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ProWal-Aktion gegen japanische Treibjagden, Tötungen und Folter-Abrichtungen von Delfinen für die Delfinarien-Industrie.






Unterstützung für die Fortsetzung der weltweit einmaligen Delfin-Schutz-Aktion in Taiji/Japan, die ProWal 2014 begonnen hat.















Der japanische Fischerort Taiji ist die größte Hölle für Delfine auf Erden!

Mehr als 27.000 Delfine wurden dort in den letzten 20 Jahren für die Delfinarien-Industrie in Gefangenschaft genommen oder getötet!

In 2009 sorgte die oscarprämierte Dokumentation „Die Bucht/The Cove“ über die grausamen Delfin-Tötungen und den Zusammenhängen mit der Delfinarien-Industrie weltweit für Schlagzeilen. Die Hoffnungen vieler, dass sich dadurch etwas in Japan verändern könnte, erfüllten sich leider nicht.

Die Delfin-Treibjagden werden weiterhin Jahr für Jahr fortgesetzt, denn die japanische und auch die weltweite Delfinarien-Industrie lechzen nach weiteren Delfinen, um sie für kommerzielle Shows, Schwimmprogramme und der nutzlosen Delfin-Therapie zu missbrauchen.

Die Delfin-Familien werden nicht nur wegen der Nachfrage nach lebenden Delfinen durch die weltweite Delfinarien-Industrie und der Fleischbeschaffung bejagt, sondern auch deshalb getötet, weil die Meeressäuger als Konkurrenz für die japanische Fischerei-Industrie angesehen werden.

In acht japanischen Präfekturen wurden in der Fangsaison 2012/2013 insgesamt 17.216 Delfine getötet. Die jahrelange Bejagung hat dazu geführt, dass es im Norden Japans fast überhaupt keine küstennahen Delfin-Populationen mehr gibt. Die Ausrottung der Delfine in japanischen Küstengewässern ist in vollem Gange!

Am 1. September 2016 wurde in Taiji erneut die Delfin-Fangsaison eröffnet. Hunderte Delfine sollen bis Ende Februar 2017 für die weltweite Delfinarien-Industrie gefangen und annähernd zweitausend Meeressäuger völlig sinnlos getötet werden.

Mit dem Lärm einer langgestreckten Reihe von Treibjagd-Booten werden die Delfin-Killer dann wieder versuchen, die Delfine in eine flache Bucht zu treiben, die sie dann mit Netzen verriegeln. Besonders schöne und unverletzte Tiere werden aussortiert, denn sie sind eine begehrte Beute für den Verkauf an Delfinarien in aller Welt. Dann beginnt auch erneut das Abschlachten der völlig wehrlosen Tiere.


106 Delfinarien haben bereits wildgefangene Delfine aus Taiji erworben, hauptsächlich die etwa 50 japanischen Delfinarien. Verkauft wurden die Meeressäuger auch ins Ausland, vorwiegend nach China, aber auch nach Korea, Taiwan, Philippinen, Russland, Georgien, Ukraine, Saudi-Arabien, Arabische Emirate, Iran, Ägypten, Tunesien und in die Türkei.

1979 wurden drei Delfine aus Japan in das Delfinarium in den Neunkircher Zoo nach Deutschland gebracht. Sie wurden damals für jeweils 60.000 Mark inklusive Transport gekauft. Ein Delfin starb. Der Verbleib der beiden anderen Tiere ist bis heute unklar, da die deutschen und auch jedes europäische Delfinarium eine DNA-Analyse seiner Delfine verweigert.



Treibjagdsaison 2015/2016  

09.03.16 - Taiji/Japan - Treibjagdsaison 2015/2016 (Drive Hunt) offiziell beendet – Erneut rückläufige Fangzahlen – Niedrigste Fangzahl seit Jahren -  Delfinarien-Industrie hat ein Nachschubproblem – Weitere Aktionen

Von sieben verschiedenen Delfin-Arten, die in Taiji in der Treibjagdsaison 2015/2016 bejagt werden durften, wurden von vier Arten Tiere getötet (Rundkopf-Delfine (245), Große Tümmler (66), Grindwale (51) und Streifen-Delfine (290). Insgesamt: 652 Tiere

Von vier Arten (Große Tümmler (98), Grindwal (1), Weißseiten-Delfine (4) und Rundkopf-Delfine (8) wurden Tiere in Gefangenschaft genommen.

Insgesamt: 111 Tiere


Im Einzelnen:

Art - Fang-Quote – Tatsächlicher Fang:



Weißseiten-Delfine (Pacific White-sided Dolphins): 134 

Getötet: 0 – In Gefangenschaft: 4

__________________

 
Streifendelfine (Striped Dolphins): 450

Getötet: 290 – In Gefangenschaft: 0

__________________

 
Große Tümmler (Bottlenose Dolphins): 462
 
Getötet: 66 – In Gefangenschaft: 98

__________________

 
Schlankdelfine (Pantropical Spotted Dolphins): 400

Getötet: 0 – In Gefangenschaft: 0

__________________

 
Rundkopfdelfine (Risso's Dolphins): 256

Getötet: 245 – In Gefangenschaft: 8

__________________

 
Grindwale (Long-finned Pilot Whales): 101

Getötet: 51 – In Gefangenschaft: 1

__________________

 
Kleine Schwertwale (False Killer Whales): 70

Getötet: 0 – In Gefangenschaft: 0

__________________

 
In der Treibjagdsaison 2015/2016 wurden insgesamt 652 Tiere getötet und 111 Tiere in Gefangenschaft genommen. Fangzahl: 763

 
Die von den Behörden erlaubte Fang-Quote von 1.873 Tieren wurde mit 40,7 % erfüllt. 

