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Plastik-Müll im Meer gefährdet Millionen Lebewesen -

das gesamte Ökosystem Mittelmeer ist akut bedroht!

 
Zum Schutz der Delfine und Wale gehört es auch, die Lebensbedingungen für sie, und auch allen anderen Bewohnern der Meere, zu verbessern.

Studien ergaben: Riesige Mengen an Plastik-Müll befinden sich in den Ozeanen! Weltweit schlagen Forscher Alarm. In vielen Regionen sind mittlerweile mehr Plastik-Partikel als Plankton feststellbar. Die meisten Kunststoffe, vorwiegend aus privaten Haushalten und der Industrie, sind biologisch nicht abbaubar.

Der Plastik-Müll, der durch Meeresströmungen und Winde überall hin verteilt wird, stellt eine permanente und sehr konkrete Bedrohung für Delfine und Wale dar. Unzählige Meeressäuger, sowie Seevögel und andere Tiere sterben, weil sie sich in den Müll-Teppichen verfangen oder durch das Verschlucken dieser unverdaulichen "Beute" elend zu Grunde gehen.

Stellvertretend für viele möchtem wir an dieser Stelle ein Schicksal erwähnen, welches ein Delfin im Mittelmeer ereilt hat.

Im Herbst 2006 wurde am Strand in einem Nationalpark bei Pisa ein Delfin-Kadaver gefunden. Um die Todesursache festzustellen zu können, wurde er in der Tierklinik der Uni in Pisa seziert. Im Magen des Tieres fand man 2,9 Kilogramm Plastik-Müll (Folien und eine Flasche). Die Magensäure hat den Plastik zusammengeschweißt und das Tier starb durch Darmverschluss. Der Delfin musste lange und qualvoll leiden, bis er starb.

Jeden Tag gelangt immer mehr Plastik-Müll in die Meere. Riesige Müll-Teppiche treiben nicht nur auf der Wasser-Oberfläche, sondern auch in verschiedensten Tiefen. Selbst auf dem Meeressboden ist er allgegenwärtig. Plastik-Müll baut sich in den nächsten 100 Jahren nicht ab und er bedroht das gesamte marine Ökosystem!

 

Meldungen dazu:


Plastik statt Fisch im Bauch - http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/746878/  


Das Müll-Karussell http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,533229,00.html

Verbot von Plastiksäcken in Australien - http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/364384/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do  


Plastik - billiger Stoff - hoher Preis - http://www.lifepr.de/pressemeldungen/boxid-38490.html

 

Es ist wirklich allerhöchste Zeit, dass gehandelt wird!

 
Ein deutscher Umweltschutzverein lud  Andreas Morlok ein, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Zunächst soll an der toskanischen Küste in einem begrenzten Küstenabschnitt die Müllmenge spürbar reduziert werden.

Einbindung der einheimischen Bevölkerung in die Aktion: 

Mehrere Schulklassen wurden eingeladen, an vorgegebenen Strandabschnitten Säuberungsaktionen zu unterstützen. Spezielle Müllcontainer werden aufgestellt.
Die Kommunen, Legambiente (der örtliche Naturschutzverband), die Medien und auch die Küstenwache sind in diesem Projekt mit eingebunden und haben eine breit gefächerte Unterstützung zugesichert.

Enorm wichtig ist die Einbindung der lokalen Fischer. Der Anreiz: Die Fischer sollen mit dem Sammeln von Plastik-Müll finanziell entschädigt werden.

Den vielen Fischern, die bisher den "Plastik-Beifang" nicht entsorgen konnten, wird nun eine ökologische Alternative angeboten. Sie werden für den Transport des Mülls in den Hafen eine geringfügige finanzielle Entschädigung erhalten.

Anderer Müll, wie zum Beispiel alte Netze, die in besonderem Maße eine Gefahr für die Meeresbewohner darstellen, können die Fischer kostenfrei an den Sammelstellen abgeben.

Der Müll wird im Hafen von Livorno aufgekauft und einem Recycling-System zugeführt.

