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Aktuelle Pressemitteilungen - Medienverteiler


Hier besteht die Möglichkeit, sich in unserem Presse-Verteiler ein- bzw. austragen zu lassen - Vielen Dank!

 



02.09.10 - Delfinmord in Japan und Färöer - WDSF/ProWal-Strafanzeige zeigt Wirkung - http://www.presseportal.de/pm/43450/1675163/journal_society_gmbh


31.08.10 - Todesfälle, Vergiftungen und Impotenz auf den europäischen Färöer-Inseln durch kontaminiertes Walfleisch? - http://www.dailynet.de/International/84692.php


28.08.10 - "Mit Haken und Messer in die Walfangbucht" - Aktivisten setzen sich für den Walschutz ein - http://www.zeitjung.de/POLITIK/artikel_detail,5746,Mit-Haken-und-Messer-in-die-Walfangbucht.html


16.08.2010 - Deutsche "Undercover-Angler" verhindern weiteres Blutbad auf den Färöer-Inseln

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=1665248

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09.08.10

Aktivisten decken Walfangskandale auf den Färöer-Inseln auf

Protestaktion auf Hoteldach vor Parlament


Auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik, welche zwischen den schottischen Shetlandinseln und Island auf der Höhe von Norwegen liegen, findet jedes Jahr ein blutiges Abschlachten von bis zu tausend Grindwalen und anderen Delfinarten statt.

Die Gründer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, und der Organisation von ProWal, Andreas Morlok, deckten jetzt bei ihrem Aufenthalt auf der Inselgruppe etliche Skandale des Walschlachtens auf. Die Färöer-Inseln gehören nicht zur EU, sondern sind dem Reichsverband Dänemark angeschlossen. Sie haben ihre eigene Gesetzgebung und sind weitgehend unabhängig. Dänemark selbst befolgt das internationale Walfangverbot.

Sobald eine Walschule durch Fischerboote, per Helikopter oder durch die Fähren zwischen den 18 Inseln gesichtet wird, verbreitet sich diese Nachricht per SMS, Telefon und Radio wie ein Lauffeuer über die ganze Inselgruppe mit ihren rund 48.000 Einwohnern. Bei den Treibjagden werden neuerdings auch Schnellboote und Jet-Skis eingesetzt, wobei sich die Färinger bei ihrem grausamen Walfang immer noch auf ihre alten Traditionen berufen.

Um die Wale in Panik zu versetzen, benutzen die Fischer Pinger (Fastakat), die an Seilen hinter den Booten hergezogen werden und dabei sirenenähnliche Geräusche erzeugen. Steine werden in das Wasser geworfen, um durch die Luftblasen eine künstliche Wand zu erzeugen, die das Sonar der Tiere irritiert. 

Ca. 800 Delfine, davon überwiegend Grindwale, auch Pilotwale genannt, fielen bereits in diesem Jahr den blutigen Gemetzeln in verschiedenen Orten der Inselgruppe zum Opfer. Allein in Klaksvik mit rund 4.850 Einwohnern im Nordosten der Färöer wurden im Juli 228 Grindwale abgeschlachtet.

Die beiden Walschützer, die sich als Angler ausgegeben hatten, erkundigten sich bei Einwohnern und Ladeninhabern am Klaksviker Hafen nach dem genauen Ablauf der Treibjagd.

Demnach wurde die Walschule aus einem Fjord mit etlichen Booten in Richtung einer Bucht des Hafens getrieben. Da in Klaksvik der ursprüngliche breite Strandabschnitt für das traditionelle Walschlachten aufgrund von Bauarbeiten nicht mehr zur Verfügung stand, wurden jeweils fünf bis acht Wale zum Abschlachten in eine kleine felsige und umrandete Hafenecke von etwa acht Meter Breite und 20 Meter Länge gepfercht. Ein alter etwa drei Meter langer Blauwalknochen, umgeben von einem idyllischen Picknickplatz, bildet die Kulisse für den Todeshafen der Wale. 

Der Rest der Walschule wurde im Hafenbecken eingekesselt. Im brusttiefen Wasser schlugen die beteiligten Fischer und Einwohner mehrfach mit großen Wal-Fanghaken an Seilen (Blástrarongul) in die Körper der Meeressäuger. Dabei galt es jeweils das Blasloch des Wals zu treffen, um dann die Tiere ins seichte Wasser zu ziehen und mit einem speziell für die Grindwaltötung entwickelten Jagdmesser (Grindaknivur) die Halsschlagader zu durchtrennen, damit die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird und der Wal ausblutet. Die Wale schlugen dabei wild um sich und es bedurfte teilweise mehrerer Schnittansätze, wobei bei manchen Tieren fast der ganze Kopf abgetrennt wurde (s.a. YouTube-Video zur Jagd bei Klaksvik).

Entsprechend der nationalen Färöer-Walfangvorschriften soll ein Wal alleine durch das Eintreiben des Fanghakens in das Atemloch innerhalb von 30 Sekunden getötet werden. Nach spätestens 24 Stunden muss die Schlachtung und die kostenlose Verteilung des Walfleischs an Teilnehmer und Interessenten beendet sein und die Pier, wo die Wale aufgebahrt und zerlegt werden, desinfiziert sein.

Das gesamte Abschlachten der 228 Grindwale zog sich in Klaksvik jedoch bei abnehmender Beteiligung bis tief in die Nacht hinein, wobei der Todeskampf mancher Tiere mehrfach so lange dauerte wie vorgegeben. Entgegen den Vorschriften wurden die Kadaver erst am nächsten Morgen vollständig auf dem Pier gelagert. Es wurden Walbabys aus dem Leib ihrer Mütter geschnitten, die die ganze Nacht noch mit der Nabelschnur verbunden waren und im Todeskampf der Walkühe qualvoll verendeten. Auch Neugeborene befanden sich unter den toten Tieren.

Das Walfleisch und der Walspeck (Blubber) wurde an die Teilnehmer des Gemetzels und an Einwohner verteilt. Nach Angaben einer jungen Mitarbeiterin des ansässigen Buchladens könnten sich aber auch Touristen in Listen eintragen und Walfleisch erhalten. Sie würde auch Walfleisch essen, bekannte sie unumwunden.

Es wird nur das Fleisch und der Speck der Wale vom Auge bis zum Anus verwertet. Der größte Teil wie Innereien, Kopf, Skelett und Flossen der stark mit Quecksilber, PCB und anderen Giftstoffen kontaminierten Wale wird vor den Inseln im Meer entsorgt und findet seinen Weg in die Nahrungskette von Seevögeln, Fischen und anderen Meeresbewohnern.

Die Walschlachtung in Klaksvik hätte nach Angaben von kritischen Einheimischen und Medien aus der Hauptstadt Thorshaven aufgrund der Größe der Walschule in Relation zur Einwohnerzahl von Klaksvik und dem ungeeigneten Fangplatz von dem örtlichen Polizeichef niemals genehmigt werden dürfen. Eine Aufteilung der Walschule sei nicht möglich gewesen, weil die gesamte Gruppe nicht überlebensfähig sei, wenn das nicht zu identifizierende Leittier fehlen würde, erfuhren die Walschützer.

Nach Aussage der Färöer-Regierung findet angeblich keine kommerzielle Verwendung des Walfleischs statt. Die beiden Walschützer des WDSF und ProWal konnten jedoch aufdecken, dass es kein Problem ist, in Hotels, Restaurants, auf dem Fischmarkt und von Privatpersonen Grindwalfleisch entgeltlich zu erwerben. In ihrem Hotel Sjómansheim in Klaksvik hätten sie sich für 130 Dänische Kronen eine Walmahlzeit zubereiten lassen können. Den Tipp gab ihnen ein Polizist in Klaksvik.

Ein älterer Klaksviker berichtete enthusiastisch über seine eigenen hundertfachen Walschlachtungen und dass seine Tiefkühltruhe randvoll mit Walfleisch sei und in den anderen Häusern auch.

Der Mitarbeiter eines Möbelgeschäfts am Hafen von Klaksvik riet vom Angeln im Hafenbereich dringend ab, weil kurz vor der Walschlachtung eine größere Menge Treibstoff ausgelaufen sei. Er selbst würde auch Walfleisch essen, was etwa wie Geflügel schmecke.

Aufgrund der erheblichen Kontaminierung des Walfleischs mit Quecksilber, PCB und anderen Giftstoffen rät die Färöer-Regierung dazu, lediglich ein- bis zweimal im Monat Walfleisch zu verzehren. Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden und Kinder sollten ganz auf den Konsum verzichten. Die beiden vermeintlichen Angler von WDSF und ProWal erfuhren jedoch von Jugendlichen und Kindern, dass sie häufig Walfleisch essen würden.

Die beiden Walschutzaktivisten begaben sich nach ihrer Dokumentation über das  Klaksviker Walschlachten in die Hauptstadt der Färöer nach Thorshaven. Dort hissten sie auf einem Hoteldach direkt vor dem Parlament am Regierungssitz der Färöer-Regierung ein großes Banner gegen das Walmorden auf den Färöer.

Weiteres bisher unveröffentlichtes Schrift- und Bildmaterial über weitere Walfangskandale auf den Färöer-Inseln und wie die Walschützer von WDSF und ProWal in der Hauptschlachtzeit Juli und August viele Wale vor dem sicheren Tod retteten folgen in weiteren Presseberichten in wöchentlichem Abstand.