 
Fangzahlen der letzten Jahre:

2012/2013 – 1.097

2013/2014 – 992

(Start: ProWal-Vergrämeraktionen)

2014/2015 – 831

2015/2016 – 763

 

Quelle: http://www.ceta-base.org/taiji/drive/results.html

 

Die Fangzahl in der Saison 2015/2016 von 763 Tieren war die geringste seit Beginn der Aufzeichnungen von Ceta-Base im Jahr 2010!


Zum ersten Mal seit den Ceta-Base-Aufzeichungen wurden in dieser Saison keine Schlank-Delfine (Pantropical Spotted Dolphins) gefangen! Fangquote: 400 Tiere!

Von den für die Delfinarien wertvollen Weißseiten-Delfinen(Pacific White-sided Dolphins) wurden vier Tiere gefangen. Fangquote: 134 Tiere.

Schon vor dem Start der Fangsaison (2015/2016) lagen in Taiji von Seiten der weltweiten Delfinarien-Industrie Bestellungen von 155 Großen Tümmlern vor. Jedoch wurden lediglich 98 Delfine dieser Art während der sechsmonatigen Saison gefangen. Dies hat natürlich auch zur Folge, dass die Preise steigen! 


Laut Statistikzahlen des japanischen Finanzministeriums wurden abgerichtete Delfine für etwa 36.750 € pro Tier an einen der größten Abnehmer für wildgefangene Delfine nach China verkauft (November 2015).

In 2013 mussten die chinesischen Delfinarien-Betreiber noch etwa 31.200 € für einen abgerichteten Delfin bezahlen!

41.600 € bezahlte im September 2015 ein Delfinarium in Südkorea für einen abgerichteten Delfin. 

Im Januar 2016 zogen die Preise weiter an. Zwei Pilotwale und 14 Große Tümmler wurden für 809.047 € nach Russland verkauft. 

Seltene Exemplare, wie der Albino Große Tümmler „Angel“, deren Marktwert auf 500.000 bis zu einer Million Dollar geschätzt wurden, scheinen unverkäuflich zu sein. Sie und andere Meeressäuger mit Gen-Defekten befinden sich nach unseren Recherchen vor Ort weiterhin im Wal-Museum in Taiji. 

Die Delfinhändler werden sich etwas einfallen lassen müssen, wie sie die große Nachfrage der weltweiten Delfinarien-Industrie in Zukunft decken wollen! Schon während der Treibjagd-Saison 2014/2015 wurden gerade einmal 41 Große Tümmler in Taiji gefangen. 

Wie gereizt die Stimmung ist, sieht man am Beispiel von Ric O`Barry, der dieses Jahr bei der Einreise nach Japan verhaftet, über Wochen eingesperrt und mit einem fünfjährigen Einreiseverbot belegt, wieder ausgewiesen wurde. Schon in 2015 wurden bereits mehreren Tierschutzaktivisten von Organisationen und auch Privatpersonen, hauptsächlich aus den USA, die Einreise nach Japan mit der lapidaren Begründung („Sie seien keine Touristen“) verweigert.

Wir werden unsere in 2010 begonnenen Recherchen in Japan und auch unsere in 2014 begonnenen Undercover-Aktionen zur Vergrämung der Delfine und Wale vor der Küste Taijis auch in Zukunft fortsetzen!

Damit sich auch langfristig etwas ändern kann, ist es notwendig, dass alle Delfinarien geschlossen werden müssen!

Laut einer Umfrage der Elsa Nature Conservancy von 2013 leben etwa 600 Delfine in 54 Marine-Parks in Japan. Die japanischen Delfinarien sind damit weiterhin der größte Abnehmer von wildgefangenen Delfinen aus Taiji.




Der Anfang ist gemacht! 

Wir haben Ende 2015 in einem Delfinarium in Tokyo recherchiert und auch diese Online-Aktion ins Leben gerufen, an der sich jeder beteiligen kann.


ProWal-Online-Aktion zur Schließung des Delfinariums im Epson Aquapark Shinagawa in Tokyo/Japan


Informationen dazu unter: 

EPSON - Online-Aktion


oder bei Facebook unter: 

https://www.facebook.com/groups/717399408393794





Nicht nur die Delfinarien in Japan oder die Anlagen, welche Delfine außerhalb Japans kaufen, müssen geschlossen werden, sondern auch die Delfinarien in der EU!

Siehe ProWal-Aktionen unter:
EU-AKTION 2016




Kampagne "Blue Cove 2014/2015" - http://walschutzaktionen.de/1547201/2234701.html


Kampagne "Blue Cove 2015/2016" - http://walschutzaktionen.de/1547201/2791211.html


Viele weitere Informationen über die Delfin-Treibjagden in Taiji und ihren Zusammenhängen mit der weltweiten Delfinarien-Industrie erhalten Sie unter:

Taiji - Japan





Wie kann man dieser grausamen Barbarei begegnen?

Wir waren bereits mehrmals in Taiji. In 2010 verschafften wir uns selbst einen Eindruck vor Ort. Wir konnten damals bei diesen erbarmungslosen Massakern an wehrlosen Delfinen nur zusehen und diese dokumentieren. Es war unerträglich, gerade dass wir nichts dagegen unternehmen konnten, belastete doch sehr.