Das Pilotprojekt wird laufend dokumentiert. Auf dem Meer wird die Müllmenge von einem Forschungs-Schiff aus vor, während und nach der Aktion protokolliert. Universitäten werten die gesammelten Daten aus. Nach 6 und 12 Monaten sollen die Ergebnisse der italienischen Regierung in Rom, der EU in Brüssel, ACCOBAMS (ein Abkommen zum Schutz der Wale und Delfine im Mittelmeer und im Schwarzen Meer) und der FAO (die zuständige UNO-Organisation) vorgelegt werden. Es soll nachgewiesen, dass durch diese Aktion eine spürbare Abnahme der Müll-Menge in der Region erreicht wurde. Ziel ist es, dass dieses Pilot-Projekt nicht nur in ganz Italien, sondern auch von allen Staaten der Europäischen Union übernommen wird.


 


24. Mai 2007

Andreas Morlok fährt nach Italien....zum Müllsammeln!

Nach intensiven Vorbereitungen startete nun das Projekt des deutschen Umweltvereins in Zusammenarbeit mit dem italienischen Umweltschutzverband Legambiente „Plastik aus dem Meer“.

Presse-Konferenz:

Zum Auftakt lud man die örtlichen Zeitungen und Fernseh-Sender zu einer Presse-Konferenz ein, um sie über das ein Jahr andauernde Projekt zu informieren. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen.







Früh am Morgen: auf dem Weg zu einem Strand zwischen Pisa und Livorno.



Schon auf dem Weg zum Strand stolpert man über herumliegenden Müll....


...was uns hier wohl noch so alles erwartet?


.

..noch viel mehr Müll...



auch ein Lack-Eimer...



Hier der Info-Stand an dem die Strandbesucher über die Aktion informiert werden. Dies ist hier kein gesperrter Strand, sondern ein ganz offiziell zugelassener Badestrand!



Plastik -


                        ...überall



die Küstenwache konnte von der Notwendigkeit der Aktion überzeugt werden und ist in das Projekt mit involviert.






Gewaltige Anstrengungen sind nötig. Die Hilfe von vielen Kräften ist notwendig...



Um die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren wurden mehrere Schulklassen eingeladen und über diese Aktion informiert. Mit großem Interesse und ohne Murren zogen sie unter Anleitung los, um den Müll zu zu sammeln und zu sortieren.



Auch ein Mitarbeiter vom WWF informiert über die Problematik...ein Schutzgebiet vom WWF befindet sich ganz in der Nähe....



Bei den Vorträgen wird viel Info-Material mitgenommen...



Den Strandbesuchern scheint der Müll nicht zu stören...



Sachkundige Unterstützung eines Professors von der Universität Pisa...



Ein altes Fischerboot verrottet am Strand. Metallteile und Nägel liegen überall herum...



Auch in den Dünen ist der Müll allgegenwärtig....



Dieser Strand-Abschnitt ist vorerst einmal vom Müll befreit...








Erleichterung über dieses nicht mehr im Meer befindliche Netz. In diesem hätten sich Seevögel, Delfine und Wale verheddern und sterben können.



Rege Diskussionen über die gigantische Menge von Müll....und Kennzeichnung der Säcke für die späteren Untersuchungen...



Immer mehr Strandbesucher kommen...



Stuhl kaputt...



ein altes Rohr tut es ja auch...



Viele freie Flächen zum Liegen gibt es nicht mehr....



Menschliche Einflüsse - überall....



Ein zerfetztes Schlauchboot...


Mitnahme des gesammelten Mülls....




und Abtransport zur Universität nach Pisa. Dort wird der Müll genauestens untersucht und katalogisiert.... Ergebnisse liegen in ein paar Wochen vor...


...etwa 60 % des herumliegenden Müllts Treibgut vom Meer.

Das Ergebnis des heutigen Tages war überraschend. Der hier aufgesammelte Müll stammt allein nur von einem Strandabschnitt von 10 x 200 Metern. Etwa 1,2 Tonnen Müll und viele Kilogramm Plastik lagen alleine nur in diesem Abschnitt. Die ersten Hochrechnungen ergaben einen Plastik-Anteil von 180 Gramm pro Quadrat-Meter!

