eintrittspreise erhöht hat. 60% der Besucher gehen nicht ins Delfinarium. Durch das Kombiticket sollen nächstes Jahr die separaten Eintrittspreise wegfallen. Alle Besucher sollen für die Mitfinanzierung der Lagune mit bezahlen, was sicherlich einen noch größeren Besucherschwund zur Folge haben wird.
Seit Jahren erwirtschaftet der TG keine Gewinne (jährlicher Verlust ca. € 3 Mio.). Selbst im Flockejahr 2008 gab es ein dickes Minus. Wie der TG den von der Stadt erhaltenen Kredit in den nächsten 20 Jahren zurückbezahlen soll, steht in den Sternen. Die angenommenen Besucherzahlen werden sicherlich nur anfangs erreicht werden.
Das Projekt „Lagune“ ist schon vor dem Bau zum Scheitern verurteilt gewesen. Ein Millionengrab sinnlos vergeudeter Millionenbeträge, für die letzten endlich der Steuerzahler aufkommen muss. Tierquälerei hat keinen Platz mehr in einer aufgeklärten Gesellschaft, die mit einem Boykott solcher Anlagen dazu beitragen werden, dass die letzen 3 der ehemals 9 Delfinarien in Deutschland schließen werden.
28.04.2010 – Delfinarium Nürnberg - Protestschreiben an die Verantwortlichen in Nürnberg - siehe auf der Seite von MENSCHEN FÜR TIER§RECHTE NÜRNBERG E.V.
Stellungnahme von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW vom 20.04.2010 - Schreiben an das WDSF:
Sehr geehrter Herr Ortmüller,
in unserem Wahlprogramm heißt es unter der Überschrift "Ökologisches NRW - Schutz für Mensch und Umwelt" unter Punkt 2 "Tiere brauchen Rechte" auf Seite 93:
"Wir setzen uns dafür ein, dass die Haltung, das Mitführen und die Verwendung von Wildtieren in Zirkusbetrieben sowie die Dressur von Wildtieren in Zoos, Zirkussen, Tiershows u. Ä. ebenso beendet werden wie die Tierhaltung zur Pelzgewinnung. Wir fordern die Veröffentlichung der Tierbestandsbücher sowie mehr Transparenz und Überwachung von Zoos, Zirkusbetrieben und Tierparks. Wir setzen uns für eine Verschärfung der Richtlinien für die Zootierhaltung und für konkrete Haltungsvorschriften für Wildtiere ein."
Dies bedeutet in Bezug auf die Delfinarien, dass wir die Dressur beenden, eine stärkere Überwachung einführen und die Haltungsformen verschärfen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen wollen. Unter diesen Voraussetzungen und in diesem Zusammenhang wird dann zu prüfen sein, inwieweit die Haltung von Delfinen in Zoos beendet werden kann.
In Bezug auf Durchführung, Zeitpunkt und Art und Weise im Hinblick auf die Delfinarien in NRW hat der letzte Landesparteitag einen Auftrag erteilt, dies im Rahmen von ExpertInnengesprächen und Gesprächen mit Beteiligten in einen Lösungsvorschlag einfließen zu lassen, der im Frühjahr 2011 diskutiert und beschlossen werden soll.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Remmel
Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Nordrhein-Westfalen
Im Bundestag notiert: Die Haltung von Walen und Delfinen in der EU
Umwelt/Kleine Anfrage Berlin: (hib/AS/JOH) Die Haltung von Walen und Delfinen in der EU steht im Mittelpunkt einer Kleinen Anfrage (17/1259 <http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/012/1701259.pdf>) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Konkret fragt die Fraktion danach, für wie viele dieser Tiere Ausnahmegenehmigungen für den Import in die Europäische Union erteilt wurden und für welche Zwecke diese Tiere in die EU beziehungsweise nach Deutschland eingeführt wurden. Außerdem erkundigen sich die Grünen danach, wie viele Tiere derzeit insgesamt in Gefangenschaft gehalten werden und in welchen Einrichtungen dies erfolgt. Hinsichtlich der Rechtsvorschriften möchten die Abgeordneten wissen, ob bereits mit der generellen Überarbeitung des Gutachtens über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren begonnen wurde und wann mit dem Abschluss der Überarbeitung gerechnet werden kann.