 
Pressekontakte:

WDSF-Geschäftsführer

Jürgen Ortmüller

Tel.: 01512 4030 952

WDSF: www.wdsf.eu

ProWal: www.walschutzaktionen.de

weitere Infos unter: Walfang Färöer/Dän.

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Pressemitteilung

IWC unfähig Wale zu schützen - ProWal setzt auf eigenes Projekt

Radolfzell – 25.06.2010 - Der faule Kompromiss ist vom Tisch. Es gibt keine weitere Legalisierung des Walfangs für die nächsten 10 Jahre und das Walfang-Moratorium von 1986 bleibt bestehen, mit all seinen Ausnahmen und Hintertürchen. Island, Norwegen und Japan werden weiterhin ihren kommerziellen und angeblich wissenschaftlichen Walfang fortsetzen und Tausende Wale töten, obwohl die Walfangländer auf einem Kühlhausberg von mehreren Tausend Tonnen Walfleisch sitzen, für die es keine Abnehmer gibt. Neue Absatzmärkte für Kosmetika, Medikamente und Mehl als Tierfutter sollen erschlossen werden.

Andreas Morlok von ProWal wird deutlich: „Die Internationale Walfangkommission ist unfähig, die Wale ausreichend zu schützen. Sie ist in vielen Teilen korrupt und ein reiner Papiertiger. Die IWC mit ihren 88 Mitgliedsstaaten ist immer noch eine Walfangkommission und sie wird auch nie eine wirkliche und schlagkräftige WalSCHUTZkommission werden, was mir durch Besuche bei drei IWC-Tagungen, bei der CITES in Genf und bei der UNO in New York klar geworden ist. Fast drei Jahre Vorbereitungen, um aus dieser unsäglichen Sackgasse des Nichthandels, in der sich Walfangbefürworter und Gegner unversöhnlich gegenüberstanden, gingen ins Land und heraus kam dabei nichts. In diesen drei Jahren starben weltweit fast eine Million Meeressäuger, wobei der Walfang nur einen kleinen Prozentsatz ausmacht. Die großen Gefahren, wie der Beifang durch die Fischereiindustrie, Verlärmung und Verschmutzung der Meere, sind der IWC zwar bekannt, aber wirkliche und umsetzbare Schutzmaßnahmen wurden keine beschlossen. Zudem kümmert man sich nur um die Großwale. Kleinwale, wie Delfine, bleiben bei der IWC außen vor, obwohl sie den gleichen Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt sind, wie ihre großen Verwandten. In einem Jahr möchte die IWC weiterverhandeln. Zeit, welche die Wale nicht mehr haben.“

Die Delfin- und Walschutzorganisation ProWal setzt deshalb auf ein eigenes Pilot-Projekt, um den Bedrohungen gegenüber allen Meeressäugern im Atlantik zu begegnen.

Morlok: „Alle Länder können sich nicht einig werden. Nur regionale Umsetzungen von Schutzmaßnahmen von einzelnen und mehreren Ländern sind der Schlüssel zu einem ganz großen Schritt in Richtung Erhalt der Delfin- und Walarten. Alle Anrainerstaaten des Atlantiks wurden bereits informiert und eingeladen, an diesem weltweit einmaligen Projekt mitzuwirken.“

Um auf das ProWal-ProjektInternationales marines Schutzgebiet für Meeressäugetiere und Biodiversität Atlantik“, auf das Schicksal der Delfine und Wale und die Bedrohung des ökologischen Lebensraumes Atlantik hinzuweisen, wird ProWal-Geschäftsführer Andreas Morlok, der schon durch viele abenteuerliche Aktionen zum Schutz der Wale von sich reden machte, im Winter 2011/2012 mit einem Spezialruderboot den Atlantik mit reiner Muskelkraft und unter vollständigem Verzicht auf motor- bzw. windgestützten Antrieb überqueren.

Im August werden Tierschutzaktivisten von ProWal und dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) die zum Königreich Dänemark gehörenden Färöer-Inseln besuchen, um gegen das grausame Massaker von Hunderten Meeressäugern zu intervenieren. Für die Walschützer sind die Färöer-Inseln das Taiji Europas, in Anlehnung an das jährliche Massenabschlachten von 20 000 Delfinen in Japan.


08.06.10 - Todesfalle Fäkalien, Bakterien und Münzen - Gefahren im Delfinarium für Mensch und Tier? - http://www.pr-inside.com/de/gefahren-im-delfinarium-f-r-men-r1935741.htm

28.04.10 - Entscheiden Delfine in NRW die Landtagswahl? - http://www.dailynet.de/Politik/73397.php und

CDU und FDP schockieren Tierschützer in NRW - http://www.presseportal.de/pm/43450/1603864/journal_society_gmbh


11.03.10 - Oscar fördert Kunst-Auktion für Wal- und Delfinschutz - http://www.openpr.de/news/407243.html


08.03.10 - Dokumentarfilm - Die Bucht: Oscar für "Disneyversion über den Delfinfang" - WDSF und ProWal für Schließung der Delfinarien - http://www.ad-hoc-news.de/dokumentarfilm-die-bucht-oscar-fuer-disneyversion-ueber--/de/Boulevard/Kultur/21109321


Walfang – verurteilt und trotzdem legalisiert?

Radolfzell – 25.02.2010
- Kaum hat der Internationale Gerichtshof für Tierrechte der Franz Weber-Foundation in Genf die Delfin- und Walmassaker in Japan, Norwegen, Island und auf den Färöer-Inseln verurteilt, schon gibt es Meldungen, dass der kommerzielle Walfang wieder erlaubt werden soll.

Andreas Morlok, Geschäftsführer der Delfin- und Walschutzorganisation ProWal, äußert sich besorgt: „Anfangs der Woche applaudierten wir noch in Genf, als alle Walfangländer verurteilt wurden. Zwar hat dieses Urteil keine Rechtsverbindlichkeit, dennoch ist es nicht wirkungslos, denn es wird an den Internationalen Gerichtshof, das Europaparlament, den Europarat, die Europäische Kommission, den Ministerrat der EU, die UNO, die UNESCO, die WHO und die Internationale Walfangkommission (IWC) weitergeleitet. Das Jubeln ist uns jedoch schnell vergangen, denn nun soll bei der nächsten IWC-Tagung im Juni in Marokko der kommerzielle Walfang für 10 Jahre wieder erlaubt werden. Das Walfangmoratorium von 1986 wäre damit faktisch aufgehoben und das Aussterben populationsarmer Walarten steht zu befürchten, da auch ehemalige Walfangnationen, wie Südkorea, Interesse bekundeten, den Walfang wieder aufzunehmen.

Morlok fordert alle IWC-Mitgliedsstaaten auf, gegen diesen geplanten Massengenozid zu stimmen und sich schon heute massiv gegen diese Pläne einzusetzen. Nicht die Ausrottung, sondern den Schutz für die Meeressäuger voranbringen, ist die Devise von ProWal: “Die Welt braucht keinen Walfang mehr, weder zur Ernährung noch zu wissenschaftlichen Zwecken. Wir brauchen Chancen für die Wale und deren Lebensräume. Deshalb fordern wir mit unserem Projekt IMPACABA ein internationales Schutz- und Rückzugsgebiet für Meeressäugetiere im gesamten Atlantik.“

ProWal hat bereits alle Anrainerstaaten kontaktiert und Lösungen für dessen Umsetzbarkeit vorgeschlagen. Andreas Morlok wird in zwei Jahren mit einem Ruderboot den Atlantik überqueren, um auf dieses geforderte Schutzgebiet aufmerksam zu machen. Die finanzielle Unterstützung ist der Organisation gewiss. Künstler haben mehr als 100 Kunstobjekte gespendet, die ab dem 26. Februar bei eBay versteigert werden, um dieses ehrgeizige Projekt zu unterstützen.


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Links:
Öffentlicher Prozess gegen die Wal- und Delphinmassaker in Japan, Norwegen, Island, Grönland und auf den Färöer Inseln vor dem Internationalen Gerichtshof für Tierrechte am 22.02.10 in Genf

http://www.walschutzaktionen.de/26252/827901.html

Projekt IMPACABA
IMPACABA ist eine Abkürzung für dieses Projekt und steht für:

- International Marine Protected Area for Cetaceans And Biodiversity Atlantic

- Internationales marines Schutzgebiet für Meeressäugetiere und Biodiversität Atlantik

http://www.walschutzaktionen.de/429201.html

Künstler für Wale – Mehr als 100 Kunstwerke gespendet – eBay-Auktion ab dem 26.02.10
http://www.walschutzaktionen.de/755801.html


Presse-Information:

Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok

Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell


Kontakt-Person:
Andreas Morlok
ProWal - Geschäftsführer
Telefon: Tel: 0049 (0)7732 14324
E-Mail: ProWal-Deutschland@t-online.de
Internet: www.walschutzaktionen.de



Wir freuen uns über redaktionelle Berichterstattung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Morlok 

 


19.02.2010

Einzigartige Versteigerung von 100 Kunstwerken für ein ehrgeiziges Walschutzprojekt

Radolfzell – 19.02.2010 - Eine große Solidaritätswelle kam ins Rollen, als die gemeinnützige Meeresschutzorganisation ProWal vor ein paar Wochen Künstler bat, für ein weltweit einmaliges Walschutzprojekt Gemälde und Skulpturen für eine Online-Auktion zur Verfügung zu stellen. Die Begeisterung bei Künstlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz war riesengroß und es wurden mehr als 100 Kunstobjekte gespendet. Die beteiligten Künstler jeglicher Stilrichtungen können verschiedener nicht sein, vom 4-Jährigen, über Hobbykünstler bis zum Profi.