Wir wollten mehr, als die grausamen Geschehnisse dokumentieren, die ja bereits weltweit bekannt waren. Wir wollten den Delfinen direkt helfen und etwas Aktives unternehmen und hatten auch eine Idee dazu, wie wir das bewerkstelligen könnten.

Schon seit einigen Jahren setzen wir zum Schutz von Delfinen, Hafensschweinswalen und Grindwale sehr erfolgreich sogenannte Pinger ein.






Pinger sind elektronisch betriebene Akustikgeräte, die heutzutage in der weltweiten Fischerei-Industrie eingesetzt werden, um ungewollte Beifänge von Delfinen und kleinen Walen zu verhindern.

Mithilfe dieser Pinger werden beifanggefährdete Delfinarten akustisch gewarnt, um sie von den Fischernetzen fernzuhalten.

Mit dem Einsatz solcher Vergrämer-Geräte gelang es uns, ein Massensterben von verirrten Delfinen und Hafenschweinswalen in dem Fluss Bug in der Ukraine zu stoppen.

Siehe Bericht unter:

http://walschutzaktionen.de/1775401.html

Auch setzten wir diese Geräte sehr erfolgreich zum Schutz von Grindwalen auf den Färöer-Inseln ein.

Siehe Bericht unter:

http://walschutzaktionen.de/226301/2570301.html





Das Problem aller Pinger-Typen ist, dass sie nicht alle Delfinarten gleich ansprechen, was mit den unterschiedlichen Hörvermögen der Meeressäuger zu tun hat.

Die meisten Arten nehmen sie wahr, wenige Arten, wie z.B. die Rundkopf-Delfine, leider nicht. Der Grund dafür ist, dass manche Arten nicht als beifanggefährdet angesehen werden und deshalb bei der Entwicklung dieser Vergrämertechnik keine Berücksichtigung fanden.

Die Pinger können jedoch zur Vertreibung der meisten der sieben Arten, die in Taiji bejagt werden, vor der Küste zum Einsatz kommen und das Meer beschallen.

Wir sehen den Einsatz von Pinger als einzige Möglichkeit, um kurzfristig die Fangzahlen reduzieren zu können.


Anfang 2014 reisten wir erneut nach Taiji, um Möglichkeiten auszuloten, ob und wo wir diese Pinger vor dem Küstenbereich platzieren können und fanden diese auch.

Der Einsatz dieser Geräte ist in Japan legal und sie werden auch dort von Fischern eingesetzt, die verhindern wollen, dass ungewollte Beifänge von Delfinen ihre Netze zerstören. Wir wollen versuchen Fischer zu finden, die in dieser Region solche Geräte an ihre Netze anbringen. 

Im Herbst 2014 reiste ein ProWal-Team mit der ersten Serie von Pingern im Gepäck nach Taiji und platzierte diese dort erfolgreich.

Siehe auch diesen Bericht dazu:

http://www.newsgo.de/prowal-aktiv-gegen-delfinmassaker/



Das Ergebnis unserer Vergrämeraktionen kann sich sehen lassen!

Auch wenn die Pinger leider nicht alle Delfin-Arten gleichermaßen ansprachen, so konnte dennoch ein Rückgang der Tötungen und der Fänge von Delfinen festgestellt und erreicht werden!

Auffallend war auch, dass sich die Delfine oftmals nicht mehr so küstennah aufhielten, wie das noch früher der Fall war, was wir der Platzierung unserer Pinger zuschreiben.

Dadurch hatten die Delfine auch deutlich bessere Chancen, der Treibjagd-Flotte zu entkommen! Immer wieder versuchten die Delfinkiller über mehrere Stunden die Delfingruppen zusammenzuhalten und sie in Richtung Küste zur Schlachtbucht zu treiben, was ihnen öfters nicht gelang. Die Delfine konnten oftmals ihren Häschern entkommen!





15.01.2017





Taiji – Ein Höllenort für Delfine ohne ersichtlichen Wandel – Strategiewechsel erforderlich!  

Seit 2010 besuchte ich den Fischerort Taiji in Japan nun das vierte Mal, um mir auch ein persönliches Bild von der Situation vor Ort und dem Werdegang zu verschaffen. Addiert werden diese Besuche noch von Teams, welche für meine Organisation ProWal in und um Taiji Undercover-Aktionen zum Schutz der Delfine durchführten und ebenfalls Erfahrungen sammelten.  

Warum es nun an der Zeit ist, über einen Strategiewechsel nachzudenken, darauf komme ich gleich zurück. Zuvor möchte ich noch schildern, wie ich überhaupt auf diesen Höllenort für Delfine, auf Taiji an der japanischen Pazifikküste gelegen, überhaupt aufmerksam wurde.  

In 2008 lud Jürgen Ortmüller vom WDSF, den ich bei der IWC-Tagung 2003 in Berlin kennenlernte, den ehemaligen Delfintrainer und Tierschutzaktivisten Ric O`Barry zu einer gemeinsamen Demonstration nach Berlin ein, bei der wir am Brandenburger Tor und vor dem Reichstagsgebäude ein Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine nach Deutschland von der damaligen Bundesregierung forderten. Damals waren in Deutschland noch vier Delfinarien in Betrieb. Die Delfinarien im Heide Park in Soltau und im Allwetterzoo in Münster wurden durch langjährige Interventionen durch ProWal und dem WDSF geschlossen. Das damals geforderte Importverbot wurde jedoch nicht beschlossen, obwohl es durchaus Politiker und auch Parteien gab, welche unsere Forderung unterstützten. Parteiübergreifend fand sich für ein solches Gesetz bis heute keine Mehrheit, obwohl es immer wieder von einzelnen Parteien, zuletzt von Bündnis 90/Die Grünen im Oktober 2016, gefordert wurde.  