Stellungnahme DIE LINKE zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
wir freuen uns über die Oscar-Verleihung an den Film "Die Bucht", wodurch die Diskussion um den Schutz der Delfine wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.
Wale und Delfine sind hoch entwickelte, intelligente Lebewesen, die in komplexen sozialen Gefügen leben.
Die Delfine die es noch gibt, leben in Gruppen von 20 bis 100 Tieren zusammen. Sie legen zum Teil hunderte von Kilometern am Tag zurück und ernähren sich von Fischen, die sie jagen. Delphine sind zudem sehr verspielt. In Deutschland werden Kleinwale, überwiegend also Delfine, in Gefangenschaft gehalten oder zur Schau gestellt. Ihr Leben sieht deutlich anders aus: Zumeist in unstrukturierten, zu flachen und zu kleinen Betonbecken müssen sie Zuschauer mit ihren Kunststückchen begeistern. Als Belohnung gibt es toten Fisch. Allein oder in Kleinstgruppen ziehe sie ansonsten stupide im Kreis. Mit artgerechter Haltung hat dies alles überhaupt nichts zu tun. Eine Haltung dieser Tiere kann außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes weder tier- noch artgerecht durchgeführt werden.
Eines der häufigsten Argumente für eine Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist ihr vermeidlicher Nutzen in der so genannten Delfintherapie. Ein Nutzen, der bis heute durch nichts wissenschaftlich belegt, dafür aber widerlegt werden konnte.
DIE LINKE macht sich stark für den Erhalt dieser Tiere in Freiheit und verurteilt deren Missbrauch als Belustigungsobjekt oder angebliches Therapiewunder.
DIE LINKE fordert neben dem Haltungsverbot von Delfinen in Gefangenschaft auch ein Verbot, wild lebende Delfine zu fangen. Die Entnahme von Delfinen aus der Natur stellt inzwischen eine ernst zu nehmende Gefahr für bestimmte Delfinpopulationen und einen nicht unwesentlichen Eingriff in die soziale Gemeinschaft der Tiere dar. Delfine aus kommerziellen oder angeblich therapeutischen Zwecken in Gefangenschaft zu halten, lehnt DIE LINKE als Tierquälerei ab.
In Münster überlegt, wie Sie sicherlich wissen, inzwischen schon der Zoodirektor Adler öffentlich das Delphinarium zu schließen. Eine Überlegung, die, wie wir finden, in die richtige Richtung geht. Allerdings ist in diesem Fall der Münsteraner Zoo - und insbesondere die privatrechtliche Betreibergesellschaft des Delphinariums - verpflichtet, die bestmögliche Versorgung für die Münsteraner Delfine zu leisten. Die Betreibergesellschaft hat über Jahre Gewinne erzielt, so dass die Kostenfragen keine Rolle spielen kann, wenn es um das Wohl der Tiere nach der Schließung des Delphinariums Münster geht.
Leider wird in Duisburg (noch) nicht über eine Schließung des Delphinariums diskutiert. Wir würden es daher begrüßen, wenn der Landtag einen Beschluss über ein Verbot der Walhaltung in NRW fassen würde. Sollten wir in Fraktionsstärke in den Landtag einziehen, werden wir jedenfalls in der kommenden Legislaturperiode eine entsprechende Gesetzesinitiative starten.
Die Diskussion, was mit den Tieren nach Schließung der Delphinarium in Münster und hoffentlich auch in Duisburg, muss geführt werden und hier muss auch das Expertenwissen von Tierschützern mit einbezogen werden.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – und hier besonders der Landesverband Nordrhein-Westfalen unterstützt ausdrücklich Ihre (Anm.: ProWal) und die WDSF – Forderung nach sofortiger Schließung der Delfinarien in Münster und Duisburg. Die Haltung von Delfinen in kleinen Becken ist eine Tierquälerei und nur das Leben im Meer ist für diese intelligenten Säugetiere wirklich artgerecht. Tiere, die in Freiheit bis zu 300 Metern tief tauchen und bis zu 55 km pro Stunde schnell schwimmen, können nicht artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden. Die Argumente des Duisburger Zoos dagegen sind kommerziell ausgerichtet und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die angeblich aus der Beobachtung der Tiere gezogen werden sind nur vorgeschoben.
