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Schließung weiterer Delfinarien & Hilfe für Hunde und Katzen in Not


Entwicklungen untenstehend









Nach unserer erfolgreichen Demo-Tour in 2011 vor allen Delfinarien in der Türkei mit anschließenden Schließungen der Delfinarien in Kas und im Resort-Hotel Kefaluka in Bodrum, wollen wir im August 2021 erneut eine solche Aktion durchführen.

Wie schon in 2011 wollen wir im August 2021 einen kleineren Tour-Bus in der Türkei mieten und vor allen Delfinarien bei den Behörden angemeldete Demonstrationen durchführen und uns dann bei den Bürgermeistern der jeweiligen Städte für deren Schließungen einsetzen. Die Demo-Tour soll in Alanya starten und in Istanbul enden.

Wir werden wieder laut sein und nach den über 1.000 Berichten in den türkischen Online-Medien in 2011 erwarten wir auch dieses Mal wieder ein ähnlich großes Medien-Echo, was zusätzlich Nachdruck zu unseren Forderungen verleiht.






Die Türkei ist mitverantwortlich, dass die grausamen Delfin-Treibjagden im japanischen Taiji stattfinden! Wildgefangene und abgerichtete Delfine kamen bereits mehrfach entweder direkt aus Japan oder über Umwege (Tunesien und Südkorea) in die Türkei! 








Nach der katastrophalen Touristik-Saison in 2020 wirken die Delfinarien in der Türkei angeschlagen! Noch nie war die Chance so groß, weitere Delfinarien in diesem Land zu schließen!





Je nach aktueller Situation besteht für eine begrenzte Anzahl an Aktivisten die Möglichkeit einer Teilnahme!

Nach vorheriger Besprechung und nach unserem Einverständnis können uns Aktivisten für ein paar Tage oder auf der gesamten Demo-Tour begleiten. Voraussetzung dafür ist natürlich ein aktives Mitwirken vor Ort!


Kosten

Die Mitfahr-Möglichkeit in unserem Demo-Bus soll über diese Spenden-Sammlung finanziert werden und soll damit für die Aktivisten kostenlos sein. Alle anderen Kosten, wie Flüge, Anreise, Übernachtungen, Verpflegung, etc. müssen von den Teilnehmern selbst übernommen werden!

Um Zeit für unsere Aktionen zu sparen, werden die Hotel-Übernachtungen in von uns vorgegebenen Hotels stattfinden.

Wir fungieren nicht als Reise-Veranstalter! Jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich!






Wie bei vielen unserer Aktionen achten wir natürlich auch auf die Tiere neben unseren Wegen, denn Tierleid existiert leider in allen Ländern der Welt. Wir werden erneut private Tierheime und Initiativen in der Türkei unterstützen, die Hunde und Katzen in Not helfen. Nach örtlicher Prüfung wollen wir die Kosten für Tierärzte, Kastrationen, Impfungen, Futter und sonst Notwendigem übernehmen.








Bitte unterstützen Sie diese Aktion zum Schutz der Tiere mit einer für Sie möglichen Spende! 20 % der Spendensumme werden wir für die in Not befindlichen Hunde und Katzen verwenden.

SPENDEN-ZIEL:

7.000 € (Davon 20 % für die Tierhnothilfe)

Finanziert werden müssen unter anderem:

- Flüge

- Hotel-Übernachtungen - Team, Übersetzer und Fahrer

- Miete PKW und Demo-Bus mit Fahrer, Versicherungen, Benzin 

- Druck der Banner

- Demo-Material

- Übersetzungen

- Hilfe für Hunde und Katzen in Not







Bankverbindung:

ProWal

Sparkasse Hegau-Bodensee

IBAN: DE38 6925 0035 0004 6154 72

BIC: SOLADES1SNG



Online-Spenden PayPal


Verwendungszweck:

TÜRKEI 2021“



Da wir als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt sind, erhalten Sie auf Wunsch eine Spenden-Bescheinigung, die steuerlich geltend gemacht werden kann.


