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Foto: Monika Laubach ML/Copyright


Internationale Zusammenarbeit

Wir haben alle Regierungen der Atlantik-Anrainer-Länder und alle relevanten Institutionen (u. a. UNO, UNEP, CITES, IWC, FAO, IUCN, NAMMCO) kontaktiert und sie aufgefordert, sich für die Umsetzung unserer Forderungen und für das Projekt IMPACABA  einzusetzen.




Dies sind die wichtigsten Forderungen und Ziele für dieses Projekt:

- Einrichtung eines internationalen Wal- & Delfinschutzgebietes Atlantik

- Beendigung des kommerziellen und wissenschaftlichen Walfangs in Island und Norwegen.

- Beendigung von Delfintreibjagden und Tötungen von Delfinen, u. a. Grindwalfang auf den Färöer-Inseln, welche zum Königreich Dänemark gehören.

- Beendigung des immer noch fortgesetzten und unnötigen Subsistenzwalfangs der Karibik-Inseln St. Vincent - Grenadinen.

- Einführung eines Moratoriums und Schutzstatus für Kleinwale.

- Handelsverbot für Cetacea-Wildfänge u. a. für die Delfinarienindustrie. Ausnahmsloses Importverbot von Cetaceen in die EU und nach Europa.

- Ausnahmsloses Handelsverbot von Walprodukten - national und international - z. B. Walfleisch in Island, Norwegen, Dänemark (Färöer/Grönland) oder Schmuck aus Walknochen und Zähnen auf den Azoren.

- Abschaffung des europäischen Arterhaltungszuchtprogramms EEP für Delfine (jeder 2. Delfin in europäischen Delfinarien ist ein Wildfang!)

- Abwicklung/Betriebserlaubnisentzug/Verbot aller Delfinarien.

- Verbot von nationalen und internationalen Handel mit Walen und Delfinen.

Es sind auch Treffen mit Vertretern mehrerer Karibik-Staaten (u. a. Kuba und Mexiko) vorgesehen, um gegen den Fang und den Verkauf von Delfinen für Delfinarien nach Europa und Deutschland zu intervenieren. Wenn die 200 Delfinarien, die es noch weltweit gibt, keinen weiteren Nachschub an wildlebenden Delfinen mehr erhalten, dann werden die heutigen Anlagen zwangsläufig alle schließen müssen.

- Einrichtung und Überwachung von nationalen Schutzgebieten für die Meeressäuger.

- Einführung eines einheitlichen Systems zur Entsorgung von Schiffmüll. Verbote und drastische Sanktionsmaßnahmen für die Verklappung von Müll und Einleitung von umweltschädlichen Stoffen, wie Öl, Treibstoffen, Schwermetallen und Düngemitteln, in die Flüsse und Meere. Jährlich werden z.B. in die Nordsee 10 000 Tonnen Öl eingeleitet. Strengere Regelungen mit dem Umgang von Nitrat und Stickstoff in der Landwirtschaft.

- Verbindliche und umweltschonende Regelungen (u. a. Antibiotikaeinsatz) bei Aquakulturen (Fischzuchten)

- Verbote von umweltschädlichen Schiffslacken umsetzen.

- Verbote von Einsätzen gefährlicher Schiffstransporter (u. a. Öl-, Chemikalien-Tanker) in ökologisch sensiblen Gewässern einführen.

- Aufstellung von Müll-Containern in jedem Hafen, damit der gigantische und gefährliche Plastikmüll und nicht mehr verwendete Fischernetze an Land entsorgt werden können. Vergütungssysteme für angelandeten Müll. Plastikmüll zersetzt sich in Partikel und hat eine Abbauzeit von bis zu 500 Jahren. Biologisch abbaubare Materialien sind die Alernative.

- Vermeidung von Lärm in den Meeren. Verbot von Schallkanonen (zumeist von der Erdölindustrie eingesetzt). Internationale meeressäugerfreundliche Regelungen für den Einsatz von Sonarsystemen in den Meeren (zumeist vom Militär eingesetzt).