Wechselnde Winde, Strömungen, Wellen, Tieden, etc. kann den Müll auch vom Strand wieder ins Meer befördern und viele Meeresbewohner gefährden.  

In den letzten Tagen wurden mehrere Wale in einem Hafen von Elba gesichtet. Wie gut, dass diese Aktion begonnen hat. Das gesamte Seegebiet der Ligurischen See ist zwar von der UNESCO vor etwa fünf Jahren zum Schutzgebiet erklärt worden, was aber noch lange nicht bedeutet, dass die Meeresbewohner aureichend geschützt sind. Erst durch solche Aktionen, welche (noch) nicht vom Staat gefördert werden, ist es möglich, etwas für den Schutz des marinen Ökosystems beizutragen.

Hoffentlich macht diese Aktion auch in anderen Regionen Schule.

Andreas Morlok: "Heute war einer der besten Tage in meinem Leben!"

Bericht einer Erkundungsfahrt:

Am nächsten Tag geht es mit dem Segel-Forschungsschiff  auf Erkundungsfahrt ....ich habe die Hoffnung auch ein paar Delfine oder gar noch ein Wal auf der Fahrt zu sehen. In der ligurischen See (franz. Grenze über Genua bis Elba) soll es etwa 1200 Wale (Buckelwale, Finnwale und gar Blauwale) und ca. 2000 Delfine (Orcas, Große Tümmler und Streifen-Delfine) geben.







Das Team hat gute Laune. Ich hingegen habe ein flaues Gefühl, denn ich erfuhr, dass in diesem Naturschutzgebiet der Müll hinter den Dünen über einen Meter hoch liegen soll....außerdem zieht ein Sturm auf...



Obwohl in diesem Naturschutzgebiet das Betreten strengstens verboten ist, richtet sich diese Familie an dem mit Müll übersäten Strand gemütlich ein.



Noch geht es mir gut.....



Der Sturm zieht auf und ich liege flach...



Speiübel ist es mir und ich bin seekrank....bei vier Meter hohen Wellen hatte die Crew wenigstens noch ihren Spaß....ich hingegen hing immer wieder über der Reeling und verabschiedete mich von meinem Frühstück....


Delfine und Wale sehe ich leider keine. Nur etwa 50 Meter vom Schiff mache ich ein illegales Netz aus. Das Netz ist nicht markiert. Ohne weiteres hätten wir bei diesem Seegang in das Netz fahren können und das Schiff wäre manövrierunfähig gewesen. Teile des Netzes hätten auch abgetrieben werden und so manchen Meeresbewohner gefährden können. Reine Fahrlässigkeit so etwas.


Der Sturm hat sich verzogen und das Meer hat sich wieder beruhigt. Meine Blicke wandern automatisch auf den Meeresgrund und entdecken auch 40 Seemeilen von der Küste entfernt....



Plastik-Müll auf dem Grund im Hafen der Insel Capraia....



leider überall...



Dieser Seevogel knabbert an einem Plastikteil herum....


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19.12.08 - Umweltbelastung Plastikmüll - http://www.ksta.de/html/artikel/1229426976611.shtml


28.04.09 - Auf einem Müllberg über den Pazifik - http://www.welt.de/wams_print/article3624467/Auf-einem-Muellberg-ueber-den-Pazifik.html


06.06.09 - Ein Meer von Müll - http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Flugzeugunglueck;art1117,2815946


01.07.09 - Tod in Plastikfesseln - Schwimmende Müllberge bedrohen Meerestiere - http://weltderwunder.de.msn.com/balance-gallery.aspx?cp-documentid=148196961


20.08.09 - Plastikmüll flutet die Meere mit Gift - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,643782,00.html -


19.03.10 - EU-Parlament stimmt einem Abkommen einer internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen den Plastikmüll im Atlantik zu! - http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/064-70049-067-03-11-911-20100305STO70033-2010-08-03-2010/default_de.htm


23.12.10 - Meere füllen sich mit Plastik - http://www.nachhaltigkeit.org/201012226317/materialien-produkte/hintergrund/fisch-und-mensch-erstickt-an-plastik