Bei der damaligen Demo in 2008 zeigte mir Ric O`Barry auf seinem Laptop Filmszenen, welche die grausamen Delfinjagden in Taiji dokumentierten. Es waren Ausschnitte, die für die mittlerweile weltbekannte Dokumentation „The Cove - Die Bucht“ vorgesehen waren.  


https://archive.org/details/DieBucht2009    

Ich konnte damals gar nicht glauben, zu was Menschen überhaupt fähig waren! Dass die Delfine in Delfinarien nicht vom Himmel in Betonbecken reinfielen, war mir ja klar, aber dass Menschen so brutal und so erbarmungslos mit unseren Mitgeschöpfen umgingen, das raubte mir damals alle Sinne.  

Mit Jürgen Ortmüller reiste ich in 2009 zum Film-Festival nach Hamburg und traf dort erneut Ric. Damals wurde bei diesem Event die Dokumentation „The Cove - Die Bucht“ vorgestellt, welche reihenweise Preise abräumte und gar mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Obwohl dieser Film bereits eine Freigabe ab sechs Jahren erhielt und die schlimmsten Szenen, gerade über den langen Todeskampf und den Schlachtungen der Delfine in Taiji nicht ausführlich gezeigt wurden, wurde mir deutlich vor Augen geführt, dass dies alles eine bittere Realität war. Mich ließen diese Bilder nie mehr los und ich wollte viel mehr über die Hintergründe und Zusammenhänge erfahren, um auch zu erkennen, was man dagegen unternehmen kann.  

Meine erste Reise führte mich dann bereits im Jahr 2010 nach Taiji. In den Jahren darauf und nun zuletzt in den ersten zwei Januar-Wochen 2017 bereiste ich erneut Japan und immer stand auch ein Besuch in Taiji an. Deshalb erlaube ich mir, meine persönlichen Eindrücke über den Werdegang in diesem kleinen Fischerort in den letzten Jahren zu beschreiben. Manche Aktivisten befanden sich gar mehrere Monate an diesem Ort und diese haben sicherlich ihre ganz eigenen Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Ich möchte nun von meinen berichten und werde hier keine Analyse über die Fänge von den sieben Arten aufstellen, die in Taiji bejagt werden „dürfen“, sondern auf das Drumherum eingehen.  

In 2010 waren neben einigen Privatpersonen mehrere Tierschutz-/Umweltschutz-Gruppen vor Ort, die mit einer relativ hohen Anzahl an Personen auftraten, welche die Delfinfänge und auch das Morden der Meeressäuger dokumentierten. Meistens waren es Aktivisten aus dem Ausland, aber es gab durchaus auch Japaner, die sich als Privatpersonen in Taiji aufhielten, welche auch diese Treibjagden verurteilten. Damals stellte ich auch noch eine tolle Zusammenarbeit zwischen allen Organisationen und Privatpersonen fest. Man half und unterstützte sich gegenseitig, ging gemeinsam zum Essen und tauschte Informationen aus. Damals war ich noch voller Hoffnung, dass sich durch die Präsenz von Privatpersonen und Organisationen aus dem In- und Ausland etwas bewirken lässt. In aller Ausführlichkeit konnten die Delfintreibjagden mit all ihren Abscheulichkeiten dokumentiert werden. Medien rund um die Welt veröffentlichten Berichte und auch in Japan selbst wurden über diese Massaker an wehrlosen Tieren berichtet.  

Weil das Internet in Japan nicht zensiert ist und jeder auf alle Berichte zugreifen kann, ist es ein Fehlglaube und eben auch ein Märchen anzunehmen, dass die japanische Bevölkerung rein gar nichts über die Vorgänge in Taiji weiß. Die Präfektur Wakayama gilt in Japan zwar als Provinz, aber sie ist, gerade in der Region um Taiji, wegen ihrer schönen Landschaft, dem höchsten Wasserfall Japans, vielen Bademöglichkeiten im Sommer und auch wegen der kulinarischen Küche bei Japanern ein beliebtes Reise- und Urlaubsziel. Kaum ein Tourist wird die Fülle von angebotenem Delfin- und auch Walfleisch, welches hauptsächlich in Geschäften und Restaurants in der Region angeboten werden, übersehen. Ob das Walfleisch aus eigenen Fängen oder aus Finnwal-Importen von der Firma Hvlur aus Island stammt, war nicht feststellbar. Der Preis für ein Kilogramm betrug jetzt im Januar 40 – 60 €.  

Zudem finden alljährlich in acht Präfekturen Japans Delfintötungen statt, die den Japanern sicherlich auch nicht unbekannt geblieben sein dürften. Bis zum Jahr 2003 wurden in dem Ort Futo, ebenso wie in Taiji, die Delfine an der Küste abgeschlachtet. Die anderen Delfintötungen, bei denen die meisten Tiere umgebracht werden, finden auf dem offenen Meer vor der japanischen Küste statt und haben bisher leider so gut wie überhaupt keine Aufmerksamkeit erfahren! Ich frage mich schon länger, warum eigentlich nicht? Warum ist der Fokus rein nur auf Taiji ausgerichtet?  