- Einsatz von Walerkennungsbojen in viel befahrenen Schifffahrtsstraßen, um Kollisionen zu vermeiden. Es existieren z.B. nur noch 400 Nord-Atlantik-Glattwale und Schiffskollisionen sind die häufigste Todesursache. Erste Ansätze dazu gibt es bereits.

- Regelungen gegen den zunehmenden Schiffsverkehr. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) muss sich intensiver an Schutzrojekten beteiligen. 

- Alternative Regelungen von Sprengungen (z.B. Munitionsentsorgungen von Altmunition in der Ostsee aus dem 2. Weltkrieg)

- Auch der Klimawandel hat schon jetzt katastrophale Auswirkungen auf die Meeressäuger (u. a. Vernichtung und Verschiebung der Nahrungsquellen, Hautkrebs durch Ozonlochfolgen bei Walarten mit geringer Pigmentierung). Auch deshalb muss die Verbrennung von fossilen Brennstoffen überall drastisch reduziert werden. Die meisten Schiffe fahren immer noch mit Raffinerie-Abfall, obwohl es emisionsärmere Kraftstoffe gibt. Einführung internationaler Abgaswerte für Schiffe. Förderung und Einsatz regenerativer Energiequellen.

- Verbot von künstlicher Düngung der Meere, um damit das Treibhausgas Kohlendioxid im Wasser zu binden.

- Mehr Nachhaltigkeitsprogramme und sofortige Einleitung von Maßnahmen, um die Überfischung der Meere nicht zum völligen Desaster werden zu lassen. Pro Woche sterben vier Fischarten aus! 75% der kommerziell genutzten Fischarten gelten schon heute als überfischt (94% der Fischbestände um England und Schottland wurden in den letzen 120 Jahren ausgebeutet und in anderen europäischen Gewässern sieht es nicht anders aus). Förderung von alternativen und selektiven Fischfangtechniken. Verbot von Netzeinsätzen (u. a. Treib-, Stell-, Ringwadennnetze und Langleinen), welche die Riffe, die Böden und alles Leben vernichten. Verbot auch der Netzfischerei in der Tiefsee. Mit einem Fang werden ganze Ökosysteme vernichtet und dadurch werden auch die Nahrungsquellen für die Meeressäuger immer weniger. 

- Abschaffung der EU-Subventionen für den Fischfang

- Verlorene Netze (Geisternetze) müssen wieder geborgen werden können, da ihr Material in den nächsten 100 Jahren nicht verrottet. Einführung von hohen Gebühren für verlorengegangene Netze. Eine Kennzeichnung mit elektronischen Navigationsgeräten muss vorgeschrieben werden. 2/3 der Buckelwalbestände im Atlantik sind mittlerweile von dieser Gefahr gekennzeichnet! In Schlingen und Netzteilen verheddern sich Wale und viele andere Arten. Tod durch Ersticken und Hunger sind die Folgen. - Jedes Land sollte deshalb ein Rettungsteam mit Spezialisten bereithalten, um Meeressäugetiere aus diesen tödlichen Netzen befreien zu können. Wenige Ansätze dazu gibt es bereits.

Effizientere Regelungen, Kontrollen und Sanktionsmöglichkeiten, damit der immens hohe Beifang reduziert oder gar ganz abgeschafft werden kann. Tausende Wale und Delfine ersticken jedes Jahr in den Netzen! 

Auch wenn unsere Forderungen nur zum Teil und nur in manchen Regionen umgesetzt werden, besteht dadurch weiterhin die Möglichkeit, die gefährdeten Delfin- und Walarten vor dem Aussterben zu bewahren und Grundsteine dafür zu legen, die Artenvielfalt zu erhalten. Gewaltige Anstrengungen von vielen Beteiligten auf nationaler, europäischer und auch globaler Ebene sind erforderlich. 





Sponsoren der Aktion - Walschutzgebiet Atlantik - Mit dem Ruderboot über den Atlantik: siehe auch: ...Sponsorenliste



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