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Den aktuellen Spendenstand erfahren Sie in unserem Spenden-Barometer




Weitere Infos über die Delfinarien in der Türkei:

Delfinarien Türkei


Geschlossene Delfinarien:


Hotel Kefaluka in Bodrum - http://walschutzaktionen.de/1970401/1355501.html


Stadt Kas - http://walschutzaktionen.de/1970401/1210364.html und http://walschutzaktionen.de/1970401/1679001.html








15.09.21 - Eine gute Nachricht für alle Delfin-Freunde

Bei unserer Tour durch die Türkei haben wir kurz in Belek einen Zwischenstopp eingelegt, um vor Ort zu überprüfen, ob das katastrophale Tiergefängnis „Troy-Delfinarium“ wirklich geschlossen wurde.

Es wurde geschlossen! Der Eingag zur Anlage wurde eingezäunt und mit einer Plane versehen. Es befinden sich keine Meeressäuger mehr in dieser Anlage!

Damit sind nach unseren Schließungen im Resort-Hotel Kefaluka in Bodrum, Kas und ein weiteres Delfinarium in Istanbul (darüber berichten wir noch) und den Schließungen der Delfinarien „Troy“ in Belek und in einem Kaufhaus in Bursa aktuell noch neun Delfinarien in Betrieb.

Wir freuen uns sehr über jede Scließung in der Türkei, denn so sinkt der weitere Bedarf von wildgefangenen Delfinen aus Japan. Die Türkei hatte bisher in mindestens drei Fällen Delfine aus Taiji importiert.

Großer Dank an den 2. Bürgermeister, der bei unseren gemeinsamen Besuch mit dem WDSF in 2011 von sich behauptete „Sein Herz schlägt für die Delfine“ und sich wohl sehr für diese Schließung engagiert hatte!

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Bericht über dieses nun ehemalige Delfinarium auf unserer Webseite unter: http://walschutzaktionen.de/1194401/1210301.html





31.08.21 – Update:

Unsere Tour durch die Türkei zu allen Delfinarien-Städten ist beendet

Vorab: Nicht alles, was wir uns vorgenommen haben, konnte vor Ort umgesetzt werden. Aber die priorisierten Vorhaben konnten umgesetzt werden.

Demos wurden uns unter dem Vorwand „Pandemie“ nicht erlaubt.

Unfassbar, wie sich die Türkei in den letzten 10 Jahren verändert hat.

Nur ein Beispiel:

In der Stadt Serik bei Antalya wollten wir nur ein paar Banner vor dem neuen Freizeitpark mit Delfinarium „Land of Legends“ aufhängen. Dazu bedurfte es natürlich einer Genehmigung. Wir waren beim Bürgermeister, dann bei einem Gouverneur, der widerum die dafür auch zuständige Polizei informierte. Wir gingen dann zur Polizei. Die wollten alle Banner sehen und machten Fotos davon. Dann erhielten wir eine Genehmigung für 4 – 5 Banner. Vor Ort empfing uns die Polizei in zivil. Auf der anderen Straßenseite durften wir nun 2 Banner kurz halten und Fotos machen. Aber nur in Richtung Pampa, nicht mit dem „Land of Legends“ im Hintergrund!

Ein Irrsinn für den wir mehr als 4 Stunden Zeit benötigten. Wir sprachen mit der Polizei ab, dass wir in der Nachbarstadt Aksu/Belek auch vor dem dortigen Delfinarium alle unsere Banner aufhängen würden und wir bekamen das Ok. Wir müssten dort nur noch die dortige Polizei informieren, die darüber schon Bescheid wüsste. Wir zur dortigen Polizei, die dann aber von nichts wusste. Nach langem hin- und her teilte man uns mit, dass wir zuerst zum Bürgermeister und dann wieder zum Gouverneur müssten. Das war reine Schickane. Protestveranstaltungen werden in der Türkei eh nicht erlaubt. Demos unter fast undurchführbaren Auflagen werden wohl selten genehmigt. Mit dieser Taktik wird es einem verunmöglicht, genaue Uhrzeiten auszumachen, gerade wenn es darum geht, weitere Tierfreunde und auch die Medien dazu einzuladen. Soviel mal zur Meinungsfreiheit in der Türkei!

Wir konnten jedoch in fast allen Delfinarien des Landes erneut Recherchen durchführen. Es gibt in jedem Delfinarium nur noch wenige Delfine, was uns Sorge bereitet. Die Betreiber veranlasste es dazu, dass kostenpflichtige Foto-Sessions mit den Delfinen, Clown-Einlagen, Wasserspringer und gar das Publikum selbst die Showzeiten ausfüllten.