Der Erlös der am 26. Februar bei eBay startenden Online-Versteigerung, kommt dem ProWal- Projekt „IMPACABA – Delfin- und Walschutzgebiet Atlantik“ zu Gute. Speziell soll der Verkaufserlös zur Finanzierung eines Spezialruderbootes dienen, mit dem der Tierschutzaktivist und Geschäftsführer von ProWal, Andreas Morlok, im Winter 2011/12 ganz alleine und nur mit Muskelkraft den Atlantik überqueren wird.

Andreas Morlok: „Schon durch viele, spektakuläre Aktionen konnte ich auf das Schicksal der Delfine, Wale und die Bedrohung der ökologischen Lebensräume aufmerksam machen. Dieses Projekt ist jedoch einzigartig und benötigt die Unterstützung vieler Kräfte aus allen Atlantikanrainerstaaten. Wir protestieren nicht, sondern wir fordern ganz gezielt unter anderem die Beendigung des Walfangs in Norwegen, Island und den Färöer-Inseln und die Einstellung von Exporten wildgefangener Delfine für Delfinarien nach Europa. Der gesamte Atlantik muss als erster Ozean ein sicheres Rückzugsgebiet für Meeressäugetiere werden, um die Grundlage für den Erhalt dieser Arten für die Zukunft zu sichern. Der Mensch hat in der Vergangenheit viele Fehler gemacht, nun ist die Zeit reif, diese zu korrigieren. Die Wale brauchen endlich gute Nachrichten!“

Zusatzinfos:

IMPACABA steht als Abkürzung für: International Marine Protected Area for Cetaceans And Biodiversity Atlantic / Internationales marines Schutzgebiet für Meeressäugetiere und Biodiversität Atlantik.

Eine Beschreibung und Fotos der Kunstwerke gibt es auf der ProWal-Webseite unter:
http://www.walschutzaktionen.de/755801.html

Presse-Information:
Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok


Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell


Kontakt-Person:
Andreas Morlok
ProWal - Geschäftsführer
Telefon: Tel: 0049 (0)7732 14324

E-Mail: ProWal-Deutschland@t-online.de
Internet: www.walschutzaktionen.de

Wir freuen uns über redaktionelle Berichterstattung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


05.02.10 - ProWal-Schirmherr für das Projekt IMPACABA - Jüngster Schirmherr Deutschlands will die Wale retten - http://www.pr-inside.com/de/j-ngster-schirmherr-deutschlands-will-die-wale-retten-r1707509.htm


03.02.10 - Wal- und Delfinschutz-Forum und ProWal freuen sich mit Ex-Flipper-Trainer über Oscar-Nominierung - http://www.prcenter.de/Wal-und-Delfinschutz-Forum-und-ProWal-freut-sich-mit-Ex-Flipper-Trainer-ueber-Oscar-Nominierung.109808.html


25.01.10 - Delfinarien in Deutschland sollen durch fraktionsübergreifende Anträge gestoppt werden - http://www.openpr.de/news/390282/Delfinarien-in-Deutschland-sollen-durch-fraktionsuebergreifende-Antraege-gestoppt-werden.html


Pressemitteilung vom 06.01.2010 zum Tod des Delfins Paco im Delfinarium Münster

(Münster/Hagen-Westf./Radolfzell – WDSF/ProWal) Erst am 06. Januar gab das Delfinarium im Allwetterzoo Münster den Tod des Delfins Paco bekannt. Der beliebte Sotalia-Delfin war bereits eine Woche zuvor laut Obduktion im Alter von etwa 40 Jahren an Herz-Kreislaufversagen gestorben und galt als letzter Wildfang seiner Art in deutscher Zootierhaltung. Paco war Eigentum des Tiergartens Nürnberg und wurde 1991 im Zuge eines Zuchtabkommens mit zwei männlichen Artgenossen im Delfinarium Münster eingestellt. Eine Zucht wurde in Münster allerdings nie realisiert, zumal das Todesrisiko der sensiblen Nachzuchten in der relativ alten und kleinen Beckenanlage relativ hoch ist. Sämtliche Zuchtbemühungen in deutschen Zoos sind nicht nachhaltig.

Als im September 2008 drei Jungbullen aus Holland importiert wurden, musste die bis dahin bestehende Altgruppe von drei Delfinen, zu denen auch Paco gehörte, getrennt werden. Der Delfin Nemo, der seit 1996 mit den Artgenossen Nando und Paco zusammen lebte, wurde an das Delfinarium Harderwijk in Holland abgegeben.

Das westfälische „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“, das von dem Ex-TV-Trainer der Serie „Flipper“, Richard O’Barry, unterstützt wird und die Organisation „ProWal“ hatten bereits zum Zeitpunkt der Delfinneuzugänge davor gewarnt, dass das Auseinanderreißen des 12 Jahre bestehenden Sozialgefüges ein gesundheitliches Risiko für den Altdelfin Paco darstellen würde. Dass ein Sotalia-Delfin ein von Natur aus in Gruppen lebendes Tier ist, das eine intensive Bindung zu den Delfinen solch einer Delfinschule aufbaut, gilt als wissenschaftlich bewiesen.

Das WDSF hatte sogar die Fachaufsichtsbehörde, das Landesamt für Natur und Umwelt (LANUV)  eingeschaltet, um das bestehende Sozialgefüge zu erhalten. Das LANUV gab daraufhin ein Gutachten in Auftrag, das zu dem Ergebnis kam, dass „Delfine als Säuger ein natürlich temporär aggressives Verhalten zeigen“, und es daher gerechtfertigt sei, die drei ungestümen Jungtiere von den anderen Delfinen zu trennen. Der Export des Altdelfins Nemo wurde aufgrund zu kleiner Beckengröße nach dem Import der neuen Jungbullen vom Umweltamt Münster abgesegnet. Weitere beantragte Importe wurden nicht zugelassen. Das vom WDSF angeforderte neue Tierhaltungskonzept wurde bisher von der Stadt Münster verweigert. Die Landesdatenschutzbeauftragte rügte die Umweltbehörde im Auftrage des WDSF dafür ebenfalls erfolglos. Das WDSF bereitet daher eine Verwaltungsgerichtsklage vor.

Andreas Morlok von ProWal bezeichnet das Delfinarium in Münster als eine Endstation für Delfine, in dem ausschließlich kommerzielle Interessen überwiegen und die zu Clowns degradierten Delfine bis zu ihrem Tod Showmäzchen vorführen müssen.  Morlok: „Wie viele Delfine müssen noch bis zu ihrem Tod in diesen winzigen Becken dahinvegetieren? Alle wildgefangenen Sotalia-Delfine, welche nach Deutschland verschleppt wurden, um eine Zucht aufzubauen, sind nun tot. Das Ergebnis dieser Zuchtbemühungen war eine Totgeburt im Nürnberger Delfinarium.

Bis heute verweigern alle Delfinarien in Deutschland die Einsichtnahme in die Zuchtbücher der Delfine, weil die Betreiber genau wissen, dass die Veröffentlichung dieser brisanten Daten das Aus für diese Anlagen bedeuten würde. Ein seriös betriebener Zoo, der gar auf die Unterstützung von Steuermitteln angewiesen ist, muss auf eine derartige Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft verzichten, weil Delfinarien für wildlebende Populationen eine unnötige und zusätzliche Bedrohung darstellen. Die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft hat mit Artenschutz überhaupt nichts zu tun.“

ProWal und WDSF glauben, dass Paco die Trennung von seinen Delfinfreunden nicht verkraftet hat. Letztlich war er nur noch mit sechs Seelöwen separiert und hatte keinen Kontakt mehr zu den anderen Delfinen. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller und sein Kollege Andreas Morlok (ProWal) sprechen nun von einem vorprogrammierten Tod des Delfins. Unter biologischen und ethischen Gesichtspunkten hätte die Trennung der Delfine niemals stattfinden dürfen. „Paco hat sich zu Tode getrauert“, meint Ortmüller und fordert mit ProWal die Schließung des Delfinariums und den Rücktransfer der verbleibenden Tiere nach Holland.--

http://www.prcenter.de/-Delfin-Paco-hat-sich-zu-Tode-getrauert-Delfinschuetzer-warnten-Muensteraner-Delfinarium.102910.html


31.12.09 - SMS-Feuerwerk für den Delfin- und Walschutz statt Böller - Mit dem Ruderboot über den Atlantik - http://www.pr-inside.com/de/mit-dem-ruderboot-ber-den-atla-r1647880.htm

10.12.09 - Tierschützer auf der Suche nach vermissten Delfinen – Holiday Park verweigert Auskunft - http://www.prcenter.de/Tierschuetzer-auf-der-Suche-nach-vermissten-Delfinen-Holiday-Park-verweigert-Auskunft.98679.html


01.12.09 - Delfinschützer bekommen Unterstützung der Landesdatenschutzbeauftragten gegen Stadt Duisburg

(Hagen – 01.12.09) Der Geschäftsführer des westfälischen „Wal- und Delfinschutz-Forum - WDSF“, Jürgen Ortmüller, spricht von einem Skandal beim Umweltamt der Stadt Duisburg und dem Zoo Duisburg. Bereits im Februar 2009 hatte Ortmüller eine Anfrage nach den Informations- und Umweltgesetzen bezüglich der Erfüllung der Haltungsbedingungen der Duisburger Delfine an das zuständige Umweltamt gerichtet. Bis heute wurden die gesetzlich fundierten Auskünfte nur bruchstückhaft von der Stadt Duisburg übermittelt. Ortmüller legte jetzt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Oberbürgermeister und Mitarbeiter des Umweltamtes ein. Die Landesdatenschutzbeauftragte rügte das Umweltamt in scharfer Form für die Zurückhaltung von berechtigten Auskunftsansprüchen.