Grundsätzlich habe ich vor jeder Person, die nach Taiji reist, unabhängig davon, ob diese eine Privatperson ist oder einer Organisation angehört, absoluten Respekt. All diese Menschen, welche ihre Freizeit oder ihren Urlaub dafür verwenden, dort zu sein, wo für mich der schlimmste Ort für Delfine auf diesem Planeten ist, sind etwas Besonderes! Sie nehmen meistens nicht nur eine lange Reise auf sich, bezahlen ihre Kosten für Kost und Logis meist aus ihren eigenen Geldbeuteln, sondern sie riskieren auch ihr eigenes Seelenheil. Ich sah schon viele Menschen, darunter auch gestandene Männer, die während den Schlachtungen weinten. Menschen aus verschiedenen Ländern dieser Erde teilten sich die gleichen schrecklichen Erfahrungen und sie lagen sich gegenseitig tröstend in den Armen, wohlwissend, dass sie dazu verdammt waren, nichts gegen diese Abartigkeit in diesen Momenten unternehmen zu können. Alle, welche das freiwillig auf sich nahmen, sind für mich großartige Menschen, die einen Ort besuchten, wo es scheinbar keine Menschlichkeit mehr gibt. Ich wünsche mir so sehr, dass alle dieser wunderbaren Menschen diese Eindrücke verkraften konnten und keiner mit anschließenden psychologischen Problemen zu kämpfen hatte!  

Die Geräusche des Hämmerns auf Metallstangen, wenn die Delfinkiller auf ihren Booten die Delfine vor sich hertrieben, die Motorengeräusche der kleinen Boote, wenn sie andauernd vor- und zurückfuhren, um die Delfine in Der Bucht in Schach zu halten und dabei auch noch rücksichtslos über die Tiere hinweg zufahren und die gesehenen Bilder von orientierungslosen Delfin-Babys, die neben ihren toten Müttern im blutroten Wasser am Ende des Massakers ertränkt wurden und auch der Anblick von toten Delfinen, die noch vor der Schlachtung an Stress gestorben waren, werden mich und sicherlich vielen, die das auch erlebt haben, wohl bis an das Ende meiner und deren Tage begleiten.  

Vieles hat sich im Laufe der Jahre in Taiji zum Negativen für die Aktivisten verändert, aber die Delfinfänge gehen ungehindert weiter. Ich stelle mir schon länger die Frage, ob die hier angewandten Strategien wirklich eines Tages zur Beendigung der Delfintreibjagden beitragen? Ich habe Bedenken und auch große Skepsis, denn mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, dass zumindest vorübergehend andere und auch neue Wege gegangen werden müssen!  

Silvester bei der Immigrationsbehörde  

Bei meinem jetzigen Besuch im Januar 2017 in Japan wurde ich von der Immigrationsbehörde am Flughafen in Osaka fünf Stunden lang befragt, was meine Beweggründe für meinen Besuch in Japan seien. Ich durfte letztendlich in das Land nur unter der Bedingung einreisen, wenn ich per Eid und das auch schriftlich versicherte, dass ich die japanischen Gesetze befolgen und die Fischer und die Polizei bei ihrer Arbeit nicht stören würde. Ich erhielt auch nicht, wie bisher, einen Aufenthaltsstatus von 90 Tagen in meinen Reisepass geklebt, sondern musste Japan nach 15 Tagen wieder verlassen! Eine Begründung für diese Auflagen wurde mir nicht genannt. Das ist skandalös, denn noch nie habe ich persönlich gegen japanische Gesetze verstoßen. Man ist wohl schon verdächtig, wenn man öfters in Japan einreist! Es gibt viele Aktivisten, welchen bereits die Einreise nach Japan schon völlig untersagt wurde. Dies alles schließe ich auf den Wandel in Taiji zurück, welcher sich in den letzten Jahren dort vollzog.  

In 2010 konnte man sich in Taiji noch relativ frei bewegen. Natürlich gab es damals auch schon Polizeikräfte vor Ort, aber nicht in solch einer Größenordnung wie es heute der Fall ist. Mächtig wurde aufgerüstet. Direkt an der Straße zur BUCHT gab es damals noch keine zusätzliche Polizeistation. Es gab nur einen Parkplatz, der heute völlig gesperrt ist. Ein stark motorisiertes Schlauch-Boot der Küstenwache, welches im Hafen von Taiji stationiert ist und jedes Mal bei einer erfolgreichen Treibjagd die Schlachtbucht absichert, gab es vor Jahren auch noch nicht. In 2015 war gar ein ein großes Schiff der Küstenwache vor Ort, welches Kanonen an Bord hatte.  

Chaoten aus Deutschland demolierten in Taiji einmal ein Denkmal und sorgten für viel Wirbel mit der Folge, dass Laptops und Handys beschlagnahmt wurden.  

In Taiji macht heutzutage keiner einen Schritt mehr, ohne dass die Polizei einen begleitet oder gar verfolgt. Gleich drei Autos, darunter auch Zivilfahrzeuge, verfolgten mich, als ich am Wal-Museum vorbeiging, welches etwa 500 Meter von der Schlachtbucht entfernt liegt. Ich wollte in einem Shop ein Ticket für eine kurze Bootsfahrt kaufen, um in einem Nachbarort in mein Hotel zurückzukehren. Zwei Polizisten begleiteten mich bis an die Türe des Ladens und ich bedankte mich bei ihnen für ihre „Fürsorglichkeit“ und dass ich die Türe nun selbst finden würde. Natürlich folgten noch Fragen, wo ich seit dem Morgen war, was ich jetzt und morgen tun würde, etc.  

Eine gewisse Polizeipräsenz finde ich zum Selbstschutz ja in Ordnung, denn es gibt auch einige Chaoten, wie die Nationalisten, die den Aktivisten dort gerne auch eine Lektion auf ihre Art erteilen würden. Aber der Aufwand und auch die Repressalien dort sind wohl kaum noch zu toppen. Ich selbst habe mitbekommen, wie jetzt ein deutsches Pärchen Taiji bereiste und diese von der Polizei über den Grund ihres Daseins befragt wurde.  

Nicht nur, dass ihr Auto von oben bis unten und ihr mitgeführtes Gepäck akribisch durchsucht wurde, nein, ihnen wurden gar die Abdrücke von ihren Händen und allen Fingern abgenommen und es gipfelte darin, dass sie gar ihre Schuhe bei der Polizeiwache ausziehen mussten, von denen dann auch Abdrücke der Sohlen gemacht wurden! Mir wurde diese Prozedur auch „angeboten“, die ich aber bestimmt und höflich ablehnte, was akzeptiert wurde!  

Diese Kontrollen hatten wohl auch den Hintergrund, dass die Polizei auf der Suche nach einer oder mehreren Personen waren, die angeblich ein Loch in ein Netz von einem Sea Pen des DolphinBase geschnitten hätten, durch das angeblich Delfine entkommen seien. Ich halte das persönlich für Unfug und für eine Erfindung des DolphinBase, welches einer der drei dortigen Delfinhändler ist, um das Leben der Aktivisten dort noch mehr zu erschweren. In 2014 dokumentierte ich, wie genau an diesem Ort sich mehrere Delfine außerhalb des Seegeheges aufhielten. Sie sprangen wohl über die Absperrungen und schwammen aber nie weit davon entfernt, obwohl sich das offene Meer nicht weit davon befindet. Die Abrichter des DolphinBase wissen zu genau, dass die sozialen Tiere ihre Artgenossen nicht zurücklassen würden und sahen das dort damals ziemlich gelassen, da sie diese Vorgänge wohl schon länger kannten. Über eine Schleuse, die mit ein paar Handgriffen geöffnet werden kann, schwammen die Delfine wieder in ihr Gefängnis zurück. Nur ein Idiot, der keine Ahnung von Delfinen hat, würde ein Loch, welches sehr klein ausfallen würde, in ein Netz dort rein schneiden. Delfine haben Angst davor, weil sie eben nur vorwärts schwimmen können, enge Passagen zu durchschwimmen.  

In den letzten Jahren und insbesondere dieses Jahr konnte ich immer mehr Einschränkungen feststellen. Wege, die bisher offen waren, wurden wohl aus vorgeschobenen Gründen gesperrt. Auf einen Aussichtshügel, um die Delfintreibjagden beobachten zu können, kam ich dieses Mal erst gar nicht, weil der Zugang mit einem Baustellenschild versperrt war. Bauarbeiter oder Baufahrzeuge sah ich jedoch dort keine.  

Eine echte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen konnte ich in den letzten Jahren leider nicht mehr feststellen. Man kocht halt gerne seine eigene Suppe.  

Die „Tradition“ wird verborgen, was zu ungenauen Zahlen führt.   Eine Bestimmung der Arten, welche in Die Bucht getrieben werden, ist noch möglich. Auch die Anzahl der in Gefangenschaft genommenen Tiere ist noch überprüfbar, aber die Anzahl der getöteten Meeressäuger basieren wohl auf Schätzungen. Erstens fand die Schlachtung von zum Beispiel 30 – 35 Streifen-Delfinen am 5. Januar d. J. innerhalb von wenigen Minuten statt, was ich vom Strand von Der Bucht aus, als Einziger (andere Aktivisten befanden sich auf dem Tsunami-Hill) neben zwei Personen von der Küstenwache auf einem Boot und vier weiteren an Land, selbst dokumentiert habe und zweitens ist Aufgrund von aufgehängten Planen in der Schlachtbucht und beim Schlachthaus im Hafen von Taiji ein Zählen nicht mehr möglich. Die Schlachtbarkasse ist seit Jahren nicht mehr im Einsatz und auf den kleinen Transportbooten liegen Planen über den Tieren.  

Deutlich wird dies auch bei den Statistikzahlen von CetaBase. Dort werden immer öfters gerade Zahlen wie 20, 30 oder 50 genannt. Genaue Zahlen sind also nicht mehr feststellbar.  

http://www.cetabase.org/taiji/drive-results    

Damit sich etwas überhaupt ändern kann, braucht es Veränderung!  

Dies sind alles Resultate jahrelanger Dokumentationen, die vor Ort durchgeführt wurden. Nichts ist dafür einfacher geworden, im Gegenteil, alles hat sich erschwert. Die Anzahl der Aktivisten vor Ort hat in den letzten Jahren rapide abgenommen, was eigentlich sehr begrüßenswert ist. Um nach wie vor in Taiji zu recherchieren und zu dokumentieren reichen meines Erachtens auch insgesamt zwei Personen aus.  

Die Jahre der Aufklärung über die grausamen Delfintreibjagden und deren Hintergründe in der westlichen Welt sind vorbei! Diejenigen, die es noch erreichen könnte, haben wohl etwas Kenntnis davon, aber sie ignorieren es eben und besuchen weiterhin Delfinarien, deren Anzahl im Westen schon seit Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist.  

Delfinarien im Osten und in Asien, welche Delfine aus Taiji kaufen, vermehren sich hingegen. China erlebt gerade einen Boom und ein Ende ist nicht absehbar. Mehr als drei Dutzend Delfinarien gibt es dort und ein weiteres Dutzend ist in Planung oder schon im Bau. Die Nachfrage nach weiteren Delfinen ist gigantisch und Taiji alleine kann diese Nachfrage wohl kaum noch decken. Pläne, um Hunderte Delfine im Jahr vor der Küste Namibias fangen zu dürfen, wurden vorerst auf Eis gelegt, was nichts zu bedeuten hat. Eine Aufklärung über die Hintergründe der Delfinarien findet in China kaum statt, obwohl es die Doku „Die Bucht“ auch in chinesischer Sprache gibt. Dort hinkt man wohl noch 20 Jahre in diesem Bereich hinterher.  

Ich bin der Meinung, dass wenigstens für eine gewisse Zeit alle Privatpersonen und Organisationen aus dem Ausland Taiji nicht mehr betreten sollten, um die Situation dort nicht noch weiter zu verschlimmern. Es würde völlig ausreichen, dass nur noch zwei Wege gesperrt werden, um überhaupt nichts mehr dokumentieren zu können (den Weg auf den Tsunami-Hill und der Zugang zur Bucht selbst). Das Dokumentieren könnten zwei Aktivisten aus Japan selbst übernehmen, die das erstens genauso gut und zweitens auch viel günstiger machen könnten. Es gäbe keinen Unterschied. Auf Live-Streams könnte gar verzichtet werden, denn wer schaut sich diese Massaker denn noch regelmäßig an?  

Der Vorteil von einem Engagement Einheimischer wäre auch, dass das gesammelte Wissen, die Erkenntnisse und die Erfahrungen von Aktivisten, nicht mehr überwiegend ins Ausland mehr mitgenommen werden, sondern dann im Land selbst bleiben würde und darauf aufgebaut werden könnte.  

Die Hauptabnehmer für Delfine aus Taiji sind die Delfinarien in Japan selbst. Gegen diese Einrichtungen wird kaum etwas unternommen. Es müsste von japanischen Aktivisten eine Webseite mit allen Delfinarien, die es in Japan gibt, erstellt und dort auch recherchiert werden. Dabei könnten Aktivisten aus dem Ausland behilflich sein. Ich selbst war vor ein paar Tagen in einem Delfinarium in Tokio, in dem ich schon vor einem Jahr recherchierte und danach eine Online-Aktion ins Leben rief. Die Show war langweilig und kurz. Nur etwa 100 Besucher sahen sich die 15-minütige Show an - vor einem Jahr waren es noch etwa 1.000!  

Auf die Informationen einer solchen Webseite könnten alle Japaner zugreifen, was für sie auch vertrauenswürdiger wäre, wenn diese von Landsleuten stammen würde.  

Zudem fehlt bis heute eine gewisse Kontinuität zu Kontaktpersonen. Dazu wären Einheimische ideal. Bisher sind ja andauernd andere Personen dort, die nie länger als drei Monate dort bleiben dürfen und das Land dann wieder verlassen müssen. Über die vielen Jahre hinweg traf ich keinen einzigen Aktivisten, der sich dort regelmäßig aufgehalten hat.  

Wichtig wäre auch, dass die einheimischen Aktivisten auch finanziell unterstützt werden, damit sie viel mehr Spielräume erhalten.  

Beispielsweise könnten sie dann auch Rechtsanwälte engagieren, welche unter anderem auch die Rechtsfragen bearbeiten und abklären könnten, ob eventuell Verstöße gegen japanische oder gar internationale Gesetze, Regelungen und Rechte vorliegen.  

Klären könnten diese dann zum Beispiel folgendes, um Ansätze zu finden, die Treibjagden zu beenden:  

Warum gibt es in Japan in 8 Präfekturen nur noch Offshore-Delfinjagden und warum ist es gerade noch in Taiji erlaubt?

Wie und warum wurden in Futo die Küsten-Delfintreibjagden beendet?
Waren sie illegal oder welche Gründe gab es sonst noch? Verstoßen die Treibjagden gegen japanische Gesetze?

Wie sind diese geregelt? Verstoßen die Fänge gegen japanische Gesetze?
Wie ist der Status der Naturschutzgebiete? Dürfen dort überhaupt Treibjagden, Fänge und Tötungen stattfinden?

Sind die angewendeten Tötungsmethoden legal? Verstoßen die Abrichtungsmethoden gegen japanische Gesetze?

Ist der Handel legal?

Wer erstellt die Fangquoten aufgrund welcher Basis und werden die Fangzahlen korrekt wiedergegeben?

Welche Konsequenzen sind bei Überschreitungen einzelner Quoten möglich? Früher waren die Treibjagdboote meistens noch gut von der Küste aus zu sehen. Heute verschwinden sie oftmals am Horizont. Alle Boote haben eine Kennzeichnung und sie könnten wohl per Satellit geortet werden. Werden Delfine in japanischen oder auch in internationalen Gewässern gefangen? Welche Regelungen gibt es hierbei jeweils?  

Solche Dinge könnten japanische Aktivisten gar noch viel besser vorantreiben, als welche, die aus dem Ausland stammen.  

In der Nähe von Taiji gibt es in einem Nachbarort ein Unternehmen, welches von März bis Anfang September Whale-Watching-Touren anbietet.  


http://nanki-marin.net/    

Ob es Sinn macht, diese als Alternative zu einem Delfinarien-Besuch zu bewerben, um auch die Japaner für freilebende Delfine und Wale zu sensibilisieren, können meines Erachtens auch nur einheimische Aktivisten beurteilen. Ich hätte dabei durchaus Zweifel, wie man am Beispiel in Island sehen kann. Die Nachfrage von Touristen nach Walfleisch, die gar zuvor an einer Whale-Watching-Tour teilgenommen haben, ist enorm. Der Zwergwalfang wäre ansonsten dort schon längst vorbei!  

Die Zeit drängt!  

Ich bin davon überzeugt, dass es viele Vorteile hätte, wenn japanische Aktivisten zumindest für eine gewisse Zeit das Ruder in Taiji übernehmen würden. Möglicherweise entsteht im Laufe der Zeit aus wenigen Aktivisten eine ganze Bewegung in Japan, die schlagkräftig genug wäre, um den Delfinfang in Taiji endgültig zu beenden. Sie sollten diese Chance erhalten, denn die Zeit für die Delfine läuft ab!  

Die Fortsetzung von Protesten, Demonstrationen, Beschwerdebriefen an die Botschaften und Regierung, ja auch Boykottaufrufe, usw. macht natürlich Sinn, weil diese eben auch die japanischen Verantwortlichen erreichen!  

Für die Delfine!  

Andreas Morlok
CEO ProWal





09.09.16 - 16 Rundkopf-Delfine getötet

16.09.16 - 17 Grindwale getötet - 1 Gefangenschaft

16.09.16 - 42 Große Tümmler in Gefangenschaft

23.09.16 - 26 Große Tümmler in Gefangenschaft

04.10.16 - 20 Rundkopf-Delfine getötet

19.10.16 - 35 Streifen-Delfine getötet

26.10.16 - 40 Streifen-Delfine getötet

04.11.16 - 25 Rundkopf-Delfine getötet

16.11.16 - 20 Rundkopf-Delfine getötet

17.11.16 - 10 Rundkopf-Delfine getötet

22.11.16 - 15 Rundkopf-Delfine getötet

29.11.16 - 30 Rundkopf-Delfine getötet

30.11.16 - 30 Streifen-Delfine getötet

04.12.16 - 25 Streifen-Delfine getötet

05.12.16 - 7 Große Tümmler in Gefangenschaft

07.12.16 - 25 Grindwale getötet

12.12.16 - 18 Schlank-Delfine in Gefangenschaft

15.12.16 - 15 Streifen-Delfine getötet

19.12.16 - 4 Große Tümmler in Gefangenschaft

20.12.16 - 12 Rundkopf-Delfine getötet

05.01.17 - 35 Streifen-Delfine getötet

10.01.17 - 30 Streifen-Delfine getötet

11.01.17 - 12 Rundkopf-Delfine getötet

17.01.17 - 40 Streifen-Delfine getötet

20.01.17 - 100 Große Tümmler in Gefangenschaft

29.01.17 - 15 Rundkopf-Delfine getötet

01.02.17 - 35 Streifen-Delfine getötet

02.02.17 - 30 Rundkopf-Delfine getötet

08.02.17 - 15 Rundkopf-Delfine getötet

12.02.17 - 5 Rundkopf-Delfine getötet

13.02.17 - 5 Rundkopf-Delfine getötet

14.02.17 - 10 Rundkopf-Delfine getötet

16.02.17 - 8 Rundkopf-Delfine getötet

19.02.17 - 20 Weißseiten-Delfine in Gefangenschaft

27.02.17 - 17 Schlankdelfine in Gefangenschaft


Quelle:  

http://www.cetabase.org/taiji/drive-results



Fangquote für die Treibjagdsaison 2016/2017 (in Klammern Quote 2015/2016)


Weißseiten-Delfine (Pacific White-Sided Dolphins): 134 (134)
 
Streifendelfine (Striped Dolphins): 450 (450)
 
Große Tümmler (Bottlenose Dolphins): 414 (462)
 
Schlankdelfine (Pantropical Spotted Dolphins): 400 (400)

Rundkopfdelfine (Risso's Dolphins): 251 (256)
 
Grindwale (Long-Finned Pilot Whales): 101 (101)
 
Kleine Schwertwale (False Killer Whales): 70 (70)

Gesamt: 1.820 (1.873)

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(Quelle: Ceta Base)  



06.10.16 – Delfinarium Nagoya/Japan - Wie verzweifelt muss auch diese in Taiji gefangene Delfin-Mutter gewesen sein, dass sie ihren eigenen Nachwuchs tötet, um ihm die grausame Gefangenschaftshaltung zu ersparen? - http://www.onegreenplanet.org/news/captive-taiji-dolphin-killed-her-baby/


August 2016 - Von der weltweiten Delfinarien-Industrie liegen bereits Bestellungen von 150 Delfinen vor, die in Taiji gefangen werden sollen!