Belugas sahen wir keine. Angeblich wären sie krank (Land of Legends und Dolphinland in Antalya) und deshalb in Quarantäne. Auf die Frage, wo sich solch eine Qurantäne-Station denn befindet, wurde nicht geantwortet. Da wir fast alle Delfinarien besuchten und auch dort keine Belugas sahen, vermuten wir, dass diese gestorben sind!

Ein bisher nicht bemerkter Erfolg ist zu vermelden! Eines von zwei Delfinarien in Istanbul wurde nach unseren Anzeigen und Online-Aktion geschlossen!

Im 2. Delfinarium in Istanbul wurden wir, als wir Tickets für eine erneute Recherche kaufen wollten, unter Morddrohungen hinausgeworfen! Vermutlich befindet sich in diesem Delfinarium der letzte Beluga in der Türkei.

Wir besuchten fast alle Rathäuser und sprachen auch mit wenigen Bürgermeistern selbst. Überall hinterließen wir unsere Mappe mit unseren Texten und Bildern und den Möglichkeiten, was jeder BM selbst gegen die Delfinarien unternehmen kann. Erfreulicherweise gab es gar BM, die gegen das Delfinarium in ihrer Stadt waren. Wir vereinbarten eine zukünftige Zusammenarbeit und sind uns sicher, dass wir in den nächsten Monaten noch so manches Erfolgreiches berichten können.

Superklasse war auch, dass wir uns vor Ort von den Schließungen mehrere Delfinarien überzeugen konnten.

Das „Troy“ in Belek ist dicht.

Der Eingang zum Delfinarium in Kas ist zugewuchert. Es befinden sich keine Meeressäuger mehr dort. Genutzt wird die Stelle jetzt als Badebucht.

http://walschutzaktionen.de/1970401/1210364.html

Wir waren auch erneut im Resort-Hotel Kefaluka in Bodrum und sprachen mit dem Management, die uns die Stelle zeigte, an dem sich vor 10 Jahren ein Gehege befand, in dem Delfine mit Touristen schwimmen mussten. Das Management sicherte uns zu, nie mehr Delfine dort zu halten. Sie hätten sich zu einem reinen „grünen Hotel“ gewandelt. Sehr löblich!

http://walschutzaktionen.de/1970401/1355501.html

In Bodrum konnten wir im Rathaus das Einverständnis einholen, dass wir eine oder mehrere Personen suchen, die im Frühjahr einer großen Schildkröte beide Vorderflossen abgeschnitten haben und diese dann wohl elendig im Meer gestorben sein muss. Die unter Schutz stehende Schildkröte wurde dann tot am Strand aufgefunden. Wir werden die Medien dort dazu involvieren und eine Belohnung von 250 € ausloben, da diese Person(en) bisher noch nicht ausfindig gemacht wurde(n).

Aus taktischen Gründen können wir jetzt noch nicht alles über manche der nächsten Schritte verraten, denn unser Engagement zur Schließung weiterer Delfinarien in der Türkei wird natürlich fortgesetzt.

Wir besuchten auch so einige Tierschützer, die sich um in Not geratene Hunde und Katzen kümmern und konnten uns von ihren Projekten vor Ort ein genaues Bild machen. Groß war natürlich die Freude, dass wir alle diese Projekte mit Einkäufen unterstützen konnten. Unter anderem machen mehr als eine Tonne Futter in den nächsten Wochen mehr als 500 Tiere satt.

Nun heißt es erstmal das gesamte Recherche-Material sichten und sortieren. Dann werden wir mehrere Anzeigen gegen mehrere Delfinarien-Betreiber erstatten! Auch die türk. Medien werden wir darüber informieren.

Ausführliche Berichte folgen dann in den nächsten Wochen.

Zum Schluß noch eine Bitte:

Da diese Aktion teurer war, als bisher dafür Spenden eingingen, läuft diese Spenden-Sammlung noch bis Ende September 2021 weiter.

Wer also kann und möchte, denn bitten wir darum, weiterhin diese Aktion zu unterstützen.

Spenden-Möglichkeiten:

ÜBERWEISUNG

Bankverbindung:

ProWal

Sparkasse Hegau-Bodensee

IBAN: DE38 6925 0035 0004 6154 72

BIC: SOLADES1SNG

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PayPal


Online-Spenden PayPal


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Verwendungszweck:

TÜRKEI 2021“


Da wir als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt sind, erhaltet Ihr auf Wunsch eine Spenden-Bescheinigung, die steuerlich geltend gemacht werden kann.