Nachdem die Stadt Duisburg dem Antragsteller Ortmüller erst nach Monaten völlig überholte Unterlagen mit den Tierbeständen des Delfinariums aus dem Jahr 1999 übermittelt hatte und dabei wesentliche Angaben geschwärzt wurden, ging der WDSF-Chef auf die Barrikaden und schaltete die zuständigen Datenschützer in der Landeshauptstadt ein. Die Düsseldorfer Behörde bemängelte vorab die mehrmonatige Bearbeitungszeit der Duisburger, zumal das Gesetz eine maximale Frist von zwei Monaten vorsieht. Ebenso wurden die umfangreichen Schwärzungen der Unterlagen kritisiert. Aber selbst nach Aufforderung durch das Aufsichtsamt ergänzte das Umweltamt seine spärlichen Auskünfte nicht.

Für die nach Ansicht der Datenschutzbehörde offenbar unberechtigten Schwärzungen stellte die Stadt Duisburg dem Antragsteller Ortmüller dann auch noch 240 Euro und für Kopien 3,30 Euro in Rechnung. Das war selbst der Landesdatenschutzbeauftragten zu viel. In einem Schreiben vom 25.11.2009 rügt sie die Gebührenpolitik des Umweltamtes und spricht von „abschreckender Wirkung“ für Auskunftsberechtigte, zumal die Duisburger Behörde für weitere Auskünfte des gleichen Sachverhalts weitere Gebühren angekündigt hatte. Weiterhin wird bemängelt, dass dem Delfinschützer des WDSF antragsgemäß der aktuelle Tierbestand und die vollständige Betriebsbeschreibung nach immerhin neun Monaten immer noch nicht übermittelt wurden.

WDSF-Geschäftsführer Ortmüller: „Wir vermuten, dass bei den Genehmigungsverfahren der Stadt Duisburg für das Delfinarium im Zoo geschludert wurde. Aus der bis 31.12.2009 befristeten Betriebsgenehmigung für den Zoo ergibt sich eindeutig, dass der Zoo jährlich bis spätestens 31.03. dem Umweltamt einen Bericht über die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen vorlegen muss. Dies ist offenbar gar nicht geschehen, zumal mir die Stadt am 3.6.09 in einem Schreiben mitgeteilt hat, dass „insoweit keine Informationen vorhanden“ seien. Das Wal- und Delfinschutz-Forum fordert daher, dem Zoo mit dem Delfinarium keine weitere Betriebsgenehmigung zu erteilen.“

Die Wal- und Delfinschützer hatten bereits im Juli vor dem Duisburger Zoo gegen die nicht artgerechte Haltung der Duisburger Delfine protestiert und eine Schließung des Delfinariums gefordert. Insbesondere nach dem Kinofilm „Die Bucht“, der als Oskar-nominierter Öko-Thriller die grausame japanische Delfintreibjagd dokumentiert und die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft kritisiert, scheint es ein Umdenken in der Bevölkerung zu geben. Nach Angaben der Tierschützer wollen viele Besucher nur noch den Zoo besuchen, aber das Delfinarium meiden.—
 

Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*

Meeressäuger-Umweltschutzorganisation
gUG (haftungsbeschränkt) - gemeinnützig
Möllerstr. 19, 58119 Hagen
e-mail: wds-forum@t-online.de 
http://www.wdsf.de 
 *Jürgen Ortmüller
   Gesellschafter-Geschäftsführer u. Gründer WDSF
-  HR B 8068 - Amtsgericht Hagen


25.11.09 - Delfinschützer konfrontieren Playmobil mit mangelhaftem Pädagogikkonzept und raten von Weihnachtskäufen ab - http://www.prcenter.de/Delfinschuetzer-konfrontieren-Playmobil-mit-mangelhaftem-Paedagogikkonzept-und-raten-von-Weihnachtskaeufen-ab.94739.html

19.11.09 - Delfinmord-Thriller „Die Bucht“ startet in Österreich – Option auf Film-Oscar - http://www.prcenter.de/Delfinmord-Thriller-Die-Bucht-startet-in-Oesterreich-Option-auf-Film-Oscar.93355.html

11.11.09 - WDSF-Delfinschützer setzen sich bei TUI durch – Reisestopp bei anderen Veranstaltern gefordert - http://www.prcenter.de/WDSF-Delfinschuetzer-setzen-sich-bei-TUI-durch-Reisestopp-bei-anderen-Veranstaltern-gefordert

05.11.09 - Nach Kinofilm "Die Bucht" wollen Delfinschützer die Zuchtbücher der deutschen Zoos einsehen - http://www.pressmap.de/nach-kinofilm-die-bucht-wollen-delfinschuetzer-die-zuchtbuecher-der-deutschen-zoos-einsehen-314683

29.10.09 - Delfinmorden in Japan geht weiter – mehr als 15 Delfine abgestochen - http://www.prcenter.de/Delfinmorden-in-Japan-geht-weiter-mehr-als-15-Delfine-abgestochen.88216.html

22.10.09 - DIE BUCHT – Zoodirektoren rechtfertigen Delfinhaltung – WDSF/ProWal kontern mit Fakten - http://www.prcenter.de/DIE-BUCHT-Zoodirektoren-rechtfertigen-Delfinhaltung-WDSF-ProWal-kontern-mit-Fakten.86422.html

21.10.09 - Japaner töten erneut Wale – Delfinfang regional eingestellt - http://www.prcenter.de/Japaner-toeten-erneut-Wale-Delfinfang-regional-eingestellt.86147.html

05.10.09 - Pressemitteilung: Standing Ovation bei Kinofilm-Premiere DIE BUCHT (The Cove) mit Ric O’Barry - WDSF und ProWal geladene Gäste des Filmfest Hamburg

(Hamburg/Japan – 05.10.2009) Die Deutschland-Premiere für den amerikanischen Kinofilm DIE BUCHT (The Cove) am vergangenen Freitag über das japanische Delfinschlachten auf dem Filmfest Hamburg verzögerte sich um 20 Minuten, weil die TV-Medien den Dokumentardarsteller und Ex-Flippertrainer Ric O’Barry und Regisseur Louie Psihoyos schon auf dem roten Teppich mit Interviews in Beschlag nahmen.

Der oscarverdächtige Öko-Thriller läuft ab 22. Oktober in den deutschen Kinos. Der Film erregte in den USA, Kanada und Australien erhebliches Aufsehen und erzielte bisher 13 Filmpreise. Die Filmbewertung Wiesbaden verlieh das Prädikat „wertvoll“.

In Deutschland hat O’Barry vor zwei Jahren mit dem Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller das „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF – www.wdsf.de) gegründet, das inzwischen mit der Organisation „ProWal“ von Andreas Morlok (www.walschutzaktionen.de) und dem Biologen Norbert Kochhan eng zusammen arbeitet. In Hamburg gab es nun ein Wiedersehen der Delfinschützer. Das Filmfest Hamburg hatte sie aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit Ric O‘Barry eingeladen.

Trotz teilweise schockierender und blutiger Filmaufnahmen, die überwiegend verdeckt gedreht werden mussten, verließ keiner bei der Premiere den Saal. Die Zuschauer waren berührt, schockiert, gefesselt und nachdenklich. Ric O’Barry, in den sechziger Jahren Delfintrainer der Fernsehserie „Flipper“, erhielt mit seinem Team von den deutschen Kinobesuchern minutenlange Standing Ovation.

Als der Filmemacher Louie Psihoyos vor zwei Jahren von dem Delfindrama hörte und Fotos sah, versuchte er alles, um den Kino-Schocker zu realisieren und den Frevel an den sensiblen Meeressäugern der ganzen Welt zugänglich zu machen. Mit Unterwasserkameras, unbemannten Filmdrohnen, einem Kamerazeppelin, Infrarotgeräten, Mikrofonen und Kameras in Steinattrappen aus dem Repertoire des „Star Wars“-Regisseurs George Lucas gelang eine mitreißende Dokumentation über den brutalen und blutigen Delfinfang der japanischen Küstenfischer.

In dem kleinen Ort Taiji findet, hinter blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor Öffentlichkeit, das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll in die Enge getrieben, gibt es kein Entkommen für die Meeressäuger vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder. Delfinmütter mit ihren Babys versuchen verzweifelt zu entkommen und Delfinbullen wälzen sich in ihrem eigenen hellroten Blut. Jeder Fluchtversuch wird durch Fischernetze verhindert. Von September bis März töten japanische Küstenfischer jährlich über 20.000 Delfine und Kleinwale. Die stärksten und schönsten Meeressäuger werden für Stückpreise bis zu 150.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft, um den Rest ihres glücklosen Lebens in kleinen Betonbecken zum Vergnügen zahlender Besucher zu verbringen. Nur durch den gewinnträchtigen Transferhandel mit lebenden Delfinen lohnt sich das Schlachten überhaupt.

