Nachfolgend veröffentlichen wir anlässlich der Landtagswahl am 09. Mai 2010 Stellungnahmen der NRW-Parteien und von Politikern zum Thema der Delfinarien.
Die NRW-Parteien wurden vom WDSF um Stellungnahme zum Fortbestand der beiden Delfinarien in Duisburg und in Münster gebeten. Eine weitere Anfrage vom 13.04.2010 erfolgte direkt an die tierschutzpolitischen Sprecher der Parteien. Soweit NRW-Parteien zu diesem Schreiben keine Stellung beziehen, werden wir auch darüber berichten (z.Zt. CDU und FDP).
Das WDSF und ProWal werden hier eine Wahlempfehlung für die NRW-Wahl aussprechen:
Weitere Aussagen der NRW-Parteien:
Zum Thema Tierschutz hat auch die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" die NRW-Parteien befragt:
Anmerkung WDSF: Die CDU und FDP in NRW haben sich mit ihren Aussagen für die kategorische Beibehaltung der Delfinarien in Duisburg und Münster für die NRW-Landtagswahl am 09. Mai 2010 disqualifiziert.
Uneingeschränkt gegen Delfinarien stimmen: Die Linke, ödp und Mensch-Umwelt-Tierschutz (Die Tierschutzpartei).
Die Grünen in NRW haben das Thema der Schließung der Delfinarien ein Jahr "auf Eis" gelegt, um sich intensiv damit zu befassen und eine Schließung zu prüfen. Die Bundestagsfraktion der Grünen spricht sich bereits seit Jahren gegen Delfinarien aus - siehe gefordertes Importverbot.Wir hoffen, dass die Grünen in NRW, ggf. zusammen mit Landtagsfraktionen anderer Parteien, die treibende Kraft werden, dass die Delfinarien in NRW geschlossen werden.
Svenja Schulze (SPD-Fraktion) sagte dem WDSF-Geschäftsführer zwar Gesprächsbereitschaft zum Thema Delfinarien zu, gleichwohl käme eine sofortige Schließung der Delfinarien für sie nicht in Frage, da diese den Anforderungen einer seriösen Delfinhaltung gerecht würden (s.u.).
Stellungnahme von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENNRW vom 20.04.2010 - Schreiben an das WDSF:
Sehr geehrter Herr Ortmüller,
in unserem Wahlprogramm heißt es unter der Überschrift "Ökologisches NRW - Schutz für Mensch und Umwelt" unter Punkt 2 "Tiere brauchen Rechte" auf Seite 93:
"Wir setzen uns dafür ein, dass die Haltung, das Mitführen und die Verwendung von Wildtieren in Zirkusbetrieben sowie die Dressur von Wildtieren in Zoos, Zirkussen, Tiershows u. Ä. ebenso beendet werden wie die Tierhaltung zur Pelzgewinnung. Wir fordern die Veröffentlichung der Tierbestandsbücher sowie mehr Transparenz und Überwachung von Zoos, Zirkusbetrieben und Tierparks. Wir setzen uns für eine Verschärfung der Richtlinien für die Zootierhaltung und für konkrete Haltungsvorschriften für Wildtiere ein."
Dies bedeutet in Bezug auf die Delfinarien, dass wir die Dressur beenden, eine stärkere Überwachung einführen und die Haltungsformen verschärfen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen wollen. Unter diesen Voraussetzungen und in diesem Zusammenhang wird dann zu prüfen sein, inwieweit die Haltung von Delfinen in Zoos beendet werden kann.