Herzlichen Dank allen bisherigen Spendern, die den Auftakt unserer Kampagne zur Schließung weiterer Delfinarien in der Türkei ermöglicht haben und wir dadurch auch vielen Tieren helfen konnten!

Euer

Andreas Morlok
CEO ProWal

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Foto:

BeachCleanUp – Alanya/Türkei






04.08.21 - Offener Brief, den wir den Stadtverwaltungen und Bürgermeister der Delfinarien-Städte in türkischer Sprache übergeben werden:


Schließung des Delfinariums in Ihrer Stadt

Sehr geehrte Stadtverwaltung,
Sehr geehrte Bürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

aktuell befinden sich in der Türkei neun Delfinarien, in denen Meeressäuge-Tiere, wie unter anderem Delfine und Weißwale, als Show-Clowns degradiert und für rein komerzielle Interessen in Gefangenschaft gehalten werden. Eines dieser Anlagen befindet sich in Ihrer Stadt. Deshalb möchte ich mich mit diesem Brief persönlich an Sie wenden.

Wir sind eine deutsche Tierschutzorganisation, die sich seit 20 Jahren für den weltweiten Schutz der Delfine und Wale engagiert. Weil wir die Haltung von diesen Tieren in Gefangenschaft kategorisch ablehnen, engagieren wir uns auch gegen die weltweite Delfinarien-Industrie.

Bisher erreichten wir oder in wesentlicher Zusammenarbeit mit anderen Tierschützern und Organisationen Schließungen von Delfinarien in:

Soltau und Münster (Deutschland), ConnyLand (Schweiz), Gardaland (Italien), Kas und Hotel Kefaluka (Türkei), Yalta und Kiew (Ukraine) und in Armenien.

Weltweit existieren noch etwa 345 Delfinarien, in denen zumeist alles auf Kommerz ausgelegt ist.

Für die Wissenschaft sind Delfinarien fast bedeutungslos, da sich die wenigen erzielten Ergebnisse nicht auf freilebende Delfinpopulationen übertragen lassen.

Die Tiere in Gefangenschaft leiden an Hunger. Satte Delfine und Wale würden sich an den Shows nicht beteiligen. Das Vorenthalten von Futter ist absolute Tierquälerei!

Fast alles, was diese Tiere bei der Show vorführen müssen, entspricht nicht ihrem natürlichen Verhalten!

Die Delfine und Wale erhalten nur Fisch, der zuvor tiefgekühlt war. Tote Fische empfinden Delfine als Aas und würden ihn in freier Wildbahn nicht fressen.

Delfine regeln ihren Flüssigkeitshaushalt normlerweise über das Fressen von lebenden Fischen. Beim Tiefkühlfisch fehlt Flüssigkeit und viele Delfine in Gefangenschaft leiden dadurch an Nieren-Erkrankungen.

Kurzum: Delfine in Gefangenschaft können weder tier- noch artgerecht gehalten werden!

In Delfinarien geht es nur um Geld. Die Delfine sind reine Gelddruckmaschinen!

Von den Betreibern wird einfach ignoriert, dass Delfine Raubtiere sind, die gar in der Lage sind, Haie zu töten!

Die Gefangenschaft ist für die Tiere psychischer und körperlicher Stress. Durch die Gefangenschaft und der Isolation können Delfine aggressiv und depressiv werden. Auch können sie Verhaltensstörungen aufweisen und damit auch gefährlich für Menschen sein!

Die Delfine können, wenn sie zum Beispiel in Panik geraten oder sich unwohl oder bedroht fühlen, einen Menschen ernsthaft verletzen!

Obwohl die Delfine oftmals mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden, kam es in Delfinarien beim "Schwimmen mit Delfinen" schon öfters zu Attacken auf Menschen, die sich Rippenbrüche, Kratz- und Bisswunden zugezogen haben!

Täglich produziert ein Delfin etwa 15 Liter Urin und Kot! Die Fäkalien verdünnen sich zwar, aber die Krankheitserreger befinden sich dennoch im Wasser.

Das Risiko einer Krankheitsübertragung von den Teilnehmern auf die Delfine und umgekehrt ist sehr hoch!