Unsere derzeitige Landesregierung unternimmt in dieser Hinsicht leider überhaupt nichts. Dieses Anliegen eignet sich ja auch nicht für den Wahlkampf.
Bitte kämpfen Sie weiter für die Rechte dieser Tiere, denn sie haben sonst keine Lobby und wir als Tierschutzpartei setzen uns für alle ein, die keine Lobby haben.
Tragische Todesfälle von Waltrainern, verendete Tiere in zu kleinen Becken - Viele Tierschützer bemängeln die Zustände in Delfinarien. Gehen Sie noch - obwohl Sie vom Leid der Tiere wissen - in Delfin- und Walshows?
92,76% - Nein. Solche Einrichtungen mit meinem Eintrittsgeld zu unterstützen, kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
3,27% - Ja. Was Tierschützer erzählen, ist Quatsch. Man kann Meeressäuger artgerecht halten. Die Tiere sind glücklich, und ich habe kein Problem solche Shows zu besuchen.
3,27% - Ich weiß zwar vom Leid der Tiere, dennoch sind Delfinarien für mich die einzige Möglichkeit lebendige Delfine zu sehen. Also gehe ich (mit meinen Kindern) in solche Shows.
0,70% - Wale und Delfine sind mir - ehrlich gesagt - total egal.
08.03.10 - Offener Brief an die Verantwortlichen der Stadt Duisburg
Bootsrennen mit Kindern im Duisburger Zoo-Delfinarium – Gefährdung für Kind und Delfine
Im SeaWorld in den USA gab es vor wenigen Tagen einen weiteren Todesfall einer Delfintrainerin, nach dem Unglück im Dezember im LoroPark auf Teneriffa, bei dem ein Delfintrainer getötet wurde. Der in Gefangenschaft lebende Orca, welcher zur Spezies der Delfine zählt, tötete in Florida zum dritten Mal einen Menschen. Angriffe auf Menschen sind von diesen Tieren in freier Wildbahn nicht dokumentiert.
Es ist hingegen längst bekannt, dass diese Tiere in Gefangenschaft durch das lethargische Leben in den tristen Betonbecken äußerst aggressiv werden können. Auch Übergriffe von Großen Tümmlern auf Menschen in Delfinarien sind bekannt und selbst ein Nürnberger Delfintrainer äußerte sich in einem Zeitungsinterview, dass die Delfine ihn schon ein paar Mal mehrere Meter hoch aus dem Wasser katapultiert hätten - wohlgemerkt einen erwachsenen Menschen. Oftmals wird ignoriert, dass Delfine Wildtiere sind und ihnen kein artgerechter Lebensraum geboten werden kann. Mit solchen temporär aggressiven Reaktionen muss gerechnet werden – auch in Duisburg!
In der jeweils 30minütigen Vorführung im RWE-Delfinarium in Duisburg treten ausgewählte Kinder jeweils mit den Delfinen in Kontakt. Die Kinder werden ohne eine Begleit- und Schutzperson in einem winzigen Boot von einem Delfin mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezogen. Außerdem darf das betreffende Kind den Delfin zur Belohnung füttern – wenigstens hier im Beisein eines Tierpflegers.
Wir betrachten dies als grob fahrlässig und gefährlich und möchten Sie bitten, alles dafür zu tun, dass dies in Zukunft nicht mehr stattfindet. Sie sind politisch mitverantwortlich, was in dem kommunalen Delfinarium in Ihrer Stadt geschieht und Sie haben die Möglichkeit, dass dieses Show-Element unverzüglich und ersatzlos gestrichen wird, weil Verletzungen oder gar Todesfälle nicht auszuschließen sind.
Schützen Sie die Kinder und beenden Sie auch endlich die Delfinhaltung in Ihrer Stadt. Lassen Sie das defizitäre Delfinarium auslaufen und schließen Sie es mittelfristig. Stellen Sie die Zucht ein und nehmen Sie keine weiteren Tiere mehr auf. Duisburg ist mit der größte Massenfriedhof für Delfine und Wale in Deutschland. Handeln Sie endlich ethisch vertretbar und unterstützen Sie keine weitere Ausplünderung der Meere in Zukunft. Die Delfinhaltung ist zeitlich überholt und trägt nicht zum Schutz der Arten bei, da diese Tiere nicht mehr ausgewildert werden.