Ric O’Barry stellte sich nach Ende des emotionalen Films den Fragen der Besucher. Das größte Interesse lag auf der Frage, was man selbst tun könne, um das grauenvolle Treiben der Japaner zu stoppen. O’Barry: „Besuchen Sie keine Delfinarien mehr, denn das Angebot regelt die Nachfrage.“

Als ehemaliger „Flipper“-Trainer fühlt sich O’Barry mitverantwortlich für den weltweiten Boom an Delfinarien. Wenn er erzählt wie Kathy, der bekannteste Delfin von insgesamt fünf verwendeten Tieren in der Serie, nach Abschluss der Filmaufnahmen in seinen Armen starb indem sie einfach die Atmung einstellte, kommen ihm heute noch die Tränen. O’Barry konvertierte seitdem zum bekanntesten Delfinschützer der Welt.

In Hamburg lobte O‘Barry das Engagement der deutschen Delfinschützer. WDSF und ProWal bemühen sich seit Jahren zusammen mit dem Kinostar um die Schließung der deutschen Delfinarien in den Zoos von Münster, Duisburg und Nürnberg. Da Nachzuchten bis heute nicht nachhaltig gelungen sind, besteht die Nachfrage nach Wildfängen. In Nürnberg und Duisburg verstarben über 50 Delfine seit Bestehen der Delfinarien. Der Tiergarten Nürnberg will in einer „Delfin-Lagune“ ab 2011 insgesamt 14 Delfine halten. Für den Allwetterzoo Münster kritisierten die Tierschützer drei Neuzugänge im letzten Jahr in den kleinen Betonbecken und fordern grundsätzlich die Schließung der Anlagen in Deutschland und das Gnadenbrot für die Delfine ohne weitere Importe.

Aus der japanischen Delfintreibjagd gab es in Deutschland bis zur Schließung des Delfinariums im Holiday Park in der Pfalz im Jahr 1994 zwei Exemplare. In den verbliebenen drei von ursprünglich neun deutschen Delfinarien werden immer noch acht Delfine aus dubiosen Wildfänge mit Herkunft Mexico, Kuba und Florida bei insgesamt 18 Show-Exemplaren gehalten. Die Bundesregierung erlaubt den Delfinimport für Bildungszwecke in den Zoos, verurteilt aber gleichzeitig den japanischen Walfang, den die Japaner aus angeblich wissenschaftlichen Gründen betreiben. Deutsche Reiseveranstalter bieten ihren Gästen Delfintouren in der Türkei an. Dort hat das WDSF aufgedeckt, dass nachweislich Delfine aus dem Lebendfang in Taiji gehalten werden und den Kaufvertrag auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Gegenüber Ortmüller und Morlok äußerte O‘Barry die Hoffnung, dass der Film im nächsten Jahr an möglichst vielen Schulen in Deutschland gezeigt werde, um das Bewusstsein der jungen Generation zum Thema Artenschutz zu schärfen.

Ric O’Barry ist nach Angaben seines Managements am kommenden Mittwoch zu STERN-TV eingeladen und wird dann wieder nach Japan zurückkehren, um den Film auf dem Filmfestival in Japan vorzustellen, zumal nur wenige Japaner selbst von dem blutigen Treiben an ihren Küsten wissen. Dem Regisseur Louie Psihoyos wurde von den japanischen Behörden im Falle seiner Einreise mit Verhaftung gedroht, da er als Ursache für die Aufdeckung des dunklen Geheimnisses in Taiji gilt und er unbefugt einen Nationalpark betreten habe.--

http://www.prcenter.de/Standing-Ovation-bei-Kinofilm-Premiere-DIE-BUCHT-The-Cove-mit-Ric-O-Barry-WDSF-und-ProWal-geladene-Gaeste-des-Filmfest-Hamburg.82214.html



Bild: v.lks.: Andreas Morlok (ProWal), Norbert Kochhan (Biologe), Ric O'Barry (WDSF/Save Japan Dolphins), Jürgen Ortmüller (WDSF) 

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01.10.09 - Filmfest Hamburg: Flipper-Startrainer Ric O’Barry bei Premiere von DIE BUCHT – The Cove - http://www.prcenter.de/Filmfest-Hamburg-Flipper-Startrainer-Ric-O-Barry-bei-Premiere-von-DIE-BUCHT-The-Cove.81552.html


24.09.09 - Staatsministerin reagiert auf Bundestagswahl-Boykottaufruf gegenüber der SPD durch Wal- und Delfinschützer vom WDSF und ProWal - http://www.prcenter.de/Staatsministerin-reagiert-auf-Bundestagswahl-Boykottaufruf-gegenueber-der-SPD-durch-Wal-und-Delfinschuetzer-vom-WDSF-und-ProWal.80002.html

05.09.09 - Stoppt Kinofilm DIE BUCHT – THE COVE deutsche Delfinarien und japanischen Delfinfang? - http://www.dailynet.de/UmweltNatur/51003.php


Pressemitteilung WDSF und ProWal

Stoppt Kinofilm DIE BUCHT – THE COVE die deutschen Delfinarien und den japanischen Delfinfang?

(Hagen/Taiji/Japan) Am 1. September eines jeden Jahres wird in den japanischen Küstenregionen wie in Taiji in alter Tradition die Delfinjagd eröffnet und im folgenden März mit einer Fangquote von rund 20.000 getöteten Meeressäugern abgeschlossen. Bis heute wurde jedoch kein einziger Delfin gefangen. Der Grund: Delfinschützer Ric O’Barry ist im Lande und sorgt für Unsicherheit und Angst  bei den Delfinfischern vor weiterer Öffentlichkeit.

Seit dem Kinostart des Dokumentar-Thrillers DIE BUCHT – THE COVE in den USA am 31. Juli schaut die westliche Welt auf das dunkle Geheimnis der japanischen Delfinjäger. Von den getöteten Tieren werden die stärksten und schönsten für Stückpreise von bis zu 150.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft. Der große Rest landet für rund 600 US-Dollar pro Delfin in den japanischen Kochtöpfen.

„DIE BUCHT - THE COVE“, ein Kinofilm der speziellen Art mit Kinostart am 22. Oktober in Deutschland, sorgt jetzt weltweit für Empörung. Ric O’Barry, Ex-Delfin-Trainer der TV-Serie „Flipper“, präsentiert mit Filmemacher Louie Psihoyos eine Dokumentation des Grauens. Von den japanischen Fischern und der örtlichen Polizei gejagt und immer wieder vertrieben realisierten sie einen oscarverdächtigen Öko-Thriller der mit „Ocean Eleven“ verglichen wird und in den USA bereits mit mehr als zehn Filmpreisen ausgezeichnet wurde. Das Kinopublikum – geschockt, berührt und wütend. Für Kinder erst ab 12 Jahren zugelassen.

Mit Spezialeffekten und einer Profi-Ausrüstung mit Unterwasserkameras, unbemannten Flugdrohnen und einem Kamera-Zeppelin, Infrarotgeräten und versteckten Kameras in Steinattrappen und in Bäumen aus der Produktion des Star-Wars-Teams von George Lucas, gelang eine mitreißende Dokumentation über den brutalen und blutigen japanischen Delfinfang in dem kleinen beschaulichen Städtchen Taiji.

Hinter großen blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor unerwünschten Einblicken findet das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll in die Enge getrieben, gibt es vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder kein Entkommen für die Meeressäuger. Delfinmütter mit ihren Babys versuchen verzweifelt zu entkommen, panikartig gebären trächtige Delfine ihren Nachwuchs und Delfinbullen wälzen sich mit durchschnittener Halsschlagader in ihrem eigenen hellroten Blut. Jeder Fluchtversuch wird durch Fischernetze zunichte gemacht. An den Schwanzflossen ausblutend an Ketten aufgehängt werden die abgeschlachteten Delfine mit Kränen auf die Ladeflächen der wartenden LKW’s verfrachtet – auf ihrem Weg in die Kühlhäuser.

Währenddessen warten im angrenzenden Walmuseum die Manager der Delfin-Industrie auf den Bestand der sorgfältig ausgesuchten Show-Delfine, die den Rest ihres glücklosen Lebens in Delfinarien verbringen werden.

Delfin-Shows, Delfintherapie und Schwimmen mit den ewig lächelnden und freundlichen Flippern lassen auch in Deutschland die Kassen klingeln. Die Zoos in Duisburg, Münster und Nürnberg mischen bei dem Geschäft kräftig mit. Seit 1999 bietet der Tiergarten Nürnberg unter dem Deckmantel der Wissenschaft die medizinisch nicht anerkannte Delfintherapie an, um ab 2011 im Delfingeschäft voll einzusteigen. 24 Millionen Euro lässt sich der Zoo die neue „Delfin-Lagune“ für eine Kapazität von bis zu 14 Delfinen kosten.