In Bezug auf Durchführung, Zeitpunkt und Art und Weise im Hinblick auf die Delfinarien in NRW hat der letzte Landesparteitag einen Auftrag erteilt, dies im Rahmen von ExpertInnengesprächen und Gesprächen mit Beteiligten in einen Lösungsvorschlag einfließen zu lassen, der im Frühjahr 2011 diskutiert und beschlossen werden soll.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Remmel
Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Nordrhein-Westfalen
Im Bundestag notiert: Die Haltung von Walen und Delfinen in der EU
Umwelt/Kleine Anfrage Berlin: (hib/AS/JOH) Die Haltung von Walen und Delfinen in der EU steht im Mittelpunkt einer Kleinen Anfrage (17/1259 <http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/012/1701259.pdf>) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Konkret fragt die Fraktion danach, für wie viele dieser Tiere Ausnahmegenehmigungen für den Import in die Europäische Union erteilt wurden und für welche Zwecke diese Tiere in die EU beziehungsweise nach Deutschland eingeführt wurden. Außerdem erkundigen sich die Grünen danach, wie viele Tiere derzeit insgesamt in Gefangenschaft gehalten werden und in welchen Einrichtungen dies erfolgt. Hinsichtlich der Rechtsvorschriften möchten die Abgeordneten wissen, ob bereits mit der generellen Überarbeitung des Gutachtens über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren begonnen wurde und wann mit dem Abschluss der Überarbeitung gerechnet werden kann.
April 2010
Stellungnahme DIE LINKE zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
Wir freuen uns über die Oscar-Verleihung an den Film "Die Bucht", wodurch die Diskussion um den Schutz der Delfine wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.
Wale und Delfine sind hoch entwickelte, intelligente Lebewesen, die in komplexen sozialen Gefügen leben.
Die Delfine die es noch gibt, leben in Gruppen von 20 bis 100 Tieren zusammen. Sie legen zum Teil hunderte von Kilometern am Tag zurück und ernähren sich von Fischen, die sie jagen. Delphine sind zudem sehr verspielt. In Deutschland werden Kleinwale, überwiegend also Delfine, in Gefangenschaft gehalten oder zur Schau gestellt. Ihr Leben sieht deutlich anders aus: Zumeist in unstrukturierten, zu flachen und zu kleinen Betonbecken müssen sie Zuschauer mit ihren Kunststückchen begeistern. Als Belohnung gibt es toten Fisch. Allein oder in Kleinstgruppen ziehe sie ansonsten stupide im Kreis. Mit artgerechter Haltung hat dies alles überhaupt nichts zu tun. Eine Haltung dieser Tiere kann außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes weder tier- noch artgerecht durchgeführt werden.
Eines der häufigsten Argumente für eine Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ist ihr vermeidlicher Nutzen in der so genannten Delfintherapie. Ein Nutzen, der bis heute durch nichts wissenschaftlich belegt, dafür aber widerlegt werden konnte.
DIE LINKE macht sich stark für den Erhalt dieser Tiere in Freiheit und verurteilt deren Missbrauch als Belustigungsobjekt oder angebliches Therapiewunder.
DIE LINKE fordert neben dem Haltungsverbot von Delfinen in Gefangenschaft auch ein Verbot, wild lebende Delfine zu fangen. Die Entnahme von Delfinen aus der Natur stellt inzwischen eine ernst zu nehmende Gefahr für bestimmte Delfinpopulationen und einen nicht unwesentlichen Eingriff in die soziale Gemeinschaft der Tiere dar. Delfine aus kommerziellen oder angeblich therapeutischen Zwecken in Gefangenschaft zu halten, lehnt DIE LINKE als Tierquälerei ab.
In Münster überlegt, wie Sie sicherlich wissen, inzwischen schon der Zoodirektor Adler öffentlich das Delphinarium zu schließen. Eine Überlegung, die, wie wir finden, in die richtige Richtung geht. Allerdings ist in diesem Fall der Münsteraner Zoo - und insbesondere die privatrechtliche Betreibergesellschaft des Delphinariums - verpflichtet, die bestmögliche Versorgung für die Münsteraner Delfine zu leisten. Die Betreibergesellschaft hat über Jahre Gewinne erzielt, so dass die Kostenfragen keine Rolle spielen kann, wenn es um das Wohl der Tiere nach der Schließung des Delphinariums Münster geht.
Leider wird in Duisburg (noch) nicht über eine Schließung des Delphinariums diskutiert. Wir würden es daher begrüßen, wenn der Landtag einen Beschluss über ein Verbot der Walhaltung in NRW fassen würde. Sollten wir in Fraktionsstärke in den Landtag einziehen, werden wir jedenfalls in der kommenden Legislaturperiode eine entsprechende Gesetzesinitiative starten.
Die Diskussion, was mit den Tieren nach Schließung der Delphinarium in Münster und hoffentlich auch in Duisburg, muss geführt werden und hier muss auch das Expertenwissen von Tierschützern mit einbezogen werden.
07.04.10 - Haltung von Delfinen und anderen Walartigen in zoologischen Einrichtungen: Blamable Antwort des Landwirtschaftsministers Rudolf Köberle (CDU/BW)
Anmerkung Andreas Morlok:Eine solche Antwort ist nicht nur blamabel, sondern auch weltfremd. Die gleiche Antwort käme wohl auch, wenn es um das Schmelzen von Gletschern oder der Verschmutzung der Meere gehen würde. Baden-Württemberg hatte in der Vergangenheit mit seinem Delfinarium in dem Vergnügungspark Rust schon genug Erfahrung mit Delfinen in Gefangenschaft gesammelt, auf die man hätte zurückgreifen können.
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Stellungnahme vom 16. März 2010:
Mensch Umwelt Tierschutz
-Die Tierschutzpartei-
Landesverband Nordrhein-Westfalen
Zu: Delfinarien in Münster und Duisburg
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – und hier besonders der Landesverband Nordrhein-Westfalen unterstützt ausdrücklich Ihre (Anm.: ProWal) und die WDSF – Forderung nach sofortiger Schließung der Delfinarien in Münster und Duisburg. Die Haltung von Delfinen in kleinen Becken ist eine Tierquälerei und nur das Leben im Meer ist für diese intelligenten Säugetiere wirklich artgerecht. Tiere, die in Freiheit bis zu 300 Metern tief tauchen und bis zu 55 km pro Stunde schnell schwimmen, können nicht artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden. Die Argumente des Duisburger Zoos dagegen sind kommerziell ausgerichtet und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die angeblich aus der Beobachtung der Tiere gezogen werden sind nur vorgeschoben.
Unsere derzeitige Landesregierung unternimmt in dieser Hinsicht leider überhaupt nichts. Dieses Anliegen eignet sich ja auch nicht für den Wahlkampf.
Bitte kämpfen Sie weiter für die Rechte dieser Tiere, denn sie haben sonst keine Lobby und wir als Tierschutzpartei setzen uns für alle ein, die keine Lobby haben.
In tierschützerischer Verbundenheit verbleibe ich
Monika Thau
Mensch Umwelt Tierschutz
-Die Tierschutzpartei-
Landesverband Nordrhein-Westfalen
08.03.10 - Offener Brief an die Verantwortlichen der Stadt Duisburg
Bootsrennen mit Kindern im Duisburger Zoo-Delfinarium – Gefährdung für Kind und Delfine
Im SeaWorld in den USA gab es vor wenigen Tagen einen weiteren Todesfall einer Delfintrainerin, nach dem Unglück im Dezember im LoroPark auf Teneriffa, bei dem ein Delfintrainer getötet wurde. Der in Gefangenschaft lebende Orca, welcher zur Spezies der Delfine zählt, tötete in Florida zum dritten Mal einen Menschen. Angriffe auf Menschen sind von diesen Tieren in freier Wildbahn nicht dokumentiert.
Es ist hingegen längst bekannt, dass diese Tiere in Gefangenschaft durch das lethargische Leben in den tristen Betonbecken äußerst aggressiv werden können. Auch Übergriffe von Großen Tümmlern auf Menschen in Delfinarien sind bekannt und selbst ein Nürnberger Delfintrainer äußerte sich in einem Zeitungsinterview, dass die Delfine ihn schon ein paar Mal mehrere Meter hoch aus dem Wasser katapultiert hätten - wohlgemerkt einen erwachsenen Menschen. Oftmals wird ignoriert, dass Delfine Wildtiere sind und ihnen kein artgerechter Lebensraum geboten werden kann. Mit solchen temporär aggressiven Reaktionen muss gerechnet werden – auch in Duisburg!
In der jeweils 30minütigen Vorführung im RWE-Delfinarium in Duisburg treten ausgewählte Kinder jeweils mit den Delfinen in Kontakt. Die Kinder werden ohne eine Begleit- und Schutzperson in einem winzigen Boot von einem Delfin mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezogen. Außerdem darf das betreffende Kind den Delfin zur Belohnung füttern – wenigstens hier im Beisein eines Tierpflegers.
Wir betrachten dies als grob fahrlässig und gefährlich und möchten Sie bitten, alles dafür zu tun, dass dies in Zukunft nicht mehr stattfindet. Sie sind politisch mitverantwortlich, was in dem kommunalen Delfinarium in Ihrer Stadt geschieht und Sie haben die Möglichkeit, dass dieses Show-Element unverzüglich und ersatzlos gestrichen wird, weil Verletzungen oder gar Todesfälle nicht auszuschließen sind.
Schützen Sie die Kinder und beenden Sie auch endlich die Delfinhaltung in Ihrer Stadt. Lassen Sie das defizitäre Delfinarium auslaufen und schließen Sie es mittelfristig. Stellen Sie die Zucht ein und nehmen Sie keine weiteren Tiere mehr auf. Duisburg ist mit der größte Massenfriedhof für Delfine und Wale in Deutschland. Handeln Sie endlich ethisch vertretbar und unterstützen Sie keine weitere Ausplünderung der Meere in Zukunft. Die Delfinhaltung ist zeitlich überholt und trägt nicht zum Schutz der Arten bei, da diese Tiere nicht mehr ausgewildert werden.
Herr Winkler, der Direktor des Zoos, ist in seinen öffentlichen Aussagen sehr widersprüchlich und verkauft die Öffentlichkeit für dumm: „Wir halten die Tiere nicht in Gefangenschaft, sondern in Menschenobhut.“
Weiter äußert er sich, „Wir sind froh, dass es in Deutschland keine kommerziellen Delfinshows mehr gibt.“ Nichts anderes findet aber im Duisburger Delfinarium statt! Der Bildungsauftrag ist vorgeschoben, denn während der 30minütigen Vorführung beläuft sich der verbale Vortrag über das Verhalten von Delfinen auf gerade mal 3 Minuten. Der Tierpfleger Roland Edler äußerte sich dazu, dass „die Leute das nicht hören wollen“. Ein Skandal!
Ohne wildgefangene Delfine käme kein Delfinarium und auch kein Zuchtprogramm aus, weil die Zucht insgesamt in Europa nicht nachhaltig ist. Deshalb ist die Äußerung von Herrn Winkler gerade zu grotesk, wenn er öffentlich fordert: „Gejagt wird nicht nur in Japan, sondern überall auf der Welt - und das muss gestoppt werden. Die internationale Walfangkommission muss endlich ein Jagdverbot für kleine Wale und Delfine verhängen.“
Gehen Sie einmal in sich und fragen Sie sich, warum die Stadt Duisburg die Offenlegung der Zuchtdaten scheut. Sie können versichert sein, kämen die gesamten Todes- und Krankheitsdaten und Antibiotika-Behandlungen an die Öffentlichkeit, nicht nur das Delfinarium, sondern auch der Zoo und das Image Ihrer gesamten Stadt hätte ein gewaltiges Imageproblem.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Morlok
Geschäftsführer ProWal
Offener Brief: in Kopie an alle Verantwortlichen der Stadt Duisburg und örtlichen Medien
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Projekt Walschutzaktionen (ProWal) Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft gUG (haftungsbeschränkt) – St-Nr.: 18158/02431 Amtsgericht Freiburg HR B 704171 Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok
Stellungnahme SPD an WDSF-Kuratoriums-Mitglied Norbert Kochhan
Düsseldorf, 2.März 2010
Ihre Mails an SPD-MfLs – Thema Delfinarien
Sehr geehrter Herr Kochhan,
vielen Dank für Ihren Brief an die von Ihnen angeschriebenen SPD-Abgeordneten. Als umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion bin ich für diesen Bereich zuständig. Deshalb möchte ich Ihnen auch im Namen meiner Fraktionskolleginnen- und Kollegen antworten.
Für die SPD gehört der Umwelt- und Tierschutz zu einer gerechten und nachhaltigen Politik. In unserem Grundsatzprogramm heißt es:
„Natur hat für uns Eigenwert, wir wollen von ihr lernen und ihre Kräfte für ein besseres Leben nutzen. Wir schützen das nationale Naturerbe. Für uns gilt die ethische Verpflichtung zum pfleglichen Umgang mit Tieren auch dort, wo kein unmittelbarer Nutzen für die Menschen daraus folgt. Tierquälerei bekämpfen wir.“
Vor diesem politischen und ethischen Grundsatz möchte ich auch die Situation der Delfine in Delfinarien sehen.
Wale und Delfine sind nach der EG-Verordnung 338/97 geschützt. Dies bedeutet, dass der Natur entnommene Exemplare dieser Arten dem Einfuhrverbot in die Europäische Gemeinschaft für hauptsächlich kommerzielle Zwecke unterliegen.
Der Fang von Cetacea-Arten in EU-Gewässern bedarf einer Genehmigung der jeweils zuständigen nationalen Behörden nach Artikel 16 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. In Deutschland wurden keine Ausnahmegenehmigungen nach der FFH-Richtlinie erteilt. Zudem wurden nach unserer Kenntnis auch in den letzten Jahren keine Wildfänge nach Deutschland importiert.
Es ist unumstritten, dass die Auswilderung von Delfinen außerordentlich schwierig ist. Allein aus diesem Grund ist eine sofortige Schließung der Delfinarien in NRW nicht möglioch. In Deutschland gab es bis in die neunziger Jahre neun Delfinarien. Die meisten davon in Vergnügungsparks. Delfine gehören meines Erachtens nicht in Vergnügungsparks. Denn deren primärer Zweck ist es, mit den Tieren Geld zu verdienen. Ich denke, dass wissenschaftlich geführte Einrichtungen wie die Zoos in Duisburg und Münster, die dieses kommerzielle Interesse nicht verfolgen, den Anforderungen einer seriösen Delfinhaltung gerecht werden.
Mit freundlichen Grüßen Svenja Schulze
Vorsitzende des Arbeitskreises „Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“, SPD Fraktion NRW
13.02.10
Das WDSF und wir von ProWal werden auch in diesem Jahr an unserer politischen Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit in Sachen unserer Forderungen "Ausnahmsloses Importverbot und Schließung der Delfinarien in Deutschland" festhalten.
Die Bevölkerung in Deutschland hat sich überwiegend für die Abschaffung der Delfingefängnisse ausgesprochen. Warum es dafür noch keine politische Mehrheit gibt, um dies mittelfristig umzusetzen, ist vielen unverständlich und löst nicht nur ein landesweites Kopfschütteln hervor, sondern auch diese immer wieder gleichlautende Meinung:
"Politiker sind ersetzbar - Delfine und Wale nicht!"
Zeit, dass sich nun auch jeder einzelne gewählte Politiker und die Parteien, welche immer noch an der Fortsetzung dieser Tierquälerei festhalten, umbesinnen.
Am 9. Mai findet im größten deutschen Bundesland, in Nordrhein-Westfalen, die Landtagswahl statt. In NRW gibt es noch zwei Delfinarien - im Zoo Münster und Duisburg.
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Landtagsabgegordnete NRW
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