Herr Winkler, der Direktor des Zoos, ist in seinen öffentlichen Aussagen sehr widersprüchlich und verkauft die Öffentlichkeit für dumm: „Wir halten die Tiere nicht in Gefangenschaft, sondern in Menschenobhut.“
Weiter äußert er sich, „Wir sind froh, dass es in Deutschland keine kommerziellen Delfinshows mehr gibt.“ Nichts anderes findet aber im Duisburger Delfinarium statt! Der Bildungsauftrag ist vorgeschoben, denn während der 30minütigen Vorführung beläuft sich der verbale Vortrag über das Verhalten von Delfinen auf gerade mal 3 Minuten. Der Tierpfleger Roland Edler äußerte sich dazu, dass „die Leute das nicht hören wollen“. Ein Skandal!
Ohne wildgefangene Delfine käme kein Delfinarium und auch kein Zuchtprogramm aus, weil die Zucht insgesamt in Europa nicht nachhaltig ist. Deshalb ist die Äußerung von Herrn Winkler gerade zu grotesk, wenn er öffentlich fordert: „Gejagt wird nicht nur in Japan, sondern überall auf der Welt - und das muss gestoppt werden. Die internationale Walfangkommission muss endlich ein Jagdverbot für kleine Wale und Delfine verhängen.“
Gehen Sie einmal in sich und fragen Sie sich, warum die Stadt Duisburg die Offenlegung der Zuchtdaten scheut. Sie können versichert sein, kämen die gesamten Todes- und Krankheitsdaten und Antibiotika-Behandlungen an die Öffentlichkeit, nicht nur das Delfinarium, sondern auch der Zoo und das Image Ihrer gesamten Stadt hätte ein gewaltiges Imageproblem.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Morlok
Geschäftsführer ProWal
Offener Brief: in Kopie an alle Verantwortlichen der Stadt Duisburg und örtlichen Medien
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Projekt Walschutzaktionen (ProWal) Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft gUG (haftungsbeschränkt) – St-Nr.: 18158/02431 Amtsgericht Freiburg HR B 704171 Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok
Bündnis90/Die Grünen - Kreisverband Rhein-Berg - Bergisch Gladbach - Veranstaltung und Filmvorführung des mehrfach ausgezeichneten und für den Oscar nominierten Filmes "Die Bucht"
Zu den rund 140 geladenen Gästen zählten neben Jürgen Ortmüller vom "Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“, Andreas Morlok vom „Projekt Walschutzaktionen (ProWal)“ und dem Biologen Norbert Kochhan auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, der Linken und Vertreter der Tierschutzpartei sowie Bärbel Höhn, stellv. Fraktionsvorsitzende der Grünen.
Organisation und Moderation: Sarah Bähner (Bündnis90/Die Grünen)
Nach der Filmvorführung war jedem klar, dass der japanische Massengenozid an etwa 20 000 Delfinen im Jahr, einen direkten Zusammenhang mit der weltweiten Delfinarien-Industrie hat. Beim bestürztem Publikum gab es eine Menge Fragen, welche u.a. Jürgen Ortmüller vom WDSF beantwortete.
In einer Live-Schaltung per Telefon beantwortete auch Richard O`Barry, Ex-TV-Trainer von "Flipper", Delfinschutzaktivist und Hauptakteur des Films die Fragen des Publikums.
(Richard O`Barry unterstützt schon seit Jahren das Engagement des WDSF und ProWal zur Schließung der Delfinarien in Deutschland)
Auf die Frage, was man denn selbst hier in Deutschland unternehmen könne, um dazu beizutragen, dass dieser Massenmord an Delfinen in Japan beendet wird, anwortete Richard O`Barry mit einer ganz klaren Aussage:
"Kaufen Sie keine Eintrittskarten für Delfinarien!"
Richard O`Barry bat auch die Bevölkerung in Süddeutschland darum, keine Eintrittskarten mehr für das Delfinarium im Connyland in der Schweiz zu kaufen.