Angeblich gäbe es bisher keine Importe aus dem grausamen japanischen Delfinfang in den drei, von ursprünglich neun, deutschen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg, so die Zooverantwortlichen. Jedoch wird verschwiegen, dass der Holiday-Park in der Pfalz zwei Delfine aus Japan in seinem Bestand hatte und diese bei Schließung des Delfinariums im Jahr 1994 an den Asterix-Park in Paris abgegeben hat. Kaum jemand würde mehr ein Delfinarium besuchen, wüsste er über die extremen Hintergründe des Delfinfangs, so Ric O‘Barry. Die Zoo-Direktoren weisen jedoch jede Schuld an dem Delfinfang zurück. Dabei erzählen die Zoo-Chefs allerdings nicht, dass von den derzeit 18 Delfinen in deutscher Gefangenschaft insgesamt acht aus dubiosen Wildfängen in Mexiko und Kuba stammen.

Ric O’Barry hat in Deutschland mit dem Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller vor zwei Jahren das „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ mit Sitz im westfälischen Hagen gegründet. Gemeinsam fordern sie in Zusammenarbeit mit der deutschen Organisation ProWal des Wal- und Delfinschützers Andreas Morlok und dem Biologen Norbert Kochhan weltweit die Schließung der Delfinarien, um die Nachfrage nach den freiheitsliebenden Meeressäugern zu stoppen – so auch in Deutschland.

WDSF-Geschäftsführer Ortmüller: „Zusammen mit Ric O’Barry und ProWal haben wir in Berlin und in den Städten mit Delfinarien öffentlich für ein ausnahmsloses Importverbot für Wale und Delfine nach Deutschland und für die Schließung der Delfinarien protestiert, mit Politikern gesprochen, öffentliche Fachgespräche über die unsinnige Delfintherapie geführt und die Haltungsbedingungen in den deutschen Delfingefängnissen bei den Aufsichtsbehörden bemängelt – alles ohne wirklichen Erfolg für die sensiblen Meeressäuger. Die Bucht – The Cove wird auch die deutschen Kinobesucher wachrütteln. Keiner der diesen Öko-Thriller gesehen hat, wird jemals wieder einen Fuß in ein Delfinarium setzen. Das ist unsere gemeinsame Hoffnung mit den Filmemachern, damit der Mythos Flipper auch in Deutschland ein Ende hat und die geschundenen Freunde der Menschen Freunde in Freiheit bleiben.“

Ric O’Barry hält sich derzeit noch in Taiji auf – angereist mit der Vermutung, dort wegen seiner schonungslosen Filmveröffentlichung verhaftet zu werden, zumal einige aufgebrachte Japaner ihm dies angedroht hatten. Die Begleitung durch mehrere Journalisten (u.a. der SPIEGEL) und einiger Filmteams hinterließ offenbar Eindruck bei der anrückenden Polizei. O’Barry vernahm erstaunt, dass die japanische Polizei auch nicht hinter der Delfinjagd stehe, jedoch aufgrund von Regierungsgenehmigungen für die Fischer nicht einschreiten könne. Möglicherweise bringt der Regierungswechsel in Japan eine Änderung beim japanischen Wal- und Delfinfang. Ein erster Hoffnungsschimmer für die Delfine, der hoffentlich bald Realität wird.—

 

Umfangreicher Bericht auf: www.wdsf.de und auf Delfinfang Taiji/Japan

Folgend: Statement zu The Cove von WDSF und ProWal

Auf Anfrage stehen auch Fotos zur Verfügung.
 
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- Richard O'Barry (Ex-Tv-Trainer von Flipper, www.savejapandolphins.org)
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Statement von WDSF und ProWal:

DIE BUCHT – THE COVE

Ein Kino-Öko-Thriller über die Delfinjagd schockiert die Welt

Von September bis März töten japanische Küstenfischer Jahr für Jahr rund 20.000 Delfine. Die stärksten und schönsten Meeressäuger werden für Stückpreise von bis zu 150.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft.

Keine Wirkung – keine Ursache: Ohne das lukrative Geschäft des Delfinverkaufs, vermittelt durch professionelle Delfinmanager wie in Taiji/Japan, würde die Delfinindustrie nicht so sehr boomen. Ein toter Delfin für den Speiseplan der Japaner erzielt nur rund 430 Euro.

Delfin-Shows, Delfintherapie und Schwimmen mit den ewig lächelnden und freundlichen Flippern lassen auch in Deutschland die Kassen klingeln. Die Zoos in Duisburg, Münster und Nürnberg mischen bei dem Geschäft kräftig mit. Seit 1999 bietet der Tiergarten Nürnberg unter dem Deckmantel der Wissenschaft die medizinisch nicht anerkannte Delfintherapie an, um ab 2011 im Delfingeschäft voll einzusteigen. 24 Millionen Euro lässt sich der Zoo die neue „Delfin-Lagune“ für eine Kapazität von bis zu 14 Delfinen kosten.

Angeblich gäbe es bisher keine Importe aus dem grausamen japanischen Delfinfang in den drei, von ursprünglich neun, deutschen Delfinarien, so die Zooverantwortlichen. Jedoch hatte der Holiday-Park in der Pfalz zwei Delfine aus Japan in seinem Bestand und diese bei Schließung des Delfinariums im Jahr 1994 an den Asterix-Park in Paris abgegeben.

Die japanischen Fischer rechtfertigen ihren Delfinfang mit Regierungshinweisen auf die Essgewohnheiten und die Traditionen im Land der aufgehenden Sonne. Von den tausenden von Tonnen des jährlich verzehrten Fleisches der  getöteten Meeressäuger entfielen „nur“ rund 1000 Tonnen auf Delfine, so die japanische Regierung in einer Stellungnahme. Auch in Schulkantinen von Taiji konnten die Kinder das Delfinfleisch auf ihren Tellern wiederfinden, weil nach Regierungsangaben „das Lernen von Aspekten der regionalen Gesellschaft eine Rolle spielt“. Damit soll offenbar bereits Schülern vermittelt werden, dass das Delfinfleisch in Japan zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln gehört. Und das, obwohl das Fleisch der Meeressäuger hochgradig mit Schwermetallgiften wie Quecksilber verseucht ist und Untersuchungen die Grenzwerte des japanischen Gesundheitsministeriums um teilweise das 48-fache übersteigen.

Seit Jahren protestieren westliche Regierungen und Tierschutzorganisationen gegen den Wal- und Delfinfang der Japaner, jedoch ohne Erfolg. Das könnte sich allerdings jetzt ändern.

„DIE BUCHT - THE COVE, ein Kinofilm der speziellen Art, sorgt derzeit in den USA für schockierende Aufmerksamkeit und ab dem Kinostart am 22. Oktober sicherlich auch in den deutschen Kinos. Ric O’Barry, TV-Trainer der Serie „Flipper“ in den 60ern, präsentiert mit Filmemacher Louie Psihoyos eine Dokumentation des Grauens. Von den japanischen Fischern und der örtlichen Polizei gejagt und immer wieder vertrieben realisierten sie einen Öko-Thriller der mit „Ocean Eleven“ verglichen wird und der bereits mehr als zehn Filmpreise in den Staaten erzielte. Das Kinopublikum – geschockt, berührt und wütend. Für Kinder erst ab 12 Jahren zugelassen.

Mit Spezialeffekten und einer Profi-Ausrüstung mit Unterwasserkameras, unbemannten Flugdrohnen und einem Kamera-Zeppelin, Infrarotgeräten und versteckten Kameras in Steinattrappen und in Bäumen aus der Produktion des Star-Wars-Teams von George Lucas, gelang eine mitreißende Dokumentation über den brutalen und blutigen japanischen Delfinfang in dem kleinen beschaulichen Städtchen Taiji.

Anmutend wie ein idyllischer Meereskurort mit einem Delfinarium und einem Walmuseum mit sauberen Straßen und hübschen kleinen Häusern lässt das Örtchen Urlaubsatmosphäre aufkommen – wäre da nicht das versteckte Grauen in einer kleinen Bucht.

Hinter großen blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor jedem unerwünschten Einblick findet das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll in die Enge getrieben, gibt es kein Entkommen für die Meeressäuger vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder. Delfinmütter mit ihren Babys versuchen verzweifelt zu entkommen und Delfinbullen wälzen sich mit durchschnittener Halsschlagader in ihrem eigenen hellroten Blut. Jeder Fluchtversuch wird durch Fischernetze zunichte gemacht. An den Schwanzflossen ausblutend aufgehängt werden die abgeschlachteten Delfine mit Kränen auf die Ladeflächen der wartenden LKW’s verfrachtet – für ihren Weg in die Kühlhäuser.

Währenddessen warten im angrenzenden Walmuseum die Manager der Delfin-Mafia auf den Bestand der sorgfältig ausgesuchten Show-Delfine, die den Rest ihres glücklosen Lebens in Delfinarien verbringen werden.

Ric O’Barry und seine engagierte Crew brauchen in dem Film nicht schauspielern – sie dokumentieren unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit den eindrucksvollsten Kino-Schocker im 21. Jahrhundert über das Gemetzel an einer intelligenten Spezies, die den Planeten seit rund 60 Millionen Jahren bevölkert und die durch Menschenhand vom Aussterben bedroht ist.

Der Ex-Fernseh-Flippertrainer O’Barry fühlt sich mitverantwortlich für den Boom der Delfinarien und dem damit verbundenen Fang von mehreren tausend Delfinen. Nachdem der TV-Delfin Kathy, der die meisten Rollen in der Serie besetzte, Anfang 1970 in den Armen von Ric O’Barry bewusst seine Atmung einstellte und starb, konvertierte der bestbezahlte Delfintrainer der Welt zum aktiven Delfinschützer. Seine illegale und erfolgreiche Befreiung von Delfinen in Brasilien machte Schlagzeilen. Als er mit Genehmigung der US-Navy drei militärisch genutzte Delfine in einem umfassenden Projekt fast zwei Jahre auf die Auswilderung vorbereitet hatte, erhielt er kurz vor der Freilassung der Tiere ein Stopp der US-Militärleitung, weil Delfinindustrielle ihr Veto eingelegt hatten, um ihr milliardenschweres Delfingeschäfts mit den Shows nicht zu gefährden. Denn wenn bekannt geworden wäre, dass Delfine wieder ausgewildert werden können, hätten sie um ihren Bestand bangen müssen.

O’Barry wilderte jedoch zwei dieser Delfine, die er dafür qualifiziert hielt, trotz des plötzlichen Verbotes aus. Die Navy fing die Delfine wieder ein und pferchte sie in Becken mit 7 Meter Durchmesser, wo die Meeressäuger kurze Zeit später verendeten. Aufgrund eines von der US-Navy eingeleiteten Zivilgerichtsverfahrens wurde O’Barry wegen Entwendung von Militäreigentum zu einer Geldstrafe von 40.000 US-Dollar verurteilt, die von dem Popsänger „Mr. Bojangels“ in einem Radio-Benefizkonzert wieder eingespielt wurde.

Ric O’Barry wurde 1991 mit dem Umweltschutzpreis der Vereinten Nationen für seine unermüdlichen Bemühungen der Re-Naturisierung von Delfinen ausgezeichnet und veröffentliche zwei Bücher über seine Aktivitäten.  

Kaum jemand würde mehr ein Delfinarium besuchen, wüsste er über die extremen Hintergründe des Delfinfangs. Die drei Direktoren der Zoos mit Delfinarien in Deutschland Dag Encke (Nürnberg), Achim Winkler (Duisburg) und Jörg Adler (Münster) weisen jedoch jede Schuld an dem Delfinfang zurück. In Deutschland gibt es keine Delfine aus Japan, heißt es. Dabei verschweigen die Zooverantwortlichen allerdings, dass von den derzeit 18 Delfinen in deutscher Gefangenschaft insgesamt acht aus dubiosen Wildfängen in Mexiko und Kuba stammen.

Jeder zweite Delfin in Europa stamme aus freier Wildbahn und weiterer Bedarf sei geplant, sagt sogar Dag Encke vom Zoo Nürnberg in einem Zeitungsinterview. Der Delfinbestand in Deutschland ist überaltert. Erst im Juli starb ein Zuchtweibchen in Nürnberg. Alle sieben verstorbenen Delfinkälber in den letzten acht Jahren dokumentieren in Nürnberg in dem Todesreigen von insgesamt über 50 in deutschen Anlagen gestorbenen Delfinen das Scheitern einer Nachzucht. Von Artenschutz kann bei der Delfinhaltung in Gefangenschaft keine Rede sein, denn es ist seitens der Zoos niemals beabsichtigt, die Tiere oder deren Nachkommen wieder auszuwildern, weil die Entwöhnung vom Menschen äußerst zeitaufwändig und kostspielig wäre.

Nicht nur das Töten der Delfine ist barbarisch und ethisch unverantwortlich. Der Handel und die Zurschaustellung der intelligenten und freiheitsliebenden Tiere ist es ebenso. Aufgrund der gescheiterten und nicht selbsterhaltenden Nachzucht in Europa werden immer noch Delfine aus der freien Wildbahn gefangen. Obwohl es keine gesetzlich vorgeschriebenen Studien und Bestandserfassungen (CITES) über die Delfinpopulationen (z.B. in Kuba) gibt, gelangen auch von dort Delfine in die EU und letztendlich auch nach Deutschland. Die Entnahmen von weiblichen Jungtieren für die Zucht in den Delfinarien kann der Zusammenbruch einer ganzen Delfinfamilie in der freien Wildbahn bedeuten. Auch die Mortalitätsrate der Tiere durch den Fang, Transport mit dem Flugzeug und der Eingewöhnungsphase in den Delfinarien ist enorm hoch.

Ric O’Barry hat in Deutschland mit dem Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller vor zwei Jahren das „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ mit Sitz im westfälischen Hagen gegründet. Gemeinsam fordern sie in Zusammenarbeit mit der deutschen Organisation ProWal des Wal- und Delfinschützers und Buchautors Andreas Morlok weltweit die Schließung der Delfinarien, um die Nachfrage nach den freiheitsliebenden Meeressäugern zu stoppen – so auch in Deutschland.

Ein schwieriges Unterfangen, stellt WDSF-Geschäftsführer Ortmüller fest: „Zusammen mit Ric O’Barry und Andreas Morlok von ProWal haben wir am Regierungssitz in Berlin und in den Städten mit Delfinarien öffentlich für ein ausnahmsloses Importverbot für Wale und Delfine nach Deutschland und für die Schließung der Delfinarien protestiert und mit Politikern gesprochen, haben öffentliche Fachgespräche über die unsinnige Delfintherapie geführt und haben die Haltungsbedingungen in den deutschen Delfingefängnissen bei den Aufsichtsbehörden bemängelt – alles ohne wirklichen Erfolg für die sensiblen Meeressäuger. Die Bucht – The Cove, der Film der am 22. Oktober auch in die deutschen Kinos kommt, wird wachrütteln. Keiner der diesen Öko-Thriller gesehen hat, wird jemals wieder einen Fuß in ein Delfinarium setzen. Das ist unsere gemeinsame Hoffnung mit den Filmemachern, damit der Mythos Flipper auch in Deutschland ein Ende hat und die geschundenen Freunde der Menschen Freunde in Freiheit bleiben.“

Andreas Morlok: "Die Bucht – The Cove wird die Menschen weltweit sensibilisieren. Man sollte nicht allein mit dem gestreckten Zeigefinger auf eine Gruppe japanischer Fischer und Delfinhändler zeigen, sondern man sollte sich auch einmal selbst überlegen, ob man wirklich einen Zoo besuchen möchte, in denen Delfine in Gefangenschaft leben. Ob die Tiere aus japanischen Gewässern oder anderswoher stammen, macht für sie keinen Unterschied. Ein nicht artgerechtes Leben und ein trostloses und einsames Vegetieren in viel zu kleinen und kargen Betonbecken, Krankheiten und Leid bis zu seinem Tod ist für jedes Tier ein Schicksal, für welches nur die Besucher solcher Anlagen und die Raffgier der Betreiber verantwortlich sind." –

 


23.07.09 - Delfin im Tiergarten Nürnberg starb an Gehirnentzündung - http://www2.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_24405.html


Anmerkung Andreas Morlok: Die Aussagen der Stadt Nürnberg zum Todesfall des Delfins Eva sind unseriös und nicht nachvollziehbar.

Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die belegt, dass Große Tümmler in der freien Wildbahn eine mittlere Lebenserwartung von 25 Jahren haben. Es ist ebenso unrichtig zu behaupten, dass Delfine in menschlicher Obhut über 50 Jahre alt werden. In Nürnberg erreichte noch nie ein Delfin ein solches Alter. Siehe folgende Statistik: http://walschutzaktionen.de/233164.html  

Aufgrund der erhöhten Kortisolwerte (Stresshormone) der Delfine, hätte man den Bau der Delfin-Lagune vorübergehend einstellen müssen. Seit Monaten zeigte das Delfinweibchen Auffälligkeiten und seit Monaten intervenierten das WDSF und wir bei den zuständigen Behörden, die nichts unternahmen.

Die vielen Todesfälle (35), die große Jungsterblichkeit und die seit 11 Jahren erfolglose Zucht wird wohlwissentlich verschwiegen.


23.07.09 - WDSF und ProWal fordern nach Todesfällen im Tiergarten Nürnberg Rücktritte der Verantwortlichen - http://www.openpr.de/news/326657/WDSF-und-ProWal-fordern-nach-Todesfaellen-im-Tiergarten-Nuernberg-Ruecktritte-der-Verantwortlichen.html





Radolfzell/Kiel/Eckernförde - 28.05.2009 – Große Empörung ist derzeit aus den Reihen der Walschutzszene zu vernehmen. Grund dafür ist die am 3. und 4. Juli in der Eckernförder Bucht geplante „4 Elements Challenge 2009“. Eine 140 Kilometer lange Rallye, die neben Wracktauchen auch mit vier 250-PS starken Spezialschlauchbooten durchgeführt werden soll.

Walschutzaktivist Andreas Morlok kritisiert diese Rallye, welche von der Kieler Tauchschule „Baltic Dive Center“ veranstaltet wird, scharf, denn er befürchtet, dass die einzige heimische Walart, die Schweinswale, Schaden davon tragen könnte. Morlok: „Dieses Spektakel ist völlig inakzeptabel, denn der Schutz der Wale, gerade die Vermeidung von Lärm, ist durch das Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich vorgeschrieben und hat mit Sicherheit eine höhere Priorität, als kommerzielle Interessen Einzelner. Dieser Veranstalter von Tauchtouren ist sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber der Natur wohl nicht bewusst und schadet dem Image einer ganzen Branche. Die vom Aussterben bedrohten Ostseeschweinswale haben gerade dort eine größere Population und nutzen es als Wurf-, Säuge- und Aufzugsgebiet für ihren Nachwuchs. Boote, die mit fast 100 km/h unterwegs sind, könnten den Walen nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Auch die langsam schwimmenden Tiere könnten nicht mehr rechtzeitig abtauchen und es besteht die Gefahr, dass die Meeressäuger durch Kollisionen schwer verletzt oder gar getötet werden. Durch den ohrenbetäubendem Lärm könnten auch ganze Familienverbände auseinander gerissen werden, was auch katastrophale Folgen für den Nachwuchs nach sich ziehen würde. Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um diese Rallye zu verhindern und schalten nun die verantwortlichen Behörden ein. Auch die örtlichen Parteien, Tourismusverbände und Sponsoren werden wir mit diesem Umweltfrevel konfrontieren.

Falls unsere Interventionen scheitern sollten, werden wir - als letzte Option – versuchen, die Speedboote schwimmend und tauchend mit unseren Körpern aufzuhalten. An diesen beiden Tagen wird durch den Irrsinn gelangweilter Möchtegern-Abenteurer kein Wal Schaden nehmen oder gar sein Leben verlieren müssen.“

Norbert Kochhan, Biologe aus Leverkusen, verurteilt ebenfalls "dieses Spektakel, welches aufgrund seiner Lärmemissionen und Geschwindigkeiten der Boote weder ökologisch noch tierschützerisch zu vertreten ist.“

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen hat angekündigt, die rechtlichen Grundlagen zu prüfen und Verstöße strafrechtlich zu verfolgen.

 

Foto:

Walschützer Andreas Morlok fordert die Speedboot-Rallye zu verbieten





 

 



14.05.09 - Kein Importverbot für Delfine nach Deutschland – Tierschützer von Regierungs-Koalition enttäuscht - http://www.prcenter.de/Kein-Importverbot-fuer-Delfine-nach-Deutschland-Tierschuetzer-von-Regierungs-Koalition-enttaeuscht.54417.html


Kein Importverbot für Delfine nach Deutschland – Tierschützer von Regierungs-Koalition enttäuscht

 
Radolfzell-Berlin 14.05.09 – Nach der Ablehnung des Antrages der Fraktion Bündnis90/Die Grünen „die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden“ macht sich große Enttäuschung und Empörung über die Regierungskoalition breit. Nur die Partei Die Linke stimmte dem eingebrachten Antrag zu, die FDP enthielt sich und die SPD und die CDU/CSU-Koalition stimmten dagegen. Damit findet auch die Forderung für ein ausnahmsloses Importverbot von Walen und Delfinen nach Deutschland keine politische Mehrheit.

Die größte deutsche Delfinschutz-Organisation, das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), hatte zusammen mit dem Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok und dem WDSF-Mitbegründer Richard O’Barry, Ex-TV-Trainer von „Flipper“, bereits im Mai letzten Jahres auf einer von Bundestagsfraktionen begleiteten Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu einem Importverbot aufgerufen und den Grünen-Antrag begleitet.

Der Geschäftsführer des WDSF, Jürgen Ortmüller, zu dem Abstimmungsergebnis: „Das ist ein Dolchstoß für die Delfine in Deutschland. Mehr als eine Million Tierschützer in Deutschland sind maßlos enttäuscht über die Ablehnung von CDU/CSU und SPD für den Delfinschutz. Dies wird zu einem weiteren Import von Wildfängen führen, da die Nachzucht in den Zoo-Delfinarien nicht nachhaltig ist.“


Auch der Delfin- und Walschutzaktivist Andreas Morlok zeigt sich enttäuscht: „Der 13. Mai 2009 bot die große Chance, das traurige Kapitel von 44 Jahren nicht artgerechter Wal- und Delfinhaltung in Deutschland zu beenden. Weltweit hätte ein Zeichen für den Artenschutz gesetzt werden können. Hunderte Wale und Delfine starben bereits in deutschen Delfinarien und dies soll nun unverändert fortgesetzt werden. Von der Politik der großen Parteien bin ich maßlos enttäuscht. Es wird behauptet, dass Delfinarien der Bildung und der Forschung dienen. Diese Floskel fällt auch als Rechtfertigung der Japaner für ihr Walfangprogramm auf. Die Wale werden, so schlimm es auch ist, wenigstens gleich umgebracht. In den winzigen und kargen Betonbecken der Delfinarien haben die intelligenten Meerssäuger keine Aussicht auf ein freies Leben im Meer und leiden dort bis zu ihrem Tod. Auf der Internetseite des Bundesministers Siegmar Gabriel findet sich der Satz: Erfolgreicher Umweltschutz gelingt nur, wenn wir die Menschen dafür gewinnen. Dem widerspreche ich, denn erfolgreicher Umweltschutz kann doch auch nur gelingen, wenn wir die Politiker und Parteien dafür gewinnen! International hat die SPD und die CDU/CSU-Koalition unserem Land immens geschadet. Außenminister Steinmeier behauptet, dass sich die Bundesregierung mit Nachdruck um die weltweiten Walbestände bemüht. Wie kann Deutschland denn glaubwürdig den Walfang anderer Länder verurteilen, wenn die Regierung es selbst fördert, Delfine und Wale zu importieren? Ich hoffe, dass nach der nächsten Bundestagswahl eine Regierung im Amt ist, die glaubwürdiger für den Umwelt- und Artenschutz eintritt. Unsere Kinder und Enkelkinder werden es uns sicherlich nicht danken, wenn wir nur die Banken vor dem Zusammenbruch gerettet haben."

In Deutschland wurden bereits sechs Delfinarien auch aufgrund der Proteste der Tierschützer geschlossen. Der Heide-Park in Soltau beendete im letzten Jahr die Delfinhaltung mit der Begründung der nicht artgerechten Haltung.

Gegen die drei verbleibenden Zoo-Delfinarien in Duisburg, Münster und Nürnberg will das WDSF nun mit intensiven Protestaktionen und mit juristischen Schritten vorgehen. Auch die EU-Kommission und alle europäischen Länder werden aufgefordert, ein Importverbot für Meeressäugetiere zu beschließen. Zu den anstehenden Europa- und Kommunalwahlen ruft der WDSF-Geschäftsführer Ortmüller zu einem Boykott der „etablierten Tierschutz-Ignoranten von CDU/CSU und SPD“ auf.


 

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Foto 

Jürgen Ortmüller (l.), Ric O`Barry (m.) und Andreas Morlok (r.) fordern ein Delfinimportverbot




  

Andreas Morlok

Delfin- & Walschutzaktivist

Buchautor

Haydnstrasse 1

D-78315 Radolfzell

Tel: 07732 14323

E-Mail: walfahrt@t-online.de

www.walschutzaktionen.de


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PM - Heftige Empörung um Geburtstagsständchen im Duisburger Delfinarium – Tierschützer schalten Behörden ein
 

Radolfzell – 11.05.09 – Tierschützer aus weiten Teilen Deutschlands sind empört. Grund ist ein für Dienstag angekündigtes Konzert im Delfinarium des Duisburger Zoos. Der Auftritt der Philharmoniker soll der Höhepunkt der Feierlichkeiten des Duisburger Zoos darstellen, der in dieser Woche seinen 75. Geburtstag feiert. Delfinariengegner kritisieren dieses Konzert als unnötige Lärmbelästigung und damit als Tierquälerei. Delfin- und Walschützer Andreas Morlok (43), der sich zunehmend erfolgreich mit der Unterstützung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen und mehr als 200 Tierschutzvereinen für die Schließung der Delfinarien in Deutschland einsetzt, findet deutliche Worte: „Dieses geplante Konzert ist für die hochsensiblen Tiere, die in diesen winzigen Betonbecken ohnehin nicht artgerecht gehalten werden, eine vermeidbare Belastung. Der erzeugte Schall, welcher im Wasser sehr gut weitergeleitet wird, reflektiert von den Betonwänden und verursacht chaotische Interferenzen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man den Delfinen unerträgliche Schmerzen zufügt. Die erlaubten Höchstwerte für Lärm werden mit Sicherheit weit überschritten. Die sechs Großen Tümmler, davon sind zwei Jungtiere, werden den Eindruck haben, sie schwimmen neben einer Flugzeugturbine.

Dies ist eine weitere Bestätigung dafür, dass dem Betreiber das Wohl der Tiere offensichtlich egal ist. Da wir bleibende Schäden für die Delfine befürchten, haben wir das Veterinäramt der Stadt Duisburg aufgefordert, unverzüglich einzuschreiten und dieses Konzert innerhalb des Delfinariums zu untersagen. Wir prüfen auch eine Anzeige gegenüber den Betreibern, denn das Zufügen vermeidbarer Leiden erfüllt nach unserer Ansicht den Tatbestand der Tierquälerei gemäß § 2 Bundestierschutzgesetz."

Morlok kündigt zudem an, seine Aktivitäten zur Schließung der Delfinarien in Deutschland zu intensivieren und im Sommer für mehrere Aktionen ein Anti-Delfinarien-Camp in Nordrhein-Westfalen zu errichten. "Auf Kosten von Tieren zu feiern, ist moralisch und ethisch nicht akzeptabel. Wer "Flipper" wirklich liebt, der sollte solche Anlagen meiden," so der Aktivist aus Süddeutschland. – Ende.

 

Medienverweis: Eine Hymne für die Tümmler - http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/5/8/news-119249630/detail.html 




Foto: Andreas Morlok fordert: "Zoos ohne Delfine"
 

Veröffentlichung Text- und Bildmaterial honorarfrei.
 

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