Fäkal- und Fäulnisbakterien können beim Menschen schwere Infektionen auslösen!

Die Teilnehmer verletzen die Delfine mit ihrer empfindlichen Haut durch Schmuck oder durch ihre Fingernägel beim Festhalten. Krankheitserreger, die sich im Wasser befinden, können durch die Hautwunden eindringen!

Delflin-Therapie

In Ihrem Land, zum Beispiel in Kemer und Antalya, wird die delfingestützte Therapie angeboten. Erfolge sind durch unabhängige Forschungsstudien bisher wissenschaftlich noch nie belegt worden! Die Delfin-Therapie ist deshalb nicht nur umstritten, sondern eben auch völlig sinnlos.

Obwohl auch das türkische Gesundheitsministerium durch wissenschaftliche Gutachten festgestellt hatte, dass die Delfin-Therapie nutzlos und nicht wirksam ist und sie bereits im November 2010 die Empfehlung ausgesprochen hatte, solche Delfin-Therapien nicht mehr zu genehmigen, wird diese heute trotzdem noch in einigen Delfinarien in der Türkei angeboten!

Seit 2011 dokumentieren wir die Zustände in den türkischen Delfinarien. Sie sind einfach katastrophal und skandlös!

Ein paar Beispiele:

"Sarah", ein Walross, welches im Delfinarium in Istanbul an den Show-Programmen teilnehmen muss, leidet seit Jahren an übelsten Hautverletzungen. Nach der Show muss dieses Tier noch für Foto-Aufnahmen herhalten. Wir dokumentierten sogar, wie ein Kind auf das wehrlose Tier eingetreten hatte.

In einem anderen Delfinarium in Istanbul (Aqualand) wurde ein Delfin (Ilya) jahrelang alleine gehalten. Das ist für diese sozialen Tiere ein absoluter Skandal, welches weltweit wohl einmalig war.

Das Reiten und Stehen auf Delfinen und Weißwalen ist heutzutage in den meisten Delfinarien aus Tierschutzgründen weltweit abgeschafft worden. In der Türkei heutzutage loeider aber immer noch Usus!

Die Delfine in den türkischen Delfinarien sind Große Tümmler und sind überwiegend Wildfänge, die im Schwarzen Meer, Mittelmeer gefangen oder aus anderen Ländern, wie Tunesien, Südkorea und Japan, importiert wurden.
Damit ist auch die Türkei für die Gefährdung freilebender Delfin-Populationen mitverantwortlich!

Delfine sind von Natur aus für ein Leben in Freiheit im Meer geschaffen und gehören nicht in Gefangenschaft! Wir haben in den letzten 14 Jahren in mehr als 70 Delfinarien in über 30 verschiedenen Ländern weltweit Recherchen betrieben. Überall sind die Delfine eingesperrte Show-Sklaven, die für rein kommerzielle Interessen ausgebeutet werden. Viele dieser Tiere kommen mit ihrem Leben in Gefangeschaft nicht zurecht. In der Ukraine und in China konnten wir gar dokumentieren, wie sich Delfine selbst umbringen wollten!

Eine wirklich moderne und zeitgenössische Stadt und Land braucht keine eingesperrten Tiere, um ein attraktives Touristenziel zu sein.

Delfinarien in der EU haben keine Zukunft mehr!

Eine überwältigende Mehrheit der Bürger in der EU ist heutzutage gegen das Halten von Delfinen in Gefangenschaft. Deshalb haben von etwa 90 Delfinarien in der EU bereits etwa 60 in den letzten 25 Jahren geschlossen.

Die Regierung in der Schweiz hat in 2013, unter anderem auch nach unserem Tourismus-Boykott-Aufruf, den Import von Cetaceen verboten. Daraufhin schloss das letzte Delfinarium in diesem Land nach 40 Jahren Betrieb. Ein solches Gesetz wäre auch in Ihrem Land durchaus umsetzbar!

Nicht nur in der EU und westlichen Ländern gibt es bei der Bevölkerung eine große Ablehnung gegenüber Einrichtungen, in denen Delfine in Gefangenschaft gehalten werden, sondern ebenso in der Türkei!

