15.12.08 - Antrag Bündnis90/Die Grünen "Die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich beenden" am 17.12.08 in den Ausschüssen - siehe unter:IMPORTVERBOT Delfine
November 2008 – Meine Internetseite www.walschutzaktionen.de wurde vom Forum Kritische Psychologie e.V. - www.4pawsnet.de - zur Seite des Monats November gekürt.
Dazu erreichte mich folgender Brief:
Monatlich küren wir eine www-Seite, die uns besonders gut gefällt oder die wir für besonders wichtig halten, zur "Seite des Monats".
Lieber Andreas Morlok,
wir freuen uns, Dir mitteilen zu können, dass Deine website für November 2008 zu unserer "Seite des Monats" gekürt worden ist: www.4pawsnet.de/seite-des-monats.html
Wir werden diese Wahl über unseren Verteiler bekanntmachen, was weitere Tierfreunde auf Deine website ziehen und unser gemeinsames Anliegen weiter verbreiten wird.
Beste Grüße,
Kilian v. Janich (Dipl.Psych.) Forum Kritische Psychologie e.V. www.4pawsnet.de
Anmerkung Andreas Morlok:
Ich freue mich sehr und möchte mich ganz recht herzlich dafür bedanken.
Die Erfolge, die ich mit meinen Aktionen erreiche, wie zuletzt die Schließung des Delfinariums in Soltau, verdanke ich nur den vielen aktiven Mitstreitern, die sich ebenfalls für den Schutz der Meeressäuger und dem Erhalt der Lebensräume engagieren. Mit jedem Einzelnen von ihnen teile ich diese Auszeichnung.
20.11.08 - Hier schaufelt sich der Tiergarten Nürnberg sein eigenes Millionengrab. Auch die verantwortlichen Politiker, die diesem zukunftslosen Projekt zugestimmt haben, werden in diesen Betonlöchern baden gehen! Die Besucher werden fern bleiben, denn keiner möchte diese Art von Delfinquälerei mehr sehen und erst recht nicht unterstützen!- mehr Infos unter Entwicklungen
17.11.08 - WDCS fordert besseren Schutz der Wale im antarktischen Rossmeer / "Wissenschaftliche" Jagd Japans tötete bisher schon mehr als 1500 Zwergwale in vorgeschlagenem Schutzgebiet -http://www.presseecho.de/vermischtes/NA3731302889.htmsiehe auch Infos unterWalfang Japan
AUFGRUND TECHNISCHER PROBLEME UNSERES INTERNET-ANBIETERS, WAR UNSERE INTERNETPRÄSENZ ZEITWEILIG NUR TEILWEISE ODER ÜBERHAUPT NICHT MEHR ABBRUFBAR - WIR BITTEN DIES ZU ENTSCHULDIGEN UND DANKEN FÜR IHR VERSTÄNDNIS!
Streit um Nürnberger Delfinarium setzt sich fort - Tierschützer sorgen sich um die Gesundheit der Delfine und schalten Behörden ein
Radolfzell - Nach dem Spatenstich der „Delfin-Lagune“, verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen Tierschützern und der Stadt Nürnberg.
Der Delfin- und Walschutzaktivist Andreas Morlok (42) aus Radolfzell ist in großer Sorge um das Wohlbefinden der sich in der Baustelle befindlichen Delfine des Nürnberger Zoos. Nach Angaben des Tierschützers äußerte sich die Pressesprecherin des Tiergartens dahingehend, dass die meisten Delfine schon bei den ersten Erdarbeiten vorübergehend die Nahrungsaufnahme verweigerten. Morlok: „Ich befürchte, dass die Delfine ernsthaft erkranken und gar sterben könnten. Wenn die hochsensiblen Delfine schon beim Heranrücken der Bagger und leichten Erdarbeiten so verstört reagieren, ist es nicht zu verantworten, dass sie nun mehr als zwei Jahre lang dem Lärm der Bauarbeiten ausgesetzt werden. Ich habe deshalb die Genehmigungsbehörden der Stadt Nürnberg und die Regierung von Mittelfranken in Ansbach aufgefordert, sofortige Schutzmaßnahmen für die Delfine einzuleiten.“
Der beste Schutz für die Delfine wäre, so Morlok, wenn die Tiere während den Bauarbeiten dort überhaupt nicht anwesend wären. Er forderte deshalb auch den Europäischen Zooverband EAZA auf, die Delfine in einem anderen Delfinarium unterzubringen. Morlok: „Falls dies im Moment nicht möglich ist, dann muss, um für die Tiere weiteren unnötigen Stress zu vermeiden, das Delfinarium für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Dies wurde auch schon bei einem früheren Umbau zwischen 1988 und 1990 zum Schutz für die Delfine umgesetzt."
Morlok, der die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft als nicht artgerecht ansieht und deshalb ablehnt, wies die zuständigen Behörden darauf hin, dass bei eventuell eintretenden Krankheits- oder Todesfällen durch das Unterlassen jetzt noch durchführbarer Schutzmaßnahmen strafrechtliche Schritte eingeleitet werden. Das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) hat bereits eine Strafanzeige wegen den durchgeführten Delfintherapien des Nürnberger Tiergartens eingeleitet, welche aus Sicht des WDSF-Vorsitzenden, Jürgen Ortmüller, illegal waren.
11.11.08 - Pressemitteilung WDSF - Bundestag berät über den Grünen-Antrag, "die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden" - Grüne in Münster anderer Meinung
Am Donnerstag, den 13.11.2008, findet im Deutschen Bundestag eine Beratung über den Antrag der Bundestagsfraktion der Grünen statt, „Die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden“ (BT-Drs 16/9102 - s.a. Tagesordnungspunkt 47 g Deutscher Bundestag: http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/to/015a_1311.html). Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) bittet die Stadtratsfraktionen und insbesondere die Grünen in Münster, sich ein Beispiel an dieser Bundestagsfraktions-Initiative zu nehmen.
Jörn Möltgen, Mitglied im Aufsichtsrat des Allwetterzoos Münster für die grüne Ratsfraktion Münster teilte in einer Pressemitteilung für die Stadtratsfraktion mit: „Insgesamt sei es jedoch wünschenswert, dass das Delfinarium seine Aufklärungsarbeit rund um den Artenschutz intensiviert. Insbesondere eine kindsgerechte Aufbereitung der Problematik von Delfinfang ist dringend erforderlich, um durch entsprechende Aufklärung Unterstützung für den weltweiten Delfinschutz zu bekommen. Dies könne aber nicht durch die vom WDSF geforderte sofortige Schließung des Delfinariums erreicht werden.“ (http://www.gruenemuenster.de/index.php/articles/Gr%C3%BCne_zu_Pressemitteilungen_des_WDSF_zum_Delfinarium_im_Allwetterzoo_M%C3%BCnster).
Ein krasser Gegensatz zum Bundestagsantrag der Grünen, findet Jürgen Ortmüller, Vorsitzender und Gründer des internationalen Wal- und Delfinschutz-Forum mit Sitz im westfälischen Hagen und in den USA/Florida.
Das WDSF hatte der grünen Ratsfraktion ebenso wie allen anderen Fraktionen in Münster mehrfach vergeblich eine sachliche Gesprächsbereitschaft angeboten und den Fraktionen die fachlichen Kriterien für die Schließung des Delfinariums schriftlich übermittelt. Wiederholt hat das WDSF darauf hingewiesen, dass die Hunderten von e-mails an die Stadträte von Tierschützern aus ganz Deutschland keine Initiative des WDSF waren, gleichwohl bei sachlichem Inhalt seine Zustimmung finden. Das WDSF wird sich allerdings dafür einsetzen, dass die e-mail-Flut eingedämmt wird, soweit sich die jeweiligen Parteien in Münster mit dem Thema ernsthaft befassen und Kommunikationsbereitschaft erkennen lassen, so wie es der demokratische Anspruch von Tierschutzorganisationen und Bürgern an Politiker formuliert.
WDSF-Vorsitzender Ortmüller: „Wir bedauern es außerordentlich, dass sich bisher nur die ödp-Münster und die Linke in NRW für eine umgehende Schließung der Delfinarien eingesetzt haben. SPD und Grüne in Münster äußerten sich lediglich dahingehend, dass sie den Artenschutz berücksichtigen wollen – von einer kritischen Einstellung zur Gefangenschaft der Delfine ist keine Rede. Damit wird der erforderliche Artenschutz einer bedrohten Spezies völlig ignoriert. CDU und FDP in Münster haben auf unsere mehrfachen Anfragen gar nicht geantwortet und schweigen das Thema tot. Wir hoffen jedoch im Rahmen des Kommunalwahlkampfs auf eine breitere Unterstützung aus den Reihen der Politiker für ein Thema, das ganz Deutschland bewegt.
Auf den beiden Demonstrationen des WDSF zusammen mit dem Wal- und Delfinschützer und Buchautor Andreas Morlok und der Tierschutzorganisation migaloo in Münster im August und im Oktober diesen Jahres haben wir aus der Bevölkerung sehr großen Zuspruch für unsere Forderungen erfahren, das Delfinarium in Münster auslaufen zu lassen und den Tieren das Gnadenbrot zu geben. Für die Seelöwen wäre der Beckenkomplex mit entsprechenden Außenbereichen durchaus geeignet; für die sensiblen Delfine mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten und ihrem eigenen Kommunikationsverhalten sind die Betonbecken jedoch die Hölle.
Das Landesamt für Natur und Umweltschutz (LANUV) hat jetzt aufgrund einer Eingabe des WDSF wegen diverser Verstöße gegen das Säugetiergutachten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft dem Delfinarium die Auflage erteilt, dass das gesamte Dach in Halle 2 des Delfinariums erneuert werden muss. Die beträchtlichen Abriss- und Neubaukosten könnte sich das Delfinarium sparen, wenn statt dem Import immer neuer Delfine, die Delfinhaltung ganz aufgegeben würde. Flipper würde es dem Allwetterzoo danken.
Das WDSF wird sich nun auf Empfehlung des LANUV wegen weiterer beanstandeter Mängel an das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen wenden, um die artenschutzrechtliche Überprüfung der Delfinhaltung in Münster und in Duisburg vorzunehmen zu lassen.—
Jürgen Ortmüller Vorsitzender Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 0049/(0)2334/9190-22 Fax: 0049/(0)2334/9190-19 mobil: 0172/876 2002 e-mail: wds-forum@t-online.de
11.11.08 - Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Landesumweltamt bestätigt: Delfinarium in Münster verstößt gegen Auflagen – Mythos „Flipper“ beenden
(Münster/Hagen) Nach einer Auflage des Umweltamtes Nürnberg, das Platzangebot und die Lichtverhältnisse für das Delfinarium im Nürnberger Tiergarten zu verbessern, erfolgte am heutigen Montag sozusagen zwangsweise der Spatenstich für die rund 24 Millionen Euro teure Delfin-Lagune. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bemängelte jetzt ebenfalls die Haltungsanlage des Delfinariums im Allwetterzoo Münster.
In einem Antwortschreiben vom 04.11.2008 bestätigt das LANUV als Aufsichtsbehörde für das Umweltamt Münster dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), dass eine beabsichtigte Erlaubnis für den weiteren Betrieb des Delfinariums mit der Auflage einer Anpassung der Dachkonstruktion aufgrund mangelhafter „Lichtsituation und dem Luftaustausch“ versehen wird. Gleichzeitig bestätigt das LANUV, dass während der Baumaßnahmen, „die Tiere natürlich geschützt werden müssen“.
Nach Einschätzung des WDSF bedeutet dies die Schließung des Delfinariums zumindest während der Bauphase entsprechend der durchgeführten Schließung des Delfinariums in Nürnberg in den Jahren 1987 bis 1990 aufgrund der Sanierungsarbeiten.
Weiterhin bestätigt das LANUV dem WDSF, „dass die Haltung der beiden Delfinarten in Münster nicht dem Idealfall entspricht“ und somit gegen die gesetzliche Grundlage des Säugetiergutachten verstoßen wird. Gleichwohl soll der Sotalia-Delfin aufgrund seines hohen Alters in Münster verbleiben.
„Delfine zeigen als soziale Säuger natürlich temporär aggressives Verhalten, was eine kurzfristige Separierung der Tiere erforderlich macht“, teilt das LANUV mit. Das WDSF besteht jedoch auf der Einhaltung des Säugetiergutachtens und fordert, dem Altdelfin (Sotalia) das Gnadenbrot in Münster zu geben und die drei neuen Delfine, die erst im September aus der Anlage in Harderwijk/Holland importiert wurden, zusammen mit dem anderen Großen Tümmler umgehend in das große Gehege zurückzuführen und das Delfinarium mittelfristig zu schließen.
Das WDSF weist auf nicht nur auf die hohen Kosten hin, die durch die Auflage für den Abriss des alten Daches und den Neubau auf das Delfinarium zukommen und die Eintrittspreise weiter in die Höhe treiben. WDSF-Vorsitzender Ortmüller: „Eine neue Dachkonstruktion ändert nichts an den nicht artgerechten Haltungsbedingungen der Delfine in den kleinen Betonbecken. Delfine schwimmen in Freiheit täglich bis zu 150 Kilometer und können bei der Futtersuche bis zu 300 Meter tief tauchen. Dem illusorischen Mythos „Flipper“ muss endlich ein Ende gesetzt werden. Die Tiere brauchen die Freiheit und sollten erst gar nicht in Gefangenschaft gehalten werden.“--
Jürgen Ortmüller Vorsitzender Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 0049/(0)2334/9190-22 Fax: 0049/(0)2334/9190-19 mobil: 0172/876 2002 e-mail: wds-forum@t-online.de
Wal- und Delfinschutz-Forum stellt Strafanzeige gegen Nürnberger Delfinarium und fordert Baustopp
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) stellte Strafanzeige wegen der im Delfinarium des Nürnberger Tiergarten durchgeführten Delfintherapie, weil dort Große Tümmler aus ursprünglichen Wildfängen verwendet werden, die nach EU-Vorschriften vor einer kommerziellen Nutzung geschützt sind und keiner Vermarktung zugeführt werden dürfen.
Gegenüber dem zuständigen Kriminalfachdezernat Nürnberg äußerte Herr Link vom Umweltamt Münster im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, dass die Delfine nicht unter Anhang A des Washingtoner Artenschutzabkommens fallen würden, sondern unter Anhang B und dort nicht für eine kommerzielle Verwendung geschützt seien.
Das WDSF verweist jedoch auf eine bestehende EU-Verordnung (338/97) demnach die Delfine aus Wildfängen nicht für die kommerziellen Zwecke der Delfintherapie verwendet werden dürfen. Selbst eine Einstufung unter Anhang B der EU-Verordnung schließt diese Verwendung aus. Dies bestätigte die Bundesregierung und das Bundesumweltministerium mehrfach - ebenso wie die für Wale und Delfine zuständige Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert gegenüber dem WDSF (s. Anlage). Nachzuchten, über die Nürnberg jedoch nicht ausschließlich verfügt, dürfen dagegen auch für die Vermarktung verwendet werden. Bürgermeister Förther bestätigte jedoch ebenfalls die Verwendung der ursprünglichen Wildfänge für die Delfintherapie aufgrund einer Anfrage von Herrn Schrollinger von der ödp Nürnberg.
Das WDSF setzt daher sein strafrechtliches Verfahren gegen den Tiergarten und gegen das Umweltamt fort und fordert den sofortigen Stopp der im Rahmen eines Forschungsprogramms angebotenen Delfintherapie im Nürnberger Tiergarten und ebenso einen Baustopp für die unsinnige und teure Delfinlagune die auch zum Zwecke der Therapie gebaut wird.
Das Presseamt der Stadt Nürnberg teilte dementsprechend heute mit, dass die 24 Millionen teure Delfinlagune zum Zweck der Freiraumerweiterung und der Delfintherapie gebaut wird. Das WDSF kritisiert nicht nur die unter den Verhältnissen der Delfinlagune nicht artgerechte Haltung der Delfine, die in Freiheit täglich bis zu 150 Kilometer zurücklegen und rund 300 Meter tief tauchen, sondern auch den Missbrauch der Tiere für Therapiezwecke. Die Bundesregierung sieht dies offenbar ähnlich und will im nächsten Jahr das Säugetiergutachten für die Haltung der Delfine wesentlich ändern.—
Jürgen Ortmüller Vorsitzender Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 0049/(0)2334/9190-22 Fax: 0049/(0)2334/9190-19 mobil: 0172/876 2002 e-mail:wds-forum@t-online.de
(Anmerkung Andreas Morlok: Zitat: „Bayerns Umweltminister Markus Söder sieht darin einen konkreten Beitrag zum Natur- und Artenschutz: «Denn jeden Tag verschwinden Tierarten.“ – Herr Söder sollte sich mit dem Thema erst einmal genauer beschäftigen, bevor er so einen Unsinn erzählt. Gerade solche Projekte tragen zum Verschwinden von Arten bei, denn wie der Zooleiter Dag Encke bestätigte, ist jeder 2. Delfin in europäischen Delfinarien ein Wildfang! Jetzt lässt der Tiergarten eine weitere Katze aus dem Sack. Die bewiesenermaßen sinnlose und teure Delfin-Therapie soll nun doch in Nürnberg angeboten werden. Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um diesen Betrug an behinderten Menschen zu verhindern!Siehe auch obenstehende Pressemitteilung des WDSF.)
Nachdem der Zeitplan für den ersten offiziellen Spatenstich der 24-Millionen-Euro teuren Delfin-Lagune vom Frühjahr auf den 10. November 2008 wegen „Koalitionsverwirrungen“ (Zitat Büro Förther in NN 8.5.08) verschoben werden musste und nun bereits 10 Prozent höhere Kosten veranschlagt werden (s.o. NN 8.5.2008), wird sich der Nürnberger Tiergarten sein eigenes Kosten-Grab schaufeln.
Von 2005 bis 2007 hat das Delfinarium Nürnberg lt. Jahresbericht bereits 21.792 Zuschauer verloren. Als das Delfinarium in den Jahren 1987 bis 1990 wegen einer Delfingeburt und aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen war, stiegen die Besucherzahlen des Zoos im gleichen Zeitraum um 118.353 von 760.188 (1986) auf 878.541 (1990). Der Neubau der Delfin-Lagune ist kein Garant für höhere Besucherzahlen, wie es sich Tiergarten-Direktor Dag Encke erhofft, zumal bei steigenden Energiepreisen erheblich höhere Betriebskosten als bisher kalkuliert anfallen werden. Die beabsichtigte Erhöhung der Zoo-Eintrittspreise wird Besucher eher abhalten.
Historisch gesehen ist der Neubau der Delfin-Lagune auf ein Schreiben des Umweltamtes Nürnberg vom 22. März 2001 zurückzuführen, nach dem für das Delfinarium entsprechend tierschutzrechtlicher Erkenntnisse die Auflage erteilt wurde, eine „Freiluftanlage vor dem Hintergrund des erhöhten Platzangebots für die Delfine und der natürlichen Sonneneinstrahlung“ zu errichten. Ein alternatives Freiluftdach wäre nach Schätzung des WDSF lediglich mit Kosten von ca. 500.000 Euro verbunden gewesen. Die Delfin-Lagune wird trotz eines erhöhten Platzangebots zu weiterem Stress für die Tiere führen. Die Geräuschkulisse von der geplanten Tribüne wird sich erhöhen und die Nähe und Menge der Zuschauer wird die Tiere irritieren.
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wird zum Schutz der Meeressäuger darauf bestehen, dass während der Bauphase bis 2011 aufgrund des Baulärms das Delfinarium ebenso wie in den Jahren 1987 bis 1990 geschlossen bleibt. Mittelfristig sollte das Delfinarium auslaufen und den Delfinen in Nürnberg das Gnadenbrot erteilt werden zumal eine Auswilderung ausscheidet.
Unverständlich ist, dass der Nürnberger Tiergarten nach dem Transfer der drei Delfinweibchen an das Delfinarium Harderwijk/Holland im September nun aufgrund der Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau weitere zwei Delfine von dort aufnimmt. Im September begründete das Presseamt der Stadt Nürnberg den Transfer nach Holland noch mit „dem Bau der Delphinlagune und dem damit verbundenen Umbau des Delphinariums“.
Das WDSF sieht in dem Transfer eher die Befürchtung des Zoos vor weiteren Rückschlägen in der Aufzucht, nachdem in den letzten acht Jahren sieben verstorbene Delfinbabys zu beklagen waren. Der anstehende Baulärm stört die beiden neuen Soltau-Delfine ebenso wie die fünf Delfine, die in Nürnberg verblieben sind.
Nachdem die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert für die SPD/CDU-CSU Koalition im nächsten Jahr eine Überarbeitung des Säugetiergutachtens „mit der Verunmöglichung von Delfinarien“ (wie in einer TV-Sendung geäußert wurde) in Berlin angekündigt hat, fordert das WDSF zur Vermeidung unnötiger Baukosten und zur Schonung der Tiere den sofortigen Stopp des Baus der Delfin-Lagune.
Der Deutsche Bundestag befasst sich am kommenden Mittwoch mit einem Antrag der Bundestagsfraktion der Grünen, „die Gefangenschaft von Delfinen zügig zu beenden“. Die Linke hat angekündigt, diesem Antrag zuzustimmen. Sollte dem Antrag in den Ausschüssen ebenfalls zugestimmt werden, bedeutet dies das endgültige Aus für die verbliebenen drei von ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland.—
08.11.08 - Das Deutschlandradio Kultur bringt heute ab 15.05 Uhr eine Sendung zum Allwetterzoo Münster mit einem Interview vom 4.10.08 unserer Demo in Münster:
Zum bevorstehenden Spatenstich der sogenannten Delfinlagune erklärt Eva Bulling-Schröter, Tierschutzbeauftragte DER LINKEN im Bundestag und Betreuungsabgeordnete für Nürnberg:
“In Nürnberg ist der Mehrheit im Stadtrat der Neubau der sogenannten, höchst fragwürdigen Delfinlagune mehr wert als eine ausreichende Finanzierung der Kinderbetreuung. Mit 33 Millionen Euro wird ein Prestigeobjekt finanziert, das weder notwendig noch artgerecht ist. Das Delfinsterben in der Vergangenheit spricht Bände und stellt immer wieder unter Beweis, dass diese Tiere nicht in der Gefangenschaft artgerecht zu halten sind. Schließlich halten wir auch keine Elefanten in einer zwei Zimmer Wohnung.“
Harald Weinberg, Stadtrat in Nürnberg schildert die örtliche Situation: „Wir brauchen das Geld an anderer Stelle notwendigst. Das Jugendamt kann momentan nicht rechtzeitig die Zuschüsse für die Kindergartenbeiträge von vielen Familien leisten, weil angeblich kein Geld da ist. Das ist ein Skandal!
Im Übrigen galoppieren offensichtlich die Kostenschätzungen für die Lagune davon: von 7 Millionen auf zwischenzeitlich 24 Millionen bis jetzt zu 33 Millionen Euro. Woher die hoch verschuldete Stadt Nürnberg dieses Geld nehmen soll, ist völlig schleierhaft. Verantwortungsvolle Finanzpolitik sieht anders aus.„
DIE LINKE unterstützt Tierschutzinitiativen in ihrem Veto gegen die Lagune und fordert ein Umdenken der Verantwortlichen. Gerade die Summe von Fehlgeburten und toten Delfinbabys zeigt, dass Delfinhaltung im Zoo nicht möglich ist. Auch die Delfintherapie, die immer als Alibi herhalten muss, ist wissenschaftlich in ihrer Wirkung nicht belegt. Vergleichbare Therapien können mit anderen Tieren sehr viel besser und billiger durchgeführt werden.
Sowie 12 weitere Unterzeichner (in alphabetischer Reihenfolge der Parteien und Gruppen)
Thomas Stadlinger, Diplom Kaufmann
Akut / Dekanatsbeauftragter für Umwelt-, Natur- und Tierschutz
Angelika Zech-Stadlinger, Oberstudienrätin
Akut /Kirchenkreis- und Dekanatsbeauftragte für Umwelt-, Natur- und Tierschutz
Dr. Claus Petersen, Pfarrer
Dekanatsbeauftragter für Umwelt-, Natur- und Tierschutz
Jürgen Wolff, Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen
Monika Krannich-Pöhler, Dipl-Ing. Architektin, Fachjournalistin, Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen
Nikolaus Struck, OB-Kandidat Die Guten
Prof. Dr. Hartmut Beck, Stadtrat der Nürnberger Bürgerliste - Freie Wähler e.V.
Harald Weinberg, Eylem Gün, Hans-Joachim Patzelt, Stadträte Linke Liste Nürnberg
Eva Bulling-Schröter MdB Die Linke
Thomas Schrollinger, Stadtrat der Ökologisch-Demokratischen-Partei (ÖDP)
Mahnwache am 10.11.2008 am Tiergarten von 12.00 bis 15.00 Uhr
Anlass: Spatenstich zur sogenannten „Delfinlagune“
Nun wird sie gebaut, die „Lagune“. Kritik von Tier- und Artenschutzorganisationen (weit über Nürnberg hinaus), mehreren Parteien und aus breiten Kreisen der Bevölkerung haben es nicht verhindern können. Verloren haben jedoch nicht die Kritiker, sondern die Tiere.
Die hohe Sterberate auch bei erwachsenen Tieren, die Erfolglosigkeit bei der Nachzucht im Nürnberger Delfinarium, der europaweite Trend zur Schließung von Delfinarien führten bei den Verantwortlichen leider nicht zu einem Umdenken. Derzeit wird das Delfinarium im Heidepark Soltau als sechstes von ehemals neun Delfinarien in Deutschland geschlossen.
Mit dem beginnenden Bau des Außenbeckens setzt nun neben der Beeinträchtigung der stark akustisch orientieren Meeressäuger durch Lärm und Erschütterungen auch noch eine Verschiebepraxis ein, die keine Rücksicht auf ihre sozialen Beziehungen nimmt: Während drei weibliche Delfine zu Zuchtzwecken wegen des Baulärms von Nürnberg nach Harderwijk verbracht wurden, werden trotz des Baulärms zwei männliche Delfine aus Soltau in Nürnberg aufgenommen.
Die Entscheidung für den Bau der “Lagune“ ist kurzsichtig und wird sich langfristig als Fehlinvestition erweisen. Dass ein zusätzliches, schick dekoriertes Betonbecken die Nachzucht erfolgreicher machen wird, ist ebenso unwahrscheinlich wie die Annahme, dass ausreichend Besucher das teure Kombiticket kaufen werden. Hinzu kommen intensive Bestrebungen auf Bundes- und auf Europa-Ebene, die gesetzlichen Vorgaben für die Delfinhaltung deutlich zu verschärfen mit dem Ziel diese Tierhaltung zu beenden.
Die Verantwortlichen in Nürnberg scheinen nach der Devise zu handeln „Augen zu und durch“. Dies geht letztlich zu Lasten der Steuerzahler und zu Lasten der Tiere. Deshalb werden wir vor Ort sein.
MERLIN Entertainments befördert Delfine in das nächste Betonloch
Weltweiter Boykott geplant
(Soltau/Nürnberg/Hagen) Das WDSF hat gegen den vom Nürnberger Tiergarten bestätigten Transfer der beiden überlebenden Delfine aus dem Heide-Park Soltau bei dem englischen Betreiber, Merlin Entertainment (ME Presseabteilung Mrs. Penny Roberts), auf das Schärfste protestiert.
Das WDSF und der Delfinschützer Andreas Morlok aus Radolfzell, mit denen sich bereits bei der Maikundgebung für den Delfinschutz in Berlin über 200 Tierschutz-Organisationen für den Delfinschutz solidarisierten, haben einen Boykottaufruf des Nürnberger Tiergartens und der umfangreichen Freizeiteinrichtung von ME aus ethischen und moralischen Gründen angekündigt. ME stellt in seinem Sea Life-Konzept gerade die ethischen Bedenken gegen die Delfinhaltung in Gefangenschaft in den Vordergrund und hat aus diesem Grund das Delfinarium im Heide-Park Soltau geschlossen. Im Gardaland-Park in Italien, der ebenfalls von ME betrieben wird, verstarb am Wochenende ein dreijähriger Delfin. Das Image von ME ist in Sachen Delfinhaltung und Artenschutz sehr beschädigt. In Cuxhaven wurde jetzt vorzeitig das nur wenige Monate bestehende SEA LIFE Aquarium offenbar wegen mangelndem Publikumsinteresse wieder geschlossen.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Delfine aus Soltau ausgerechnet jetzt im November in das nächste Betonloch in Nürnberg transferiert werden sollen. Zoodirektor Dag Encke hatte am 28.9.2008 noch veranlasst, dass drei Nürnberger Delfine (Anke, Nynke und Eva) mit der Argumentation der beginnenden Bautätigkeit für die 24-Million-Euro teure Lagune und dem damit verbundenen Baulärm nach Harderwijk/Holland verfrachtet wurden.
Hier widerspricht sich der Zoodirektor in seiner Argumentation mit der geplanten Neuaufnahme aus Soltau erheblich. Tatsächlich ist zu vermuten, dass die drei weiblichen Delfine aus Nürnberg in Holland für Nachwuchs sorgen sollen und bei einem Scheitern dann nicht mehr der Nürnberger Tiergarten in der massiven Kritik wie bisher stehen soll. Encke freut sich jetzt auf "starke, große Delfinbullen aus Soltau".
Das WDSF fordert den Transfer der Soltau-Delfine ebenfalls in das bedeutend größere Freiluftgehege nach Harderwijk, um ihnen dort das Gnadenbrot zu erteilen, da sie nicht mehr ausgewildert werden können. Die übrigen Delfine in Nürnberg könnten ihren Lebensabend ebenfalls dort verbringen.
Mit dem Spatenstich für die Lagune begibt sich der Nürnberger Zoo auf ein äußerst unsicheres Terrain. Der Deutsche Bundestag erörtert am 13.11.2008 einen Antrag der Bundestagsfraktion der Grünen, „die Gefangenschaft von Delfinen zügig zu beenden“. Die SPD (MdB Mechthild Rawert) hat zusammen mit der CDU/CSU für das kommende Jahr eine Initiative zur Abänderung des Säugetiergutachten für Delfine angekündigt, „um die Delfinhaltung in Deutschland zu verunmöglichen“. Die geplante Delfin-Lagune in Nürnberg droht zu einem finanziellen Fiasko zu werden, weil bei einem Verbot der Delfinhaltung voraussichtlich 24 Millionen Euro in den Sand gesetzt werden.--
Merlin Entertainments Vergnügungsangebot:
LEGOLAND, Madame Tussauds, British Airways London Eye, SEA LIFE, Gardaland und Dungeons, als auch nationale Handelsmarken wie z. B. Alton Towers, Thorpe Park, Warwick Castle, Heide Park und Chessington World of Adventures.
Das WDSF hat gegen den beabsichtigten Transfer der beiden überlebenden Delfine aus dem Heide-Park Soltau bei dem englischen Betreiber, Merlin Entertainment (ME Presseabteilung Mrs. Penny Roberts), auf das Schärfste protestiert.
Das WDSF und der Delfinschützer Andreas Morlok aus Radolfzell, mit denen sich bereits bei der Maikundgebung für den Delfinschutz in Berlin über 200 Tierschutz-Organisationen für den Delfinschutz solidarisierten, haben einen Boykottaufruf des Nürnberger Tiergartens und der umfangreichen Freizeiteinrichtung von ME aus ethischen und moralischen Gründen angekündigt. ME stellt in seinem Sea Life-Konzept gerade die ethischen Bedenken gegen die Delfinhaltung in Gefangenschaft in den Vordergrund und hat aus diesem Grund das Delfinarium im Heide-Park Soltau geschlossen. Im Gardaland-Park in Italien, der ebenfalls von ME betrieben wird, verstarb am Wochenende ein dreijähriger Delfin. Das Image von ME ist in Sachen Delfinhaltung z.Zt. sehr beschädigt.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Delfine aus Soltau ausgerechnet jetzt im November in das nächste Betonloch in Nürnberg transferiert werden sollen. Zoodirektor Dag Encke hatte am 28.9.2008 noch veranlasst, dass drei Nürnberger Delfine (Anke, Nynke und Eva) aufgrund der beginnenden Bautätigkeit für die Lagune nach Harderwijk/Holland verfrachtet wurden. Hier widerspricht sich der Zoodirektor in seiner Argumentation mit der geplanten Neuaufnahme aus Soltau erheblich. Tatsächlich ist zu vermuten, dass die drei weiblichen Delfine aus Nürnberg in Holland für Nachwuchs sorgen sollen und bei einem Scheitern dann nicht mehr der Nürnberger Tiergarten in der massiven Kritik steht.
Das WDSF fordert den Transfer der Soltau-Delfine ebenfalls in das bedeutend größere Freiluftgehege nach Harderwijk, um ihnen dort das Gnadenbrot zu erteilen, da sie nicht mehr ausgewildert werden können. Die übrigen Delfine in Nürnberg könnten ihren Lebensabend ebenfalls dort verbringen.
Mit dem Spatenstich für die Lagune begibt sich der Nürnberger Zoo auf ein äußerst unsicheres Terrain. Der Deutsche Bundestag erörtert am 13.11.2008 einen Antrag der Bundestagsfraktion der Grünen, „die Gefangenschaft von Delfinen zügig zu beenden“. Die SPD (MdB Mechthild Rawert) hat zusammen mit der CDU/CSU für das kommende Jahr eine Initiative zur Abänderung des Säugetiergutachten für Delfine angekündigt, „um die Delfinhaltung in Deutschland zu verunmöglichen“. Die geplante Delfin-Lagune in Nürnberg droht zu einem finanziellen Fiasko zu werden, weil bei einem Verbot der Delfinhaltung voraussichtlich 24 Millionen Euro in den Sand gesetzt werden.
Das WDSF hat bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein Verfahren gegen den Nürnberger Tiergarten wegen der verbotenen kommerziellen Delfintherapie eingeleitet. Das Umweltamt Nürnberg, Herr Link, widersprach der Unzulässigkeit, weil die Delfine aus Wildfängen in Nürnberg, die auch für die kostenpflichtige Probephase der Delfintherapie herangezogen werden, angeblich nicht nach Anhang A der entsprechenden EG-Verordnung (338/97) geschützt seien. Allerdings hat die Bundesregierung bestätigt, dass eine kommerzielle Nutzung der Delfintherapie verboten ist und der Große Tümmler in Anhang A der EG-Verordnung geschützt ist.--
Jürgen Ortmüller Vorsitzender Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Möllerstr. 19 58119 Hagen
01.11.08 - Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Heide-Park Soltau schläfert Delfin ein – Verbleibende Delfine sollen „in Betonloch“ nach Nürnberg
(Protestaufruf des WDSF und Andreas Morlok)
(Soltau/Nürnberg/Hagen) Nachdem der Vergnügungspark-Betreiber Merlin Entertainments (ME) die Schließung des Delfinariums im Heide-Park Soltau im April angekündigt hatte, wurde drei Tage später der Delfin „Fritz“ aus angeblichen Altergründen eingeschläfert. Nun schließt der Park am Sonntag, den 2. November, saisonbedingt seine Pforten und die beiden verbleibenden Delfine kommen nach Angaben von ME „ sobald wie möglich“ in das umstrittene Delfinarium des Tiergartens Nürnberg.
Ric O’Barry, Ex-Fernsehtrainer von „Flipper“ und Mitbegründer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), vermutete bereits nach dem Tod des Delfins „Fritz“, dass das Schicksal der beiden verbliebenen Meeressäuger in weiterer Gefangenschaft enden wird. Der Vorsitzende des WDSF in Deutschland, Jürgen Ortmüller, hatte über Monate versucht, den Tod des Delfins „Fritz“ aufzuklären. Weder die Pressestelle des Heide-Parks noch der Landkreis Soltau-Fallingbostel fühlten sich jedoch zuständig. Auch von Merlin Entertainments in England war bis heute keine Stellungnahme zu erhalten.
Ein Antrag des WDSF an den Niedersächsischen Landesbetrieb in Hannover (NLWKN) als Aufsichtsbehörde für den Landkreis Soltau auf Herausgabe der artenschutzrechtlichen Beweisdokumente der Einschläferung und des Tierbestandes wurde mit der Begründung abgeschmettert, dass „die begehrten Informationen keine Umweltinformationen darstellen“.
WDSF-Vorsitzender Ortmüller: „Hier wird offenbar etwas verschleiert, was nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll. Merlin Entertainments als Großeigner etlicher Vergnügungsparks, wie auch Sea Life und Lego-Land, stellt nach außen hin den angeblichen Artenschutz in den Vordergrund, tatsächlich werden aber offensichtlich Tiere wie Delfine, mit denen Millionen verdient wurde, heimlich entsorgt. Dass die beiden überlebenden Delfine nun in das nächste Betonloch nach Nürnberg gebracht werden sollen, stellt die Fortführung der Tierquälerei dar.“
In Nürnberg soll nach Auflagen des Umweltamtes bis spätestens 2011 eine 24-Millionen-Delfinlagune entstehen. Zoo-Direktor Dag Encke hatte kürzlich noch erklärt, dass aufgrund der Bauarbeiten drei Delfine aus dem Nürnberger Delfinarium nach Holland verbracht wurden. Der Tiergarten hat seit 10 Jahren keine Delfin-Zuchterfolge vorzuweisen. Sieben tote Delfinkälber und 34 verstorbene Delfine insgesamt sind die traurige Bilanz des Zoos.
Das WDSF kündigte zusammen mit dem Wal- und Delfinschützer und Buchautor Andreas Morlok rechtliche Schritte und umfangreiche Proteste gegen die „Delfinverschiebung“ an und fordert alle Tierschützer in Deutschland auf, dem Management von Merlin Entertainments in London ihren Protest zu übermitteln
Nachfolgend übersenden wir einen Link zu einem CBS-Fernsehfilm, der am 23. und 25. Oktober 2008 gesendet wurde. Der Film handelt von dem grausamen und blutigen Delfinfang auf den Solomon-Inseln und von dem Export der Delfine in Vergnügungsparks und Zoos mit Statements von Ric O’Barry, Mitbegründer des WDSF.
Münsteraner Parteien LINKE und ödp unterstützen Schließung des Delfinariums – Grüne auf Distanz – „Bürger Wehren sich“ fordern Abkoppelung des Zoo-Eintrittspreises
(Münster) Prof. Karlheinz Nagels, Gründer der Münsteraner Bürgerpartei „Bürger Wehren sich“, hat in einem persönlichen Gespräch mit dem Vorsitzenden des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zum Ausdruck gebracht, dass seine Partei die Forderung des WDSF unterstützt, den Eintrittspreis für das „private“ Delfinarium im Allwetterzoo Münster vom Zoo-Eintrittspreis abzukoppeln. Dadurch soll erreicht werden, dass der Zoo-Eintrittspreis für Erwachsene von 12 Euro auf 6,50 Euro gesenkt werden kann. Zoodirektor Jörg Adler hatte den Delfinariumsanteil in einer Antwort auf eine Anfrage der Münsteraner UWG mit rund 5,50 Euro pro Besucher kalkuliert.
Das WDSF und Nagels erklären übereinstimmend, dass sie nicht die Schließung des Allwetterzoos fordern, sondern dem Bürger die freie Wahl des Besuchs des Delfinariums überlassen wollen, das dann einen eigenen Eintrittspreis erheben kann. Jetzt zahlt jeder Besucher den Preis für das Delfinarium mit, egal ob er es besucht oder nicht. Immerhin überweist der Zoo alljährlich über 750.000 Euro aus dem anteiligen Gesamteintrittspreis an die „Delphinarium Münster GmbH“, die davon ein Gehalt an den holländischen Geschäftsführer Francois den Herder bezahlt und laut Bilanz zusätzliche Gewinne von bis zu 149.000 Euro aus dem Delfinarium erzielt.
In den vergangenen Jahren musste die Stadt Münster den Allwetterzoo mit jährlich 3,2 Millionen Euro aus Steuergeldern unterstützen, um die Verluste des Zoos aufzufangen. Ein versteckter Griff in die Taschen der Bürger, meint Jürgen Ortmüller, Vorsitzender des WDSF. Das WDSF erfuhr nach eigenen Angaben bei den Protestaktionen im August vor dem Zoo und am 4. Oktober am Prinzipalmarkt großen Zuspruch für seine Forderung aus der Bevölkerung, die offenbar nicht bereit ist, die gestiegenen Eintrittspreise des Zoos in den vergangenen Jahren zu akzeptieren. Im jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2007 hat der Allwetterzoo fast 30.000 rückläufige Besucher zu verzeichnen. Ein Anstieg war lediglich bei den Mitgliedern des Zoovereins festzustellen.
Das WDSF bedauert allerdings, dass Nagels sich nicht durchringen konnte, die Hauptforderung des WDSF nach Schließung des Delfinariums zu unterstützen. Allerdings sprach sich am heutigen Mittwoch im Vorstand der LINKEN Ralf Henrichs, zuständig für die ökologische Plattform der Partei in Nordrhein-Westfalen, „für eine sofortige Schließung der beiden Delfinarien in NRW, also in Münster und Duisburg,“ aus. Er äußerte gegenüber dem WDSF ein klares „NEIN zur Delfinhaltung“. Nach der ödp-Münster geht damit die zweite Stadtratspartei auf Distanz zum Stadtrat von CDU und FDP, der sich der WDSF-Forderung nicht angeschlossen hatte. Die SPD konnte sich bisher nicht zu einer klaren Aussage durchringen. Sogar die GRÜNEN in Münster distanzieren sich offenbar durch beredtes Schweigen von ihrer Bundestagsfraktion, über deren Antrag, „die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden“ noch im Herbst im Deutschen Bundestag beraten wird.
Als nicht artgerecht und zu klein bezeichnen die Tierschützer die Betonbeckenhaltung der Meeressäuger in Münster. Erst kürzlich wurden drei weitere Delfine aus einem Nachzuchtprogramm aufgenommen; nach Angaben von Stadtrat Thomas Paal im Umweltamt nur vorübergehend. Das WDSF befürchtet jedoch einen langfristigen Aufenthalt in der angeblich zu kleinen Anlage und hat jetzt das Landesamt für Umwelt und Natur als Aufsichtsbehörde eingeschaltet. Die Delfinschützer wollen durch weitere öffentliche Aufklärungsarbeit das Verständnis der Münsteraner Bürger und Besucher des Zoos für den Schutz der „Flipper“ wecken.—
22.10.08 - Pressemitteilung WDSF Tagesschau schockiert Millionen mit Bericht über Delfinschlachten in Japan
GRÜNE uneins über Delfinhaltung
(Taiji/Münster/Hagen) In einem schockierenden Report berichtete die Tagesschau gestern in den Abendnachrichten über das grausame Delfinschlachten in Taiji/Japan. Der ehemalige Trainer der Serie „Flipper“ Ric O’Barry, Mitbegründer des internationalen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) im westfälischen Hagen, berichtete über den grausamen Mord an den intelligenten Meeressäugern.
Hunderte von Tieren werden jeweils durch Schlagen auf Eisenstangen von Booten aus in die engen Buchten der kleinen Walfangstadt Taiji getrieben. Nachdem die stärksten und potentesten Kleinwale für den Verkauf an Delfinarien aussortiert sind, werden die verbleibenden Tiere blutrünstig mit Haken, Messern und Lanzen abgestochen. Babys werden von ihren Müttern getrennt und schwangere Delfine kalben in panischer Angst in der Lagune.
Das Delfinfleisch wird in den Supermärkten zum Verkauf angeboten. Tierschützer schlagen jetzt Alarm: „Das Delfinfleisch ist hochgradig mit Quecksilber verseucht“, warnt der Delfinschützer Ric O’Barry in Japan. Mehrere Tausend Delfine fallen den japanischen Fischern bei dem Gemetzel von Oktober bis März zum Opfer. Die japanische Botschaft in Berlin bestätigte dem WDSF die realisierte Fangquote des Jahres 2007 mit 13.996 Delfinen. Die boomende Delfinindustrie bietet erst den finanziellen Anreiz, um die Treibjagd in Taiji in Gang zu halten, so O’Barry.
Für einen kräftigen Delfin werden zwischen 28.000 und 200.000 Dollar von den Delfinarien bezahlt, beweist das WDSF durch einen vorliegenden Vertrag mit einem Vergnügungspark in Antalya/Türkei. Nach Angaben von zwei Stadtratsmitgliedern in Taiji, die das blutige Treiben ebenfalls verurteilen, gibt es auch Anfragen für Delfine nach Deutschland.
WDSF-Vorsitzender Jürgen Ortmüller: „Es ist denkbar, dass die vorhandenen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg einen Nachschubbedarf an Delfinen haben. Münster hat erst im September drei Jungtiere aus Holland importiert und Nürnberg baut gerade eine neue Freiluftanlage, für die bis zu 14 Delfine geplant sind. Der Transfer der Taiji-Delfine wird oft über mehrere Länder praktiziert, um das Ursprungsland zu verschleiern.“
Das WDSF nimmt das blutige Treiben in Taiji und die aktuelle Medienberichterstattung zum Anlass, intensiv gegen die Delfinhaltung in Deutschland zu protestieren, die den lukrativen Delfinfang und das anschließende tausendfache Morden in Japan überhaupt erst möglich macht.
WDSF-Chef Ortmüller: „Die Bundestagsfraktionen von CDU, SPD, FDP und der GRÜNEN können nicht glaubhaft alljährlich stereotyp gegen den japanischen Wal- und Delfinfang protestieren, wenn gleichzeitig in Städten mit Zoo-Delfinarien wie in Münster, Duisburg und Nürnberg Stadträte sitzen, die Augen, Ohren und ihren Mund halten, wenn es darum geht, die Delfinhaltung zu beenden.“
Über einen Antrag der Bundestagsgrünen, die Gefangenhaltung von Delfinen in Deutschland unverzüglich zu beenden, wird noch im Herbst dieses Jahres im Deutschen Bundestag beraten. Gleichzeitig befürworten die GRÜNEN in der Delfinariumsstadt Münster offenbar die Tierquälerei an den Delfinen, denn dem Bundestagsantrag ihrer eigenen Partei pflichten sie offenbar nicht bei. Mehrere Anfragen des WDSF blieben von den GRÜNEN in Münster unbeantwortet.“--
01.09.08 - Japan bereitet Gesetz gegen Walschützer vor - Wie auch in dem Blog auf der Homepage vonwww.migaloo.deberichtet wird, ist inzwischen die japanische Walfangflotte aus dem Nordpazifik zurückgekehrt, wo sie 211 Wale ermordet hat, darunter 100 Seiwale, 59 Minkwale, 50 Brydewale und 2 Pottwale.
Wegen der unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen im Münsteraner Delfinarium, die beinah zum Verhängnis für ein Kleinkind wurden (s. Zeitungsmeldung u.) , hat das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen Strafanzeige gegen die Delphinarium Münster GmbH bei der Staatsanwaltschaft Münster gestellt und das Umweltamt Münster informiert. Das WDSF fordert, das Delfinarium bis auf weiteres zu schließen und den bisher ungesicherten Zugang zum Becken zu verhindern, damit es nicht zu schweren Unfällen kommt.
(Anmerkung Andreas Morlok: Dann bleibt zu hoffen, dass nicht nur die Japaner verhaftet werden, die sich am illegalen Walfang und verbotenem kommerziellen Handel mit Walfleisch beteiligen, sondern auch diejenigen, die im letzten Winter einen versuchten Mordanschlag auf Paul Watson verübt hatten. - Der Walschützer wurde beschossen und nur Dank seiner kugelsicheren Weste überlebte er diesem Anschlag.)
Anmerkung Andreas Morlok: Um den Wal nicht noch zusätzlich zu gefährden, sollten die Touristenboote auf den Einsatz des Sonars vollständig verzichten. Wenn dazu die Einsicht fehlt, dann müssen die Behörden schnellstens aktiv werden. Siehe auch Bericht vom 05.08.08 untenstehnd.
Delfinschützer stoppen Delfinarium in Panama – Aktionen in Deutschland (Münster/Berlin) geplant
(Panama/Deutschland/Münster) Der Neubau eines Delfinariums in San Carlos/Panama durch die Organisation „Ocean Embassy“, eine Tochter von „Wildlife“ in Florida, konnte jetzt mit Unterstützung des ehemaligen Fernsehtrainers von „Flipper“, Richard O’Barry, verboten werden. Unter dem Deckmantel einer Meeresschutz-Organisation zeichnet Ocean Embassy für Vergnügungsparks und Hotels mit Aquarien und Delfinarien.
Dutzende von Delfinen sollten aus bisher von Menschenhand unberührten Meeresgegenden entnommen werden, um ihr weiteres Dasein in einem relativ kleinen künstlichen Delfinarium zu fristen. Nachdem die ersten Bauarbeiten durch „Ocean Embassy“ in Panama für den Delfinpark begonnen waren, konnten diese nun nach massiven Protesten aus dem In- und Ausland gestoppt werden.
Der panamesische Bürgermeister von San Carlos hatte sich von der Anlage zwar hunderte von Arbeitsplätzen versprochen, jedoch musste er sich den Delfinschützern beugen, die tausende von Einwohnern mobilisierten und in einer Umfrage nachweisen konnten, dass sich rund 80% der Bevölkerung Panamas gegen die Gefangenhaltung von Delfinen ausgesprochen hat.
Die amerikanische Umweltschutz-Organisation „Human Society“ und der Ex-TV-Flippertrainer Richard O’Barry, unterstützten die Delfinschützer in Panama vor Ort. O’Barry, Mitbegründer des deutschen „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ im westfälischen Hagen-Hohenlimburg, zu dem Erfolg: „Es ist großartig für die Delfine und ebenso für die Menschen in Panama, die sich so zahlreich für die Delfine eingesetzt haben. Das Protestieren funktioniert. Nachdem die Delfinarien-Initiatoren mit eingeklemmtem Schwanz zwischen ihren Beinen Panama verlassen mussten, wird Panama weiterhin ein Delfin-freundliches Land bleiben. Wir werden die Delfinarien-Erbauer und Besitzer weltweit verfolgen, wohin auch immer sie gehen.“
Das WDSF teilte inzwischen mit, dass sich ihr Mitbegründer Richard O’Barry nun auch persönlich an den Protesten gegen die deutschen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg beteiligen wird.
Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller weist darauf hin, dass für Sonntag, den 17. August 2008, bei der Polizei in Münster eine Protestveranstaltung vor dem Haupteingang des Allwetterzoos gegen das Delfinarium ab 12:00 Uhr angemeldet ist. Die drei dort seit Jahren in Gefangenschaft gehaltenen Delfine sollen aus den engen Betonbecken in die große Freiluftanlage in Harderwijk/Holland verbracht werden mit anschließender Auswilderung falls möglich, und das Delfinarium Münster solle geschlossen werden, damit keine weiteren Wildfänge eingebracht werden können. Am 03. September will das WDSF vor der japanischen Botschaft in Berlin gegen den Delfinfang demonstrieren.
Der ehemalige Fernsehtrainer der vormals fünf Fernseh-Delfine Richard O’Barry meint: „Die Haltungsbedingungen der Delfine in Deutschland ist Tierquälerei. Speziell in Münster leiden die intelligenten Meeressäuger in den kleinen schmutzigen Betonbecken. Die Delfine werden für Shows gegen viel Geld missbraucht. In Freiheit schwimmen sie täglich bis zu 150 Kilometer und tauchen bis zu 300 Meter. Die Nachzuchten denken, die Halle des Delfinariums wäre der Himmel, aber sie befinden sich in der Hölle.“--
21.07.08 - Solidaritätsmarsch nach Österreich - Die Handschellen klickten nicht - Freundliches Händeschütteln beim Bezirkspolizeikommando in Bregenz - Bericht und Pressemitteilung unter:20.07. Soli-Aktion Ö. - Diskutieren Sie mit: Blog - Diskussionen
Solidaritätsaktion am 20.07.08 für die seit zwei Monaten in U-Haft sitzenden Tierschützer in Österreich:
GESTERN DIE - MORGEN ICH - ÜBERMORGEN DU? Solidarität muss man leben, sonst ist es nur ein leeres Wort!
"Delfinschutz im Kommunalwahlkampf? - Proteste sollen ausgeweitet werden"
(Münster/Hagen - jsg) Anfang Juni hatte das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus dem westfälischen Hagen die Stadtoberhäupter und den Zoo-Direktor Adler in Münster vorgewarnt. Es werde eine Protest-Lawine sondergleichen durch Tierschützer in Deutschland gegen die tierquälerische Delfinhaltung im Delfinarium im Allwetterzoo geben, so der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller. Gleichzeitig hatte das WDSF im Vorfeld Gesprächsbereitschaft angeboten, um die Proteste auf einer "kommunikativen Ebene" zu begleiten.
Das Umweltamt Münster verwies in einer Antwort an das WDSF auf die gegebene Einhaltung der vorgeschriebenen Haltungsbedingungen und äußerte gleichzeitig Verständnis für die Delfinschützer bezüglich der umstrittenen Delfinhaltung.
Der 'Stern' bezeichnete die Delfinhaltung in seiner aktuellen Zoo-Bewertung für den Allwetterzoo als "umstritten". Gleichwohl landete der Zoo auf einem guten Platz im vorderen Drittel. Zoo-Direktor Adler ließ aufgrund der Protestankündigung offenbar Nervosität im Vorfeld der für ihn wichtigen Einstufung des 'Stern' erkennen und beschimpfte den WDSF-Chef in einem Zeitungsbericht als jemanden, der "eine Menge Quatsch" erzählen würde. Außerdem bezeichnete er das WDSF "als wenig schlagkräftig". Immerhin hatte das WDSF nach eigenen Angaben mit dazu beigetragen, dass die Delfin-Show im Heide-Park Soltau in diesem Jahr noch geschlossen wird. Im Mai mobilisierten die Wal- und Delfinschützer in Berlin vor dem Brandenburger Tor eine Veranstaltung für ein Importverbot für Delfine nach Deutschland auf der Bundestagsabgeordnete für die Regierungskoalition, den Grünen und der Partei Die Linke ihre Reden hielten. Übereinstimmend unterstützten die Abgeordneten die Forderung des WDSF nach einem Verbot der Delfintherapie, wobei Bündnis90/Die Grünen einen Delfin-Importverbotsantrag in den Deutschen Bundestag einbrachten und Die Linke sich für ein ausnahmsloses Importverbot aussprach. Undine Kurth, parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion der Grünen, bekannte sich in einer Pressemitteilung der Fraktion als Mitglied und Unterstützerin des WDSF.
Mit Staranwalt Rolf Bossi brachte sich das WDSF wegen einer Strafanzeige gegen den Nürnberger Tiergarten aufgrund vorgetragener Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gegenüber dem Eisbären-Baby Flocke in die Schlagzeilen.
Ortmüller, in seinem Hauptberuf Steuerberater und Steuerstrafverteidiger, nahm die Äußerungen des Zoo-Chefs Jörg Adler als gelassen hin und verwies auf die demokratischen Spielregeln. Gleichzeitig betonte der WDSF-Vorsitzende, dass Adler mit dem Delfinarium eigentlich nichts zu tun habe, weil es sich bei der Delphinarium GmbH um eine private Institution innerhalb des Zoos handele, die lediglich vom Allwetterzoo mit jährlich 700.000 Euro subventioniert würde. Das bewiesen die veröffentlichten Bilanzen des Münsteraner Zoos.
Dass Adler im Stadtmagazin Echo-Münster jetzt zu Millionenspenden aus Erbschaften für den Allwetterzoo aufrief, findet Ortmüller allerdings äußerst geschmacklos: "Selbst wenn der Oberbürgermeister Tillmann das Delfinarium trotz der hohen Verluste als "konzeptionell" bezeichnet, grenzt es doch an Erbschleicherei und Wegelagerei, wenn der Zoodirektor Adler nun verlauten lässt, dass die Sterbenden beim "Vererben ihrer Millionen" doch einmal an ihn denken sollen. (Anm.: Stadtmagazin Echo-Münster 29.6.08: http://www.echo-muenster.de/node/35273 ). Adler sollte sich mit seinen Aufgaben als Zoo-Direktor um eine artgerechte Unterbringung der Tiere bemühen und nicht verbal um sich schlagen, wenn es um berechtigte Kritik geht."
Das WDSF bedauerte die bisherige Ablehnung einer Gesprächsbereitschaft der Verantwortlichen für das Delfinarium und kündigte weitere Proteste an. In den beiden vergangenen Wochen beklagten sich Münsteraner Stadträte über Tausende von Protest-Mails, die sie von Tierschützern aus ganz Deutschland wegen der Delfinhaltung erhalten hatten. Regelmäßige Demonstrationen vor dem Zoo-Eingang sollen in den kommenden Monaten für Aufklärung der Besucher sorgen, die immerhin den vollen Eintritt für den Zoo bezahlen müssen, ob sie das Delfinarium besuchen wollen oder nicht. Das WDSF will den Delfinschutz in Münster für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr thematisieren. Erste Kontakte mit den örtlichen Parteien seien bereits hergestellt, berichtet Ortmüller.
Ortmüller:"Wir haben durchaus Verständnis für die Interessen der Zoos und der Besucher, aber bei der Delfinhaltung handelt es sich definitiv nicht um eine artgerechte Haltung von Meeressäugern. Die Delfinbecken sind viel zu klein, völlig veralgt und die Delfin-Shows stressen die sensiblen Tiere. Wir werden alles daran setzen, die verbleibenden drei von ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland zu schließen. Deutschland kann nicht international gegen den Delfin- und Walfang protestieren und gleichzeitig selbst diese Tiere auf engstem Raum einsperren."--
Pressekontakte:
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Jürgen Ortmüller Vorsitzender Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-0 Fax: 02334/9190-19 wds-forum@t-online.dewww.wdsf.de
25.06.08 -Greenpeace errichtet Mahnwache vor japanischer Botschaft Umweltschutzorganisation fordert Freilassung zwei ihrer Mitarbeiter in Japanhttp://www.dailynet.de/International/19933.php
Anmerkung des WDSF: Als Nachtrag übermitteln wir Ihnen bezüglich der Kritik des Münsteraner Delfin-Trainers Feldhoff, dass der ehemalige Fernsehtrainer von Flipper in den USA zivilrechtlich (und nicht strafrechtlich!) verurteilt wurde, einen entsprechenden Bericht. Die zivilrechtliche Verurteilung erfolgte nicht wegen Tierquälerei, wie Feldhoff meint, sondern wegen der Befreiung von Delfinen, die der US-Navy gehörten.
Sugarloaf
Richard O’Barry war in den 60’er Jahren der bestbezahlte und gefragteste Delfintrainer der Welt. Nachdem der Flipper-Delfin Kathy 1970 in seinen Armen gestorben war, war ihm bewusst geworden, dass er „seine eigenen Lügen“ hinsichtlich der tierquälerischen Behandlung durch die TV-Serie und die in der Folge entstandenen Delfinarien nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. O’Barry konvertierte daraufhin zum inzwischen bekanntesten und erfolgreichsten Delfinschützer der Welt – und er weiß wovon er spricht. Seither hat O’Barry über 30 Delfine aus Delfinarien weltweit erfolgreich ausgewildert.
Die US-Navy verwendete u.a. im Vietnam-Krieg Delfine als „fortschrittliche biologische Waffensysteme“. Anfang der 90’er Jahre entschied die US-Navy einige ihrer gut 100 Delfine „zu entlassen“. In Zusammenarbeit mit der Human Society USA wurden O’Barry drei dieser Delfine durch die US-Navy zur Vorbereitung auf die Auswilderung zugewiesen (Jake, Luther und Buck). Diese Delfine waren, genauso wie viele andere in den Navy-Delfin-Experimenten, jahrelang in Käfigen gehalten worden, die gerade mal 7,30 m groß waren. Viele der Experimentier-Delfine starben bereits beim Einfangen durch Ertrinken, Kiefernbruch, toxische Schocks und während der Tests.
Nicht nur in den USA ist das Gefangenhalten von Delfinen ein Millionen schweres Geschäft und der Widerstand der Delfin-Industrie gegen die Freilassung der drei Navy-Delfine war enorm, weil man die Öffentlichkeit nicht wissen lassen wollte, dass gefangene Delfine rehabilitiert in ihr natürliches Umfeld ausgewildert werden können. Der Druck auf die Navy nahm zu. Nachdem die drei Delfine 1 1/2 Jahre von O’Barry und der Crew erfolgreich auf die Freilassung in Sugarloaf vorbereitet worden waren und einige 100.000 Dollar auch durch eigene Spenden in das Projekt geflossen waren, machte die Navy aufgrund des erheblichen Drucks der Delfin-Industrie einen Rückzieher und forderte für die bevorstehende Auswilderung ein wissenschaftliches Gutachten. O’Barry hatte nie behauptet ein Wissenschaftler zu sein. Es gab zu dem Zeitpunkt kein Institut, welches ein Gutachten bezüglich einer Delfin-Auswilderung hätte erstellen können – und das wusste die Navy. O’Barry hatte bis dahin bereits mehrfach erfolgreich Delfine durch das Entwöhnen vom Menschen und durch das erneute Erlernen der Tiere zur selbstständigen Nahrungsaufnahme auswildern können.
O’Barry und ein Teil seiner Crew musste eine sehr kurzfristige Entscheidung treffen, zumal die drei Delfine nach 1 ½ Jahren mühevoller Arbeit für eine Auswilderung bereit waren. Er wollte nicht, dass die Delfine wieder in ihre kleinen Käfige in der verschmutzen San Diego Bucht von der Navy zurück gebracht werden. O’Barry entschied die beiden fähigsten Auswilderungskandidaten frei zu lassen, damit ihnen eine lebenslange Gefangenschaft und Leiden erspart blieben. Die Navy fing jedoch die freigelassenen Delfine wieder ein und nach wenigen Jahren starben beide in Gefangenschaft. Die Delfine starben nicht durch den kurzen Genuss der Freiheit!
Richard O’Barry wurde durch ein Zivilgericht für seine Entscheidung zur Befreiung der Delfine nach einer fünftägigen Anhörung zu einer Geldbuße von 40.000 Dollar verurteilt und ein weiteres Crew-Mitglied zu 19.000 Dollar. O’Barry ist ein Tierschützer und ein Aktivist. Der Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit bedingt ein persönliches Risiko. O’Barry wurde 1991 von den Vereinten Nationen mit dem „United Nations Environmental Achievement Award“ für seine vorbildlichen Einsatz bei der Auswilderung von Delfinen ausgezeichnet. –
Massenhaftes Delfinsterben durch Quecksilbervergiftung
Die Meldungen über mysteriöse Delfin-Massensterben reißen nicht ab. Mindestens 55 Delfine sind in der vergangenen Woche aus bisher ungeklärter Ursache im Gestrüpp des Gezeitenmeeres der Mangrovenwälder in Madagaskar umgekommen. Mehr als 20 Delfine strandeten in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall. Im letzten Jahr wurden mehr als 35 verendete Meeressäuger an der spanischen Mittelmeerküsten angeschwemmt. Im Mai wurden in China zum wiederholten Mal tote Schweinswale im Mündungsgebiet des Jangste aufgefunden.
Als Ursache veröffentlichte das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) jetzt wissenschaftliche Labor-Untersuchungen, aus denen sich ergibt, dass das japanische Delfinfleisch teilweise um mehr als das 50-fache der nationalen Grenzwerte mit Quecksilber belastet ist. Weiterhin fanden sich in dem Delfinfleisch verendeter Exemplare Rückstände von Feuerhemmenden Stoffen wie Polybrombierte Diphenylether (PBDE) aus der Produktion von Plastik- und Schaumstoffen. Quecksilber und PBDE gelten als hochgradig toxisch, potenziell krebserregend und verursachen Impotenz.
Jürgen Ortmüller, Vorsitzender des WDSF: "Das derzeitig weltweite Delfinsterben ist nur der Anfang des Leidens der intelligenten Meeressäuger und auch der konsumierenden Bevölkerung. Das Fleisch der Wale und Delfine ist so hochgradig kontaminiert, dass es als Sondermüll entsorgt werden müsste. Wale und Delfine stehen in der marinen Nahrungskette ganz oben. Island und Norwegen exportieren kontaminiertes Walfleisch nach Japan. In japanischen Gewässern werden jährlich über 22.000 Delfine abgeschlachtet und vermarktet. Die japanische Walfangflotte jagt alljährlich im Nordpazifik und im Südpolarmeer mehrere tausend Wale angeblich für wissenschaftliche Zwecke. Tatsächlich landet das Delfin- und Walfleisch in den Regalen der Supermärkte und in Schulkantinen. Mehr als 50 Prozent des Fleisches der Wale und Megatonnen gefangener Fischen werden inzwischen als Tierfutter verwendet und gelangen so auch auf den Speisezettel der Bevölkerung in der ganzen Welt."
Das WDSF macht auch die weltweite Verklappung von Giftmüll in den Ozeanen für die hochgradigen Giftbelastungen der Meerestiere verantwortlich.
"Wir reden von der anstehenden Gefährlichkeit des Klimawandels, sehen aber nicht die Gefahren, die längst auf unseren Tischen landet. Das Massensterben der Delfine ist auf die Vergiftungen zurückzuführen, die das empfindliche Sonar und andere Organe der Meeresbewohner zerstören", so der WDSF-Sprecher.
Auch auf den dänischen Färöer-Inseln werden ab Juni wieder traditionell bis zu tausend Grindwale bestialisch abgeschlachtet und verzehrt. Die dänische Regierung erteilt seit Jahren Warnhinweise für den Verzehr für Kleinkinder und Schwangere - jedoch ohne wirklichen Erfolg. Walfleisch gehört seit mehr als 400 Jahren zum Grundnahrungsmittel der Färöer als Nachfahren der Wikinger.
Die alljährliche Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) will sich ab 23. Juni auch mit dem Kleinwalfang in den Küstenregionen befassen.--
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-22 Fax: 02334/9190-19 Jürgen Ortmüller Vorsitzender mobil: 0172/876 2002
20.05.08 - Island hält sich nicht an seine Ankündigung, den kommerziellen Walfang zu beenden - Jagd auf 40 Zwergwale beginnt! http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20052008ArtikelUmwelt1 weitere Infos und Protestadressen siehe auch unter:"Walfang Island"
16.05.08 - Bericht zur Kundgebung "Ausnahmsloses Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland" unter: ..EINFUHRSTOPP Delfine
Das Delfinarium im Heide-Park in Soltau und im Gardaland in Norditalien wird nach den Ankündigen des Betreibers zum frühest möglichen Termin geschlossen - Infos folgen!
WDSF-Pressekonferenz: Delfinimport-Demonstration gegen Bundesregierung /
Ex-TV Flipper-Trainer Richard O’Barry in Unna und Berlin / Delfinarium schließt
Parteiübergreifend wollte die Bundesregierung im letzten Jahr den „Schutz der Wale sicherstellen“ und hatte, ebenso wie die USA und EU, den „wissenschaftlichen“ japanischen Walfang scharf verurteilt. Tatsächlich ist es in Deutschland aber immer noch erlaubt und wird von der Bundesregierung und der FDP befürwortet, Delfine für sog. Bildungs- und Forschungsarbeit in Delfinarien zu importieren. Dort werden die Delfine für mehrere Millionen Euro Eintrittsgelder in Shows vermarktet.
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok nehmen diesen Widerspruch zum Anlass, am 9.5.08 ab 11:30 in Berlin (Brandenburger Tor/Pariser Platz) zu einer Demonstration „Ausnahmsloses Importverbot fürWale & Delfine nach Deutschland“ aufzurufen. Rund 200 Tierschutz-Organisationen unterstützen diesen Aufruf (s. Solidaritätsliste www.walschutzaktionen.de ).
Dem WDSF liegen Informationen vor, dass in Japan Delfinmanager 14 Delfine für einen Deutschland-Import angefragt haben. Von den ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland sind Nürnberg, Duisburg, Münster und Soltau verblieben. Nürnberg hat für die neue 24-Millionen-Euro „Delfin-Lagune“ ebenso wie das geplante Delfinarium auf Rügen einen Importbedarf. „Eine der Delfin-Shows wird auch auf Druck des WDSF in diesem Jahr noch geschlossen“, so Jürgen Ortmüller, WDSF-Vorsitzender.
Der Ex-TV-Trainer von „Flipper“, Richard O’Barry, Mitbegründer des WDSF, wird auf der Kundgebung sprechen und bereits am Donnerstag, den 8. Mai ab 12:00 Uhr auf einerPressekonferenz im Hotel Excelsior, Hardenbergstr. 14 in Berlin für die Medien zur Verfügung stehen. Am 7. Mai spricht O’Barry ab 11.15 Uhr vor Schülern in der Aula des Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna (Iserlohner Str. 14).
Für die Demonstration in Berlin haben sich Bundestags-Sprecher von Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, SPD sowie Die Tierschutzpartei angesagt. Die FDP befürwortet ausdrücklich den Import von Delfinen zu Forschungszwecken. CDU und SPD beraten noch über eine Aussage.
28.04.08 - Skandalös - FDP spricht sich für Delfinimporte nach Deutschland aus! Infos siehe unter: ..EINFUHRSTOPP Delfine
15.04.08 - BESETZUNGS-AKTION NÜRNBERGER DELFINARIUM: Video-Dokumentation - Link und weitere Informationen siehe unter: Besetzung-Delfinarium
14.04.08 - Nach der Bundestagsfraktion DIE LINKE unterstützt nun auch die TIERSCHUTZPARTEI unsere Forderung nach einem ausnahmslosen Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland! Infos siehe unter: ..EINFUHRSTOPP Delfine
08.04.08 - VORBILDLICH! Bundestagsfraktion "DIE LINKE" spricht sich als 1. Partei für ein ausnahmsloses Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland aus! Infos siehe unter: ..EINFUHRSTOPP Delfine
06.04.08 - Ausbau des Nürnberger Delfinariums - Zustimmung in der Bevölkerung schwindet immer mehr! Delfin- «Lagune» im Tiergarten: 56,7 Prozent (293) können sich diese geplante Einrichtung gut vorstellen, 40,2 Prozent (208) nicht.http://www.sonntagsblitz.de/artikel.asp?art=796462&kat=236&man=3
01.04.08 - Pressemitteilung (Wal- und Delfinschutz-Forum) WDSF
Erstmals größtes Delfin-Massaker in Taiji/Japan dokumentiert –
Pressetermine mit Fernseh-Trainer von „Flipper“ Richard O‘Barry in Berlin
(Hagen/WDSF) Der jährliche Delfinmord von rund 2500 Exemplaren in der Küstenregion des japanischen Nationalparks Yoshino Kumano Kokuritsu Koen im japanischen Taiji wurde jetzt durch verdeckte Filmaufnahmen der amerikanischen Meeresschutz-Organisation Oceanic Preservation Society (OPS) in Zusammenarbeit mit dem „Flipper“-Trainer Richard O’Barry dokumentiert.
Mit einer finanziellen Unterstützung von 5 Millionen Dollar durch den Netscape Gründer Jim Clark konnte ein Filmteam der OPS unter der Leitung von Louie Psihoyos über eine Jahr lang mit einer High-Tech-Filmausrüstung das von den Japanern immer wieder bestrittene blutige Gemetzel an den intelligenten Meeressäugern filmen. Im Juni 2008 soll der Dokumentarfilm weltweit und insbesondere in Japan gezeigt werden, zumal die japanische Bevölkerung meist über das grausamen Treiben der heimischen Fischer nicht informiert ist.
Die Tiere werden von Booten aus mit starker Geräuschentwicklung durch Metallstangen in die Buchten getrieben. Dort werden die in Panik verfallenden Delfine mit Netzen an der Flucht gehindert. Damit das Fleisch der Meeressäuger nach diesem Stress zart bleibt, werden sie zur Beruhigung eine Nacht lang dort gefangen gehalten. Am nächsten Tag werden sie grausam hinter blauen Kunststoffplanen, vor den Kameras der Fotografen und Filmern geschützt, abgeschlachtet, indem den Tieren das Rückgrat gebrochen wird und sie dann aufgeschlitzt werden. Das Fleisch der getöteten Delfine wird in der Fischfabrik von Taiji verarbeitet und an japanische Supermärkte und Schulkantinen zum Verzehr ausgeliefert, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen des Delfinfleischs eine mehr als 30-fache Quecksilberbelastung oberhalb der Grenzwerte des japanischen Gesundheitsministeriums nachgewiesen haben. Die stärksten Tiere, die einen Kaufpreis von bis zu 150.000 Dollar erzielen, werden von professionellen Delfin-Trainern zum Verkauf an Delfinarien aussortiert. Dies alles geschieht mit offizieller Genehmigung der japanischen Regierung, die sich auch an der internationalen Kritik des japanischen Walfangs nicht stört.
Über ein Jahr lang hat das amerikanische Filmteam der OPS mit in Steinattrappen versteckten HD-Kameras, Unterwasserkameras, unbemannten Film-Helikoptern und in Bäumen versteckten Mikrofonen das brutale Delfinschlachten dokumentiert. Immer wieder wurden sie dabei von der lokalen Polizei und von mit Stangen bewaffneten Delfinfängern verfolgt.
„Das Ergebnis dieses Horrorfilms wird die Welt schocken“, sagt Richard O’Barry, Mitbegründer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und Mitarbeiter des Earth Island Institut. Der zum Delfinschützer konvertierte ehemalige Flipper-Fernsehtrainer hatte sich in den letzten fünf Jahren jährlich mehrfach in Taiji aufgehalten hat, um die Filmaufnahmen vorzubereiten. Mehrfach wurde ihm dabei die eigenen Kameraausrüstung von den Fischern zerstört und er musste um Leib und Leben fürchten.--
Auf Einladung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wird Richard O`Barry am Freitag, den 9. Mai 2008, an einer Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin gegen den von der Bundesregierung nach wie vor erlaubten Import von Delfinen nach Deutschland teilnehmen.
Siehe Info unter: 09. Mai Demo - Berlin
Pressetermine sind am Donnerstag, den 08. Mai 2008 in Berlin vorgesehen. Journalisten und Medien werden höflichst gebeten, sich beim WDSF zu akkreditieren.
01.04.08 - USA - Regierung will nicht auf Sonar-Einsatz verzichten: "Nationale Sicherheit ist höher zu bewerten als das Wohlergehen von Meeressäugern" -http://derstandard.at/?url=/?id=3285623
16.02.08 -Leserbrief von Andia Mirbagheri, Pressesprecherin der SCHÜLER FÜR TIERE - Beschwerde über den Artikel der Nürtinger Zeitung vom 6.2.08 bei „Paulas Nachrichten“, „An Delfinen im Zoo über die Tiere lernen“ - siehe unter: Kids für freie Delfine
Auch in Okinawa werden wieder Delfine getötet. Nach 18 Jahren Pause. Delfine wären ja nicht durch ein Fangmoratorium durch die IWC geschützt, so die lapidare Begründung. Das Delfinfleisch soll in kleinen Märkten und bei Stadtfesten angeboten werden. http://www.japanupdate.com/?id=8357
02.02.08 -„Whales Revenge“: 1 Million Unterschriften gegen den Walfang - Bitte um Teilnahme Trotz des seit 1989 geltenden Internationalen Walfangverbotes werden unter dem Deckmantel wissenschaftlichen Walfangs jährlich noch immer tausende Wale und Delphine getötet. Online-Petition unter: www.whalesrevenge.com/
21.01.08 – Bündnis 90/Die Grünen gegen Delfinarien
1.) Kreisverband Nürnberg-Stadt in ihrem Programm zur Kommunalwahl 2008
Tierschutz in Nürnberg
„Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Deswegen lehnen wir den Bau der Lagune ab und wollen das Delfinarium mittelfristig schließen.“
2.) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft strikt ab.
Siehe Schreiben von: Undine Kurth - Mitglied des Deutschen Bundestages - Parlamentarische Geschäftsführerin - Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei: ..EINFUHRSTOPP Delfine
21.01.08 - Windräder versus Kleinwale - Bau und Betrieb der Windparks auf See produzieren Lärm, der die Tümmler bedroht - http://www.neues-deutschland.de/artikel/122637.html siehe auch Meldung vom 10.01.08 untenstehend.
20.01.08 - Immer mehr Parteien sprechen sich in Nürnberg gegen den Ausbau des Delfinariums aus! Die LINKE, Bündnis90/DieGrünen, Freie Wähler und die ÖDP sprechen sich gegen und SPD, CSU und FDP für den Bau der Lagune aus. http://www.sonntagsblitz.de/artikel.asp?art=758427&kat=236&man=3
(Anmerkung: Ich begrüße es sehr, dass dieser ökologische Schaden für die Umwelt anerkannt wurde. Jedoch kann das Leben von 150 000 Vögel und anderen Meeressbewohnern keine Entschädigungszahlungen ersetzen. Es bleibt die Hoffnung, dass durch die Verhängung von solch drakonischen Strafen ein Umdenken bei den Verantwortlichen einkehrt und es zukünftig vermieden wird, solche Gefahrengüter mit unsicheren Schrottkähnen zu transportieren. Zum Wohle aller Lebewesen im und am Meer.)
16.01.08 – Trotz Protest: Tierschützer weiter in Gewalt japanischer Walfänger
(Anmerkung: Ich begrüße es sehr, dass diese Studien durchgeführt wurden. Über die Detail-Ergebnisse darf man gespannt sein. Allerdings kritisiere ich schon seit Jahren, dass zuerst diese gingantischen Anlagen gebaut werden (die Windräder im Meer kann man mit denen auf Land nicht mehr vergleichen, denn die sind mittlerweile höher als der Kölner Dom!) und erst danach Untersuchungen stattfinden, ob von ihnen für die heimischen Tierarten eine Gefahr ausgehen kann. Ich persönlich halte den Ausbau von regenerativen Energiegewinnungsträgern für unvermeidlich und auch für unverzichtbar. Nur sollte mit ihnen verantwortungsvoll und umsichtig umgegangen werden. Was passiert, wenn die Windräder tatsächlich die heimischen Tierarten gefährden oder vertreiben? Werden diese Millionen-Investitionen dann wieder abgebaut? Mit Sicherheit nicht. Erst wissenschaftliche Studien betreiben und dann evtl. erst bauen. Nicht umgekehrt.)
08.01.08 - Walfang – Fronten zwischen Japan und Australien verhärten sich
Ein Video auf YouTube bezeichnet den Widerstand der Australier gegen den japanischen Walfang als «rassistisch». Der australische Außenminister hat sich eingeschaltet.
Anmerkung: Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten japanischen Videos über Deutschland erscheinen. Material hätten die Filmemacher sicher genug! Deshalb darf und kann die Bundesregierung nicht den Moralapostel spielen und den Walfang verurteilen, wenn sie es selbst duldet, Meeressäuger in unser Land zu importieren, die für kommerzielle Zwecke ausgebeutet werden.
(Anmerkung: Einmal mehr gibt die Leitung des Nürnberger Tiergartens ein diletantisches, inkompetentes und herzloses Bild ab. Müssten diese Herren nicht mit allen Mitteln versuchen, diese Tiere, dessen Art vom Aussterben bedroht sind, am Leben zu erhalten? Es darf einen nicht verwundern, dass dieser Zoo schon 34 tote Delfine vorzuweisen hat. Im Juni 2007 ist dort auch ein Delfinbaby verhungert! Anstatt die Anlage zu schließen, wird sie noch weiter ausgebaut. Eisbären und Delfine sind nicht dafür geeignet, sie in zoologischen Anlagen zu halten. Mit Rücktritt allein dürfen die Zooleiter Herr Encke und Herr Mägdefrau, der nach Informationen von AKT gar Hobbyjäger ist, nicht davon kommen. Ein Fall für die Staatsanwaltschaft.)