Anmerkung Andreas Morlok: Das letzte Delfinarium der Schweiz (das in Rapperswil wurde durch Tierschutzproteste geschlossen) befindet sich in Grenznähe zu Deutschland in Lipperswil. Von dort aus wurden auch schon wildgefangene Delfine nach Deutschland (Tiergarten Nürnberg) verbracht. Siehe Auklärungskampagne:Barfußmarsch nach Nürnberg.
Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok sind sich sicher: Gäbe es weltweit keine Delfinarien mehr, der jährliche Massengenozid an zigtausenden Delfinen wäre in Japan vorbei. Nur durch den Kauf von Delfinen durch die weltweite Delfinarien-Industrie, welche bis zu 150 000 US-Dollar pro Tier bezahlt, ist diese Jagd überhaupt noch lukrativ. Der Verkauf eines toten Delfins bringt den japanischen Fischern gerade einmal einen Erlös von ca. 600 US-Dollar ein. Das bei der japanischen Bevölkerung unbeliebte Delfinfleisch findet auch nur einen gewissen Absatz, weil es auf betrügerische Weise als Walfleisch aus der Antarktis umdeklariert wird. Das Delfinfleisch ist mit Umweltgiften, u.a. mit Quecksilber, hochgradig kontaminiert und übersteigt die japanischen Grenzwerte um das bis zu 5000-fache.
Auch Bärbel Höhn (stellvertretende Franktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen) fordert die Delfinarien in Deutschland auslaufen zu lassen und zu verbieten.
Nur die Bundes-Parteien Die Linke und Bündnis90/Die Grünen sprechen sich für die Beendigung der Delfinhaltung in Deutschland aus. Die SPD, CDU/CSU und die FDP sperren sich...noch, denn über eine Million organisierte Tierschützer, welche sich gegen diese Tierquälerei aussprechen, sind schließlich auch Wähler! Wir werden alle Parteien vor der Landtagswahl in NRW im Mai noch einmal zu einer klaren Stellungnahme auffordern und sie bitten, sich für die Schließung der Delfinarien in Duisburg und Münster auszusprechen und einzusetzen.
Großes Interesse nach Informationsmaterial bei den Gästen...
... und viele Fragen durch Medienvertreter. Auch Radio58 aus Hagen engagiert sich durch eine sachliche und kompetente Berichterstattung.
Interview mit Monika Thau - Vorsitzende des Tierschutzpartei Landesverbandes NRW
...im Gespräch mit Norbert Kochhan - Biologe/Dipl.-Pädagoge
Interview mit Regina Kowalzick - Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ und SCHÜLER FÜR TIERE
Anschlußbericht von Regina Kowalzick:
Auf Einladung der Tierschutzexpertin von Bündnis 90/Die Grünen, Sarah Bähner, wurde am vergangenen Samstag der Oscar-nominierte Film „Die Bucht“ über die grausame Delfintreibjagd in Japan im neueröffneten Amphitheater-Kino in Bergisch-Gladbach gezeigt. Zu den rund 140 geladenen Gästen zählten neben Jürgen Ortmüller vom „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“, Andreas Morlok vom „Projekt Walschutzaktionen (ProWal)“ und dem Biologen Norbert Kochhan auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, der Linken und Vertreter der Tierschutzpartei sowie Bärbel Höhn, stellv. Fraktionsvorsitzende der Grünen.
Weitere Informationen in der Presseerklärung am Ende der Mail
----------------------------------------------------------------------- Liebe Freunde der Tiere,
Da ich bei dieser sehr gelungenen Veranstaltung anwesend war, kurz meine Eindrücke dazu. Der Film „Die Bucht“ war wirklich sehr beeindruckend und er ist ein unbedingtes „MUSS“ für alle Menschen. Hier einige wesentlichen Botschaften dieser hervorragenden Dokumentation:
-Tiere sollten mit Respekt behandelt und nicht ausgebeutet werden! -Wenn wir etwas mit Leidenschaft angehen, dann können wir etwas bewegen! -Wir müssen alle fordern: Hört auf damit!
-WIR BRAUCHEN EINE NEUE GENERATION!!!!!!
All diese Aussagen sprechen genau das an, was wir, Initiative SCHULE UND TIERSCHUTZ und SCHÜLER FÜR TIERE schon immer eindringlich vermitteln.
In der nachfolgenden Diskussion wurde genau dieser Punkt - Wir brauchen eine neue Generation - sehr oft angesprochen. Auch Bärbel Höhn sprach davon, dass solche Inhalte in die Schulen getragen werden müssen, wenn es eine Veränderung geben soll. Ein Anwesender forderte, dass es in den Schulen doch endlich Tierschutzunterricht geben müsse und einer der Veranstalter sprach davon, diesen Film, den es ab 11.März zu kaufen gibt, in den Schulen zu zeigen. In dem Zusammenhang einen herzlichen Dank an die Vorsitzende der Tierschutzpartei in NRW, Monika Thau, die für SCHÜLER FÜR TIERE spontan den Film „Die Bucht“ bestellte.
Ich bin sicher, jeder Schüler, der diesen Film gesehen hat, wird nicht nur kein Delfinarium mehr betreten, sondern auch den Inhalt an andere weitergeben.
Es wird sicherlich die Zeit kommen, in der es selbstverständlich sein wird, solche Inhalte in den Schulen zu vermitteln- denn:
Der achtungsvolle Umgang der heutigen und nachfolgenden Generation miteinander und mit ihrer Mitwelt ist eine wichtige Voraussetzung zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Gesellschaft und dieser Erde!
Regina Kowalzick, Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok stellen das Delfinarium von Playmobil an den Pranger.
Dazu zwei kritische Bewertungen:
PLAYMOBIL-Delfinarium - Bewertungen aus pädagogischer Sicht
Das PLAYMOBILSpielgerät
„Delfinarium mit Zuschauertribüne, Kassenbereich, Grotte mit Sichtfenster sowie drehbarem Kran mit Ball und Transportmatte für die Delfine“ (Art.4468) ist ebenso wie die realen Delfinarien, die diesem als Vorbild dienten – völlig ungeeignet, Kindern ein realitätsbezogenes Bild von Delphinen zu vermitteln. Es vermittelt, ganz im Gegenteil, ein heillos verzerrtes und falsches Bild dieser teilweise vom Aussterben bedrohten Meeressäuger, insofern es dem Kind deren Gefangenhaltung in einem winzigen Betonbecken auf spielerische Weise als gerechtfertigt erscheinen lässt. Es suggeriert sich dem Kind, Delfine seien zu nichts anderem da, als mit irgendwelchen Dressurakten dem Vergnügen der Menschen zu dienen.
Das Leid der Delfine, die in einem Delfinarium zu leben genötigt sind, wird in dem Spielgerät nicht aktualisiert. Das PLAYMOBIL-Delfinarium ist insofern aus pädagogischer wie auch tierethischer Sicht abzulehnen.
Der Dipl.-Pädagoge und Biologe Norbert Kochhan aus Leverkusen, der als Logopäde arbeitet und sich selbst intensiv im Wal- und Delfinschutz engagiert, stuft das Delfinarium der Marke Playmobil pädagogisch als äußerst bedenklich ein: „Einige Eltern meiner vorwiegend kleinen Patienten sind entsetzt, dass ein Delfinarium als verniedlichendes Spielzeug auf den Markt gebracht wurde. Für eine pädagogische Arbeit und als Spielzeug ist dieses Produkt aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, da es die Realität verharmlost und somit die Kinder in ihrer Auffassung von Tieren und deren Haltung in eine falsche Bahn führt“, so der diplomierte Pädagoge.
Bärbel Höhn wird sich weiterhin für einen fraktionsübergreifenden Antrag zum Verbot von Delfinarien in Deutschland engagieren. Auch sind persönliche Gespräche mit den Zoodirektoren in Münster und Duisburg geplant.
Infos dazu auch bei unserer Forderung für ein ausnahmsloses Importverbot für Meeressäugetiere nach Deutschland unter: Importverbot Delfine
Jürgen Ortmüller vereinbarte im persönlichen Gespräch mit dem anwesenden NRW-Landtagsabgeordneten Rainer Deppe (CDU) noch vor den Landtagswahlen im Mai eine Kooperation zur Abklärung der Möglichkeiten für eine Schließung der beiden Delfinarien in Duisburg und Münster.
Andreas Morlok - Bärbel Höhn - Jürgen Ortmüller:
"Hand in Hand - gemeinsam werden wir die Delfinarien in Deutschland schließen!"