Was vor einigen Jahren noch als Touristenattraktion galt, ist heute ein Makel. Selbst der türkische Hotelverband befürchtet, dass Touristenstädte mit Delfinarien durch ausgerufene Boykott- und Aufklärungskampagnen mit einem Imageproblem und damit mit Umsatzeinbußen zu tun haben werden. Die türkische Bevölkerung lehnt überwiegend die Haltung von Meeressäugetieren in Gefangenschaft ab. Gäste dieser Anlagen sind hauptsächlich ausländische Touristen. 

Große Reiseveranstalter, wie TUI, Thomas Cook mit Neckermann Bucher-Reisen und Öger-Tours, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, alltours, FTI Touristik, Schauinslandreisen und die türkische Agentur M.T.S. Mastur, die rund 450 Hotels betreut, bieten nach Aufklärungskampagnen und Interventionen keine Tagestouren in türkische Delfinarien mehr an!


Das werden die türkischen Touristen-Städte, die noch Delfinarien in Betrieb halten, heute schon spüren und sie werden durch das Ausbleiben von Touristen noch mehr darunter zu leiden haben!

Selbst in Japan, welches bisher die meisten Delfinarien in der Welt besaß (etwa 60) ist der Boom neuer Delfinarien längst vorbei. Es schließen auch dort immer mehr Anlagen. Überall stagniert diese Branche. Ausnahmen sind heutzutage nur noch Mexiko und China.

Wildgefangene und für Shows abgerichtete Delfine kamen bereits mehrmals entweder direkt aus Japan oder über Umwege (Friguia Park/Tunesien und Delfinarium Geoje/Südkorea) in die Türkei!

Die Türkei ist deshalb mitverantwortlich, dass die grausamen Delfin-Treibjagden im japanischen Taiji stattfinden!

Ich selbst war schon mehrmals in diesem Fischerort in Japan. Was sich dort ereignet, ist an Grausamkeit kaum noch zu überbieten. Nicht nur die Fänge der Delfine für die weltweite Delfinarien-Industrie sind grausam, sondern auch die Abrichtung von Wildtieren zu Show-Clowns ist mehr als barbarisch!

In der im September beginnenden Fangsaison 2021/2022 sollen in Taiji 1.849 Delfine und Wale von 9 verschiedenen Arten getötet oder für die weltweite Delfinarien-Industrie gefangen werden. Eine Art von ihnen sind die Großen Tümmler, die auch bei den türkischen Delfinarien gefragt sind.

Das Delfinarium Sealanya in Alanya zum Beispiel kaufte in 2008 ingesamt 10 Delfine aus Japan und bezahlte dafür 280.000,- USD. In 2012 lebten nur noch drei dieser Tiere in diesem Show-Delfinarium – die anderen sieben Delfine starben in einem jungen Alter!

Zuchtbemühungen gibt es in den türkischen Delfinarien kaum und Erfolge erst recht nicht. In der Türkei gibt es noch nicht einmal einen Tierarzt, der sich fachmännisch um die Gesundheit der Delfine in den Delfinarien des Landes kümmern könnte!

Weitere Importe von wildgefangenen Delfinen aus Taiji in die Türkei sind deshalb absehbar.

Sicherlich sind sie auch darüber informiert, dass die Türkei auch mitverantwortlich dafür ist, dass die Wildbestände der Robben gefährdert werden. In den letzten 20 Jahren wurden 61 Pelzrobben aus der freien Wildbahn entrissen und für die Zoos und Delfinarien in der Türkei in Gefangenschaft genommen.

In der Stadt Kas und auch im Resort-Hotel Kefaluka in Bodrum kam man längst zu der Erkenntnis, dass Delfinarien die Touristen nicht anlocken, sondern sie eher abschrecken. In 2013 wurden beide Delfinarien dort geschlossen. Ein weiterer Imageschaden konnte damit für diese Städte abgewendet werden.

Noch können Sie Ihre Stadt und Ihr Land vor einem noch größeren Imageverlust und einem damit verbundenen sicherlich kommenden immensen finanziellen Schaden bewahren!

Natürlich ist auch uns klar, dass Ihre Möglichkeiten beschränkt sind, um das Delfinarium in Ihrer Stadt zu schließen. Dennoch haben sie mehrere Möglichkeiten, die Sie schon ab heute umsetzen können, um das Delfinarium in Ihrer Stadt und alle in der Türkei mitelfristig zu schließen!

1.) Keine Werbung mehr auf städtischen Flächen

Sie könnten verbieten, dass das Delfinarium Werbung in Ihrer Stadt macht. Das Aufhängen von Plakaten auf Plakatwänden oder die Werbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln könnte unterbunden werden. Die Hauptstadt der Ukraine Kiew hatte dies schon vor Jahren ebenso ungesetzt und das Delfinarium musste letztendlich schließen.


2.) Evakuierungspläne

Vor wenigen Jahren brach ein Feuer im Delfinarium in Sevastopol auf der Krim aus. Die Delfine waren in akuter Gefahr und sind glücklicherweise nur vor einem grausamen Tod bewahrt worden, weil sie in einen Swimming-Pool in einem benachbarten Haus untergebracht werden konnten.

Gibt es einen Evakurierungsplan für eine rasche Umsiedlung der Delfine seitens des Betreibers im Falle eines Feuers in Ihrer Stadt?

Falls dies der Betreiber nicht vorlegen kann, dann sollten Sie ihm die Lizenz für sein Delfinarium umgehend entziehen! Niemand hätte nach den aktuellen Ereignissen Verständnis dafür, dass in Gefangenschaft gehaltene Delfine im Falle eines Feuers zu Schaden gekommen oder gar gestorben wären!


3.) Sie besitzen ein rechtliches Mittel

Sie könnten sich bei Ihrer Regierung auch gegen ihre mehr als zögerliche Haltung betreffend der Umsetzung des internationalen Abkommens der "Berner Konvention", welches den Schutz unter anderem auch für Delfine vorsieht, einsetzen!

Die „Berner Konvention“ ist ein Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume aus dem Jahr 1979. Die Türkei hat am 2. Mai 1984 das Übereinkommen „Berner Konvention“ unterzeichnet.

Laut den Bestimmungen der "Berner Konvention" sind die Haltung und die Nutzung von Delfinen zu kommerziellen Zwecken verboten. Jede Vertragspartei ergreift die geeigneten und erforderlichen gesetzgeberischen Verwaltungsmaßnahmen, um den besonderen Schutz der in Anhang II aufgeführten wildlebenden Tierarten sicherzustellen. Im Anhang II des Abkommens sind Delfine ausdrücklich aufgeführt.

Obwohl die Türkei zu den Unterzeichnern der "Berner Konvention" gehört, hat die türkische Regierung bis heute nicht die gesetzlichen Bestimmungen geschaffen, zu denen sich das Land schon vor 37 Jahren verpflichtet hatte!



4.) Gesetzliches Importverbot

Sie könnten sich bei Ihrer Regierung für ein Gesetz einsetzen, welches den Import von Delfinen, Walen, Robben und Walrosse ausnahmslos verbietet! Das würde nicht nur das mittelfristige Aus für alle Delfinarien in der Türkei bedeuten, sondern sie werden dafür auch international gefeiert werden, wie die Schweiz in 2013, als sie den Import von allen Walartigen in ihr Land gesetzlich verboten hatte.

Ich möchte Sie bitten: Handeln Sie jetzt!

Bitte setzen Sie sich jetzt für ein gesetzliches ausnahmsloses Importverbot für Meeressäugetiere in die Türkei und ein nationales Gesetz zum Verbot für die Haltung und die Nutzung von Delfinen zu kommerziellen Zwecken laut den Vorgaben der “Berner Konvention” ein. Nur durch ein wirksames Verbot könne sichergestellt werden, dass in Zukunft keine Delfine mehr für kommerzielle Interessen gefangen und in die Türkei importiert werden.

Mit einem Importverbotsgesetzt für Delfine und Wale würde die Türkei ihr Interesse am Schutz der Tiere zeigen und zum Erhalt der ökologischen Biodiversität beitragen. Zudem gewinnt die Türkei international an Vertrauen, wenn das Land internationale Abkommen, wie die „Berner Konvention“ umsetzt. 

Durch die mittelfristigen Schließungen der Delfinarien gehen in der Türkei etwa 200 Arbeitsplätze verloren. Jedoch erhält die Türkei durch das Verschwinden der Delfinarien einen internationalen Imagegewinn und verhindert durch das Ausbleiben von Boykottaufrufen und Ausbleiben von Touristen den Wegfall von hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Tourismusbranche!

Auf ein baldiges tierfreundliches Handeln Ihrerseits, die eine große Öffentlichkeit in Deutschland und in der Türkei erwartet, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Andreas Morlok
